Stichwort

Ungarn

530 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 36
Magazinrundschau 25.11.2019 […] Der 25. November ist in Ungarn der Gedenktag für die Opfer des Kommunismus und der in die Sowjetunion verschleppten ungarischen Gefangenen, deren Zahl nach 1945 ca. 600.000 betrug. Der Historiker Tamás Stark (Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften, MTA) findet die offizielle Erinnerungspolitik inzwischen wenig glaubwürdig: "Die Regierung betrachtet die Welt im Kontext des neuen Ost-W […] Ost-West-Konflikts und die offizielle Politik und die Erinnerungspolitik bestärken die Ungarn darin, dass wir auf der Seite des Ostens stehen. Darum wird nur über die Bedrohung durch das "Brüsseler Reich" gesprochen (...). Es wird nicht gesagt, dass das Erbe des Kommunismus heutzutage in erster Linie in den großen östlichen Reichen, in dem sich selbst als kommunistisch bezeichnenden China und in Russland […]
Magazinrundschau 26.09.2019 […] Im Interview mit Szilárd Teczár spricht der Philosoph Gáspár Miklós Tamás u.a. über die innere Dynamik des seit 2010 entstanden Regimes in Ungarn sowie über ihre politische Rezeption außerhalb des Landes. "Das Orbán-System ist das Flaggschiff der europäischen Rechtsradikalen. Es braucht keine Gewalt oder totalitäre Methoden, wir sitzen nicht im Gefängnis, unter anderem deshalb nicht, weil es keinen […] Widerstand gibt. Das System ist populär, aber nicht so, wie anfänglich faschistische Systeme populär waren, die auf riesige Massenbewegungen, Begeisterung, Charisma und kollektiven Wahnsinn fußten. In Ungarn gibt es keinerlei Massenbewegung, Viktor Orbán selbst löste die Partei Fidesz mit den Bürgerkreisen vor einigen Jahren auf. Anstatt von charismatischer Herrschaft und Übermobilisierung gibt es Dem […]
Magazinrundschau 22.08.2019 […] Der Theaterregisseur Árpád Schilling verließ mit seiner Familie vor einem Jahr Ungarn und wanderte nach Frankreich aus. Er führte in dieser Zeit in Zagreb, in Stuttgart, in Leipzig und in Berlin Regie. Im Interview mit Gabor Köves spricht er u.a. über die Unmöglichkeit, Ungarn loszulassen. "Eines meiner Ziele war, dass ich mich zurückhalte und Facebook nicht mit meinen wuterfüllten Attacken flute. […] Das ist mir auch irgendwie gelungen, doch dass ich mich gar nicht mit den Ereignissen in Ungarn befasse, kann ich nicht durchhalten. Einen derartigen Großbetrieb des Wahnsinns und des moralischen und seelischen Abbaus kann der Mensch, wenn er eine Seele hat, nicht ohne Leiden über sich entgehen lassen. Wenn ich Pole wäre, dann würde mich unglaublich stark der Amoklauf von Kaczyński beschäftigen: wie […] Mal in die Nähe einer öffentlichen Bildungseinrichtung lassen, aber was passiert...? Ich würde mich liebend gerne nicht damit beschäftigen, denn die Welt ist tausendmal größer und komplizierter, als Ungarn, aber ich schaffe es trotzdem nicht." […]