
In einem riesigen Report
untersucht Don Peck die Mechanismen der Arbeitswelt. Aller psychologisch unterfütterten Personalpolitik zum Trotz herrsche noch immer eine Regel:
Große Männer und
schöne Frauen werden leichter eingestellt und schneller befördert, wer
kompetent aussieht, wird besser bezahlt. Jetzt dienen sich Firmen wie Knack als Lösung und preisen
Big Data als Lösung, beziehungsweise ihre Computerspiele: "Diese Spiele sind nicht zum Spaß da: Sie wurden von einer Gruppe von Neurologen, Psychologen und Datenspezialisten entwickelt, um das menschliche Potenzial zu erkunden. Wer nur 20 Minuten spielt, erklärt Knack-Gründer Guy Halfteck, generiert mehrere Megabyte Daten, exponentiell mehr als alles, was Aufnahmeprüfungen oder Bewerbungstests herausfinden. Wie lange man zögert, bevor man handelt, die Vielzahl der Handlungen, die Art der Problemlösung - all diese Faktoren und noch viel mehr werden beim Spielen gespeichert und dann genutzt, um
Kreativität und Ausdauer zu ermitteln, soziale Intelligenz und Persönlichkeit, die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen oder Prioritäten zu setzen. Das Ergebnis ist laut Halfteck ein hochauflösenden Porträt unserer Psyche und unseres Intellekts, ein Test für unsere Anlagen als Führungspersönlichkeit und Innovator."
Der kanadische Theoretiker und Politiker
Michael Ignatieff bricht eine Lanze für
Machiavellis politisches Traktat "Der Fürst", das seit seinem Erscheinen vor fünfhundert Jahren ein anhaltender Skandal ist: "Machiavelli glaubte nicht, dass sich Politiker grämen sollten, wenn sie sich die
Hände schmutzig gemacht haben. Seiner Meinung nach verdienten sie kein Lob für
moralische Skrupel oder Gewissensbisse. Er hätte es mit den Sopranos gehalten: Manchmal tut man, was man tun muss. Aber 'Der Fürst' hätte nicht solange überlebt, wenn es nur eine
Apologie des Gangstertums wäre. Bei Gangstern ist unnötige Grausamkeit effizient, während sie in der Politik, das verstand Machivelli sehr gut, schlimmer ist als ein Verbrechen. Nämlich ein Fehler."