
"In seinen
Todeszuckungen könnte Russland die Welt mit einigen neuen muslimischen Staaten, einem nuklearen Mittleren Osten und einem stärkeren China beglücken." Mark Steyn
sieht mit dem andauernden
Niedergang der ehemaligen Sowjetunion ernste Schwierigkeiten auf den Westen zukommen. "Was würden Sie tun wenn Sie Putin wären? Was haben Sie in der Hand, um Ihre
verrottende Leiche von einem Land irgendwie im Spiel zu halten? Sie haben nukleares Know-How - für das sich sehr viele Ayatollahs und Diktatoren interessieren. Sie haben ein entvölkertes aber
ressourcenreiches östliches Hinterland - das sich die Chinesen auf die eine oder andere Weise aneignen werden. (...) Mit der Aussicht, dass sogar ein alkoholabhängiger Slawe mit einer Lebenserwartung von 56 Jahren es noch erleben wird, dass Wladiwostok wieder seinen alten Namen
Haishenwei erhält, könnte Moskau es genausogut an Peking verscherbeln, anstatt zu warten, bis es ihnen unter den Fingern weggeschnappt wird."
Rod Liddle
freut sich schon allein aus patriotischen Gründen über den Literaturnobelpreis für
Harold Pinter, seiner Ansicht nach der wichtigste englische Literat der vergangenen fünfzig Jahre. Doch wird Pinter wirklich für sein Werk ausgezeichnet? "Pinter hat seit 1960 gute Sachen geschrieben, aber nie mehr ähnlich gute wie in den Jahren davor. Sein
letztes wichtiges Stück war 'No Man's Land' von 1974 - vor dreißig Jahren - aber er hat den Preis jetzt bekommen. Lehnt man sich also zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass die Nobelleute eher von Pinters jüngsten, unerbittlichen und
scharfen Attacken gegen die amerikanische Außenpolitik beeindruckt waren?" Wie etwa folgendem launigen Vierzeiler:
"There's no escape,
The big pricks are out,
They'll fuck everything in sight,
Watch your back."