Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Bühne

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.12.2021 - Bühne

Ljubiša Tošic porträtiert im Standard den Regisseur Stefan Herheim, der ab September 2022 das Theater an der Wien leiten wird. Die Nachtkritik zeigt heute Abend Wolfram Lotz' Stück "Die Politiker" vom Hamburger Thalia Theater im Livestream.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.12.2021 - Bühne

Ruth Walz: Die Orestie des Aischylos, Schaubühne Berlin, Gastspiel in Rom Ostia Antica, 1984 Bild: Museum der Fotografie

Als "Deutschlands größte Theaterfotografin" feiert Peter von Becker im Tagesspiegel die achtzigjährige Ruth Walz, die unter Peter Stein zum Auge der Schaubühne wurde und der nun das Berliner Museum für Fotografie eine Hommage widmet: "Man sieht bei diesen Bildern nicht nur den rauchenden Atem der Akteure in der eisigen Berliner Winternacht, man spürt auch das Mitatmen der Fotografin."

Weiteres: Im Standard stellt Ljubisa Tosic die neue Intendantin der Wiener Volksoper Lotte de Beer vor. Besprochen werden die Wiederbelebung von Pietro Mascagnis Oper "L'amico Fritz"  bei den Festspielen Erl (NMZ) und Bastian Krafts Adaption von Marianne Fritz' Roman "Die Schwerkraft der Verhältnisse" am Wiener Burhtheater (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.12.2021 - Bühne

John Neumeiers "Dornröschen". Foto: Kiran West / Hamburg Ballett

Manuel Brug hat sich für die Welt mit John Neumeier getroffen und vom unumstrittenen Alleinherrscher des Hamburger Balletts ein bisschen Unerschrockenheit im Kampf gegen Cancel Culture mitgeben lassen: "'Ich setzte auf ein Publikum, das mitdenkt. Wenn wir ein historisches Ballett aufführen, dann ist das Teil der Kunstgeschichte, auch in seinen Ansichten. Für die Menschen damals waren diese Stücke Unterhaltung und eine exotische Begegnung mit dem Orient, vielleicht naiv und nicht realitätsgetreu, aber respektvoll und keineswegs herabwürdigend. Und genauso muss man sie heute verstehen.' Und genau deshalb sieht John Neumeier keine Notwendigkeit, etwa die Nationaltänze und exotischen Fantasien im von einem kindlichen Weihnachtstraum handelnden 'Nussknacker' heutigem Radikal-Aktivismus anzupassen: 'Ich habe meinen 'Nussknacker' als Hommage an Petipa und das kaiserliche Ballett inszeniert. Wenn darin kein arabischer Tanz mehr möglich sein soll - in Kostümen, die an Ballette wie 'La fille du Pharaon' angelehnt sind -, dann wäre das einfach lächerlich. Ich stehe dazu und finde sie in keinster Weise diskriminierend.'"

Besprochen wird Christine Wahls Buch über die Theatertruppe Rimini Protokoll (NZZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.12.2021 - Bühne

Eva Marburg stellt im Freitag die Künstlerin Ewe Benbenek vor, die in diesem Jahr den Mülheimer Dramatikpreis erhalten hat. Ihr Stück "Der Tragödienbastard" beschreibt, wie sich das Illegitime Bahn brechen kann: "Vor allem aber wirft der Text die Frage auf, ob es aus den abgetrampelten Erzählpfaden der Biografien mit sogenanntem Migrationshintergrund überhaupt ein Entrinnen geben kann. Wie kann ich von mir erzählen, fragt der 'Bastard', ohne dass ich mich erklären muss, ohne dass das Gegenüber sagt: 'Was du sprichst, was du da sprichst, das verstehen wir nicht.' Oder, wie kann ich von mir erzählen, ohne diese 'schöne, migrantisch-authentische Story' zu werden, die sich gut verkaufen lässt und deshalb Geld in die 'Kulturkassen" spült?'"

