Statt darüber zu klagen, dass in ihrer Zeit zwar wahrgenommene und berühmte
Designerinnen irgendwann doch in Vergessenheit geraten, sollte man ihre Arbeiten lieber zeigen, zeigen, zeigen,
lautet Sabine von Fischers Fazit nach dem Besuch der Ausstellung "Here We Are"
im Vitra Design Museum (mehr zu dieser Ausstellung bereits
hier und
dort), die sich genau um die Frage dreht: Warum werden Arbeiten von Frauen von nachfolgenden Generationen so selten ausgestellt? "Ein Satz der Kuratorin Susanne Graner, fast beiläufig während des Gangs durch die Ausstellung fallengelassen, ist besonders bemerkenswert: 'Beim Vorbereiten ist uns einmal mehr bewusst geworden, wie viele Entwürfe von Designerinnen in unserer Sammlung
bereits vorhanden waren.' Als Leiterin der Sammlung des Vitra Design Museum mit gut 7000 Möbeln kennt Susanne Graner die Bestände seit elf Jahren sehr genau. Und allen Vorurteilen zum Trotz, dass es vielleicht nicht genügend Frauenarbeiten gebe, konnte auch die derzeitige Schau mit Werken von gut 80 Designerinnen
zum größten Teil aus dem eigenen Archiv bespielt werden."
Außerdem
ärgert sich Carolina Schwarz in der
taz über
Wolfgang Joop, der im
Spiegel den Zeiten hinterher trauert, als Frauen in der Modebranche mehr oder weniger zwangsprostituiert wurden: Die Branche habe trotz ihrer MeToo-Momente "ihre
strukturellen Probleme nicht aufgearbeitet", schreibt dazu Schwarz. In der
SZ bespricht Peter Richter die Ausstellung "Architecture of Speed -
Paul Jaray and the Necessity of Shape"
in Venedig (mehr dazu bereits
hier).