Schurkenstaaten, überall Schurkenstaaten! Michele Serra erleichtert den Vereinigten Staaten schon mal die Auswahl des nächsten Angriffsziels und
trägt belastende Beweise zusammen, nicht nur zu Syrien und Nordkorea.
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Frankreich: Eine verrottete Nation wie wenige andere,
süchtig nach Sex, Pernod und Ballspielen mitten auf der Straße.
Vatikan: Das Staatsoberhaupt ist nicht nur
nicht demokratisch gewählt, sondern behauptet auch, der Repräsentant Gottes auf Erden zu sein, er lehnt sich aus einem Fenster, zu dem die Menge emporjubelt und läuft herum mit einer Kappe ohne Markennamen, typisch
anti-global.
Südkorea: Verbreiten im ganzen Okzident
Autos mit verrückten Namen (Sorrento, Korando, Musso, Placenta, Popeya) mit der Absicht, die Familienväter, die sie fahren, zu beleidigen.
Schweiz: die Schweizer wollten
nie in die Nato, machen nicht mit bei der Europäischen Union und beteiligen sich nur widerwillig an Spielen ohne Grenzen.
Massenvernichtungswaffen:
Ski-Lifte, die bisher mehr Tote gefordert haben als der Zweite Weltkrieg.
Italien: voll von Arabern, wird Italien von einem
Tapetenverkäufer angeführt, der die Fussballiga direkt kontrolliert, seine Ehefrau in einer
Bunkervilla einsperrt und
Videokassetten an Fernsehsender schickt wie Bin Laden."
Schaut her, wir haben gewonnen, wir hatten Recht!
Umberto Eco kann die triumphalen Siegeshymnen nicht mehr hören. Denn nie hätte jemand den Sieg der Amerikaner bezweifelt,
schreibt er in seiner Bustina. Gerechtfertigt war der Krieg trotzdem nicht. "Die
Spötter auf den Fernsehschirmen müssten folgendes sagen: 'Ihr habt gesagt, dass der Krieg die terroristische Gefahr nicht bändigt, wie ihr seht, hat er aber genau das geschafft.' Aber das ist die einzige Sache, die sie nicht sagen können, denn es gibt noch keinerlei Hinweis darauf, ob dem so ist. (...) Na ja, das einzige offensichtliche Resultat dieses Krieges waren die
Brigaden potenzieller Kamikazekrieger, die aus Ägypten, Syrien und Saudi-arabien in die Schützengräben Bagdads aufgebrochen waren."
Weiteres: Carla Tallone
berichtet aus dem krisengeschüttelten
Argentinien, wo das Volk zur Wahl aufgerufen ist. "Favoriten sind die peronistischen Kandidaten", schreibt Tallone in seiner Reportage, "man munkelt aber schon von
Wahlmanipulation". Außerdem druckt der Espresso einen langen
Grundsatzartikel über
Popdiva Madonna ab, geschrieben von Paul Rees für das
Q Magazine. "Zwei bevorzugte Beschäftigungen von Madonna sind: ihrem Sohn zuzuschauen, wenn er
nackt tanzt, und bis drei Uhr nachts aufzubleiben und mit ihrem Mann über 'das Leben und
all die Sachen' zu reden."