Weiteres: Im Van-Magazin besingt Albrecht Thiemann die neue Operetten-Herrlichkeit, die bekanntlich in trüben Zeiten besonders blüht. Besprochen werden die "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch. Bei nassem Schnee" nach Dostojewski und Ayn Rand am Staatstheater Hannover (Nachtkritik).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 23.12.2021 - Bühne

Im Interview mit der SZ ärgert sich der Intendant des Münchner Residenztheaters Andreas Beck darüber, dass auch im Jahr drei der Pandemie die Kultur immer noch mit Sport und Unterhaltung über einen Kamm geschert wird: "Wir müssen dringend anfangen, viel genauer zu differenzieren, was können wir uns erlauben und was nicht? Denn einen Tag X, juhu, nun ist alles vorbei, den wird es nicht geben. Das ist wie 'Warten auf Godot'. Wir müssen raus aus diesem Schrecken der ersten Sekunde, erst mal alles zu verbieten. Und das sage ich mit der Angst vor Omikron, mit der Angst vor der Mutante, mit dem Unverständnis für eine Impfunwilligkeit. Wir müssen aber mit diesen Unwägbarkeiten lernen umzugehen. Ich würde mich auch freuen, wenn sich das ganze in der Krise erworbene Hirnschmalz in den Entscheidungsprozessen niederschlagen würde und da zukünftig nicht nur ein General, sondern auch der Kenntnisreichtum der Kulturbetriebe wahrgenommen würde. Wir haben ja Konzepte entwickelt und geprüft. Diese Expertise wäre abrufbar."

Besprochen werden Volker Löschs "AufRuhr" am Grillo-Theater in Essen (SZ) und Kleists "Der Zerbrochne Krug" am Deutschen Theater Berlin (Zeit).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.12.2021 - Bühne

Christiane Theobald, kommissarische Leiterin des Berliner Staatsballets, hatte den "Nussknacker" aufgrund vermeintlich "rassistischer und kolonialistischer" Szenen aus dem Programm gestrichen (Unser Resümee). In der Berliner Zeitung protestierte darauf der russische Botschafter Sergej J. Netschajew. In der SZ mahnt Dorion Weickmann zu Gelassenheit auf beiden Seiten, hätte aber auch nichts gegen eine Überarbeitung: "Schon in den Achtzigerjahren hatte ein Kanadier, dessen Vorfahren aus Fernost eingewandert waren, gegen stereotype Darstellung geklagt - ohne Erfolg. Wer immer den 'Nussknacker' choreografierte, präsentierte auch weiterhin Trippelschrittchen (für Mann und Frau) mit abgespreizten Zeigefingern und kombinierte dazu lackschwarze Perücken, Bambushüte und Fu-Manchu-Bärtchen. Die Kaffee-Episode wurde mit schwüler Haremserotik gewürzt und in Pluderhosenoptik serviert. Traditionalisten stört das bis heute nicht, Postkolonialisten dagegen möchten die Karikaturen am liebsten für immer entsorgen. Hierzulande wird der Streit im Stil eines Glaubenskrieges inklusive persönlicher Schmähungen ausgetragen. Das führt nicht nur auf den Holzweg, sondern wirkt im internationalen Vergleich ziemlich provinziell."

Außerdem: Im Tagesspiegel freut sich Nadine Lange auf die musikalische Lesung "Nonbinary" zum Andenken an den Künstler und Musiker Genesis P-Orridge an der Berliner Volksbühne. Besprochen wird Oliver Frljić' Kirchenstück "Das Himmelreich wollen wir schon selbst finden" am Schauspiel Köln ("eine grandios illustrierte Geschichtsstunde und Kirchenkritik", meint Dorothea Marcus in der taz), Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Lessings "Minna von Barnhelm" in Düsseldorf (SZ), John Neumeiers "Dornröschen" an der Hamburger Staatsoper (FAZ) und Béatrice Lachaussées Inszenierung von Humperndincks "Hänsel und Gretel" an der Oper Köln (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.12.2021 - Bühne

