
Antal Siba
empört sich über die Passivität von Ministerpräsident Viktor Orbán und die Berichterstattung der ungarischen öffentlich-rechtlichen Medien zu dem Konflikt in der
Ukraine: "Die Ereignisse treiben den Ministerpräsidenten: Er sieht auch, dass auf Menschen geschossen wird, doch wirklich etwas dagegen tun kann er nicht. Einerseits, weil er vor kurzem noch Janukowitsch als Sicherheitsgarant der Region lobte, andererseits, weil er
mit Putin auskommen muss. Eine große Wahl hat er also nicht. (…) "In Kiew schießen Heckenschützen auf Angehörige der Sicherheitskräfte. Die Sicherheitsorgane begannen mit dem Aufspüren und der Liquidierung der Terroristen", ist indessen im öffentlich-rechtlichen Radio in der Sendung "Zuhause in der Welt" zu hören, eine Lüge, die wahrscheinlich
nur im osteuropäischen Maßstab messbar ist."
Die Nachricht über den Freitod des Dichters, Schriftstellers und Hochschullehrers
Szilárd Borbély (mehr
hier) erschütterte vergangene Woche die ungarische Öffentlichkeit. Der
Autor Péter Nádas
würdigt ihn in seinem Nachruf als "einen analytischen Geist, einen im Sein reisenden
Menschenwissenschaftler, irgendwo im Schnittpunkt zwischen den Geisteswissenschaften, der Sprachwissenschaft und den Sozialwissenschaften".