Stichwort

Ungarn

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Magazinrundschau 22.09.2021 […] In einem Interview mit Péter Hamvay spricht der Historiker János Gyurgyák u.a. über die Aussichten des Landes bei den Parlamentswahlen im Frühjahr 2022 in Ungarn. "Es gab schon vier, fünf Momente in der Geschichte von Fidesz, da dache ich, hier steht eine Wand, da geht es nicht weiter, und dennoch ist keine Verbesserung eingetreten. Mittlerweile warte ich nicht mehr darauf, was soll man denn an diesem […] aber ich verspüre keine Wechselstimmung. Denn selbst wenn die Opposition gewinnt, wird sie nicht die Kraft haben, das Orbán-System wegzufegen. (...) Der Historiker in mir sagt, dass sich Systeme in Ungarn für die Dauer eines Menschenlebens einrichten und das gegenwärtige hat auch noch Reserven. Doch für mich ist das nicht ausschlaggebend. Wenn sich das Land weiterhin in sinnlosen und ungewinnbaren […]
Magazinrundschau 13.08.2021 […] unterdurchschnittlichem Entwicklungsstand - so auch an Ungarn - als Kompensation für den Zugang zum europäischen Binnenmarkt. Die Zahlungen sollen zivilgesellschaftlichen Initiativen zugute kommen, welche unabhängig von der jeweiligen Regierung sind, wobei über die geförderten Organisationen Konsens zwischen den zwei Staaten herrschen soll. Ungarn hat als einziges Land die Vereinbarung einseitig aufgekündigt […] EU-Mitglieds Ungarn, mit ausreichend Zeit und Kapazität ausgestattet, seit 2010 Techniken perfektionierte, Brüssel für dumm zu halten und - siehe die Geschichte des EU-Haushaltes und des Corona-Hilfspakets - zu erpressen. Norwegen ist aber nicht die EU und auch nicht Deutschland. (...) Schon die 'Rechtsgrundlage' ist eine propagandistische Dummheit, also dass das Königreich Norwegen Ungarn diese Summe […] Summe 'schuldet', weil 'es die Vorteile des Binnenmarktes der EU genießt', genau so wie die Gelder aus den EU-Kohäsionsfonds Ungarn 'zustehen'. Nicht mit dem 'Ziel', dass das Land sich schneller entwickelt, sondern aus dem 'Grund', dass private Firmen Euromilliarden in Form von Gewinnen aus dem Land herauspumpten, was jetzt die west-europäischen Steuerzahler lediglich zurückzahlten. Wenn jemand das hier […]
Magazinrundschau 22.07.2021 […] nannten sich stolz Ungarn aus der Vojvodina und in Ungarn selbst reisten sie wie westliche Touristen. Der Krieg unterbrach dies unwiederbringlich. Der Großteil der Ungarn verlor sein Selbstbewusstsein und die Bindung zur Heimat. (...) In den neunziger Jahren begann eine Auswanderung, die seitdem nur zunahm. Die zukünftigen Generationen müssen klären, wie es sein kann, dass es den Ungarn in der Vojvodina […] Der Schriftsteller László Végel spricht im Interview über die Lage der Ungarn in der (heute in Serbien liegenden) Vojvodina vor und nach dem Balkankrieg. "Vor dem südslawischen Krieg lebten die Ungarn in der Vojvodina verhältnismäßig konsolidiert, sie schlossen mit dem westlich lächelnden Titoismus einen Kompromiss, wobei seine Schulden und Verbrechen vergessen wurden. Ausreisen wollte kaum jemand […]
Efeu 27.07.2021 […] In der NZZ beschreibt Wilhelm Droste die Situation in Ungarn, wo der Kulturkampf eine ganze Generation von Schriftstellern zu lähmen scheint: "Der Schriftsteller Péter Nádas, der ganz bewusst das Dorf Gombosszeg im Südwesten Ungarns zu seiner geistigen Hauptstadt der Einsiedelei gemacht hat, um sich nicht von den öden Auseinandersetzungen in Budapest aufreiben zu lassen, gab kürzlich in einem Interview […] können. Als wüssten sie nicht, dass ihre einzige Chance die Offenheit ist. An einer Hand kann ich die starken Charaktere aufzählen.' Nádas relativiert diesen Pessimismus, weil er die Krise nicht auf Ungarn allein beschränkt, sondern für global hält." Dass der erste Versuch, Annie Ernaux in Deutschland zu etablieren, krachend gescheitert ist, liegt auch daran, dass man die zuletzt auch hierzulande zu […]
9punkt 19.07.2021 […] investigative Journalisten im Land sowie den engen Kreis eines der wenigen unabhängigen Medienmanager Ungarns im Visier hatte." Auch Zeit online berichtet über die Geschichte. In einem zweiten Artikel gehen Astrid Geisler, Kai Biermann, Sascha Venohr und Holger Stark dem Einsatz von Pegasus in Ungarn nach, wo etwa der Investigativjournalist Szabolcs Panyi ausspioniert wurde: "Es gibt keinen finalen […] staatliche Behörden verkauft. Zum Zweiten, weil Ungarn Kunde von NSO war, wie ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens der Zeit bestätigten. Zum Dritten, weil es keinen anderen plausiblen Verdächtigen gibt. Und nicht zuletzt, weil die zeitlichen Umstände der rekonstruierbaren Spähattacken darauf hindeuten. Damit steht der Verdacht im Raum, dass Ungarn die Cyberwaffe nicht nur zur Verbrechensbekämpfung […]