Allmählich gehen Peter Laudenbach in der SZ die Vorwürfe gegen die Intendanten deutscher Bühnen zu weit, ihm drängt sich der Verdacht auf, dass Macht und Machtmissbrauch fast schon gleichgesetzt werden. Zumal es an der Volksbühne mit ihrem hierarchiefreien Gegenmodell unter René Pollesch, naja, eher nicht so gut läuft, wie er schreibt: "Wer Teil der angeblich kollektiven Leitung des Theaters ist, blieb lange Polleschs Geheimnis. Klar ist nur, dass er den Intendantenvertrag, die damit verbundenen formalen Entscheidungsbefugnisse und das Intendantengehalt hat. Vor Kurzem hat er gelüftet, wer zu den 'Träger:innen der Intendanz' gehört - unter anderem die Schauspieler Martin Wuttke und Kathrin Angerer, die sich in den ersten Pollesch-Inszenierungen gleich mal selbst besetzten. Weiter zählen die Musikkuratorin Marlene Engel, zwei Dramaturginnen, die Leiterin des Jugendtheaters, Vanessa Unzalu Troya, und der Bühnenbildner Leonard Neumann dazu, der am Haus bisher zwar nur ein einziges Bühnenbild zustande gebracht hat, aber immerhin der Sohn der Volksbühnenlegende Bert Neumann ist. 'Die da sind, sind da und werden gehört', erklärt Unzalu. In jedem konventionellen Leitungsgremium mit formalisierten Zuständigkeiten herrscht größere Transparenz als in diesem Buddy-Verein."

Samt und Pailletten in Paul Abrahams "Blume von Hawai". Foto: Jan Windszus / Komische Oper

An der Komischen Oper Berlin hat Barrie Kosky seine letzte Premiere gegeben, mit Paul Abrahams leicht abstruser Operette "Die Blume von Hawaii". Im Tagesspiegel bedankt sich Frederik Hansen bei dem Intendanten, der einem Genre kräftig die Staubschicht abgebürstet hat: "Überschäumende Lebenslust und heiße Jazz-Rhythmen, freche Dialoge, schlagfertige Gags, Schlagertexte voller Wortspielereien, das kennzeichnet die Erfolgsstücke der Zeit - die sich allesamt auch als Plädoyers für Toleranz jenen gegenüber lesen lassen, die abseits der Normen leben (wollen). Hinreißend komische, paillettenglitzernde, selbstironische Produktionen waren da zu erleben, Dostals 'Clivia' mit den Geschwistern Pfister, 'Die Perlen der Kleopatra' von Oscar Straus, Dagmar Manzel und Max Hopp als virtuoses Duo in sämtlichen Rollen von 'Eine Frau, die weiß, was sie will'...Schön war sie, die große Operettenreise durch die Weimarer Republik mit Barrie Kosky als leidenschaftlich kenntnisreichen Fremdenführer."

Besprochen werden Oliver Frljić' Kirchenstück "Das Himmelreich wollen wir schon selbst finden" am Schauspiel Köln (SZ), Anne Lenks Inszenierung von Kleist "Zerbrochnem Krug" am Deutschen Theater in Berlin (SZ, Tsp) und das Tanzstück "Giotto's Corridor" im Wiener Brut-Theater (Standard).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 20.12.2021 - Bühne

Alles ist eitel: Tamer Tahan, Ulrich Matthes, Jeremy Mockridge, Lorena Handschin im "Zerbrochnen Krug". Foto: Arno Declair / DT


Anne Lenk hat am Deutschen Theater Kleists "Zerbrochnen Krug" mit Ulrich Matthes als Dorfrichter Adam inszeniert, und Nachtkritikerin Elena Philipp kann nur staunen, wie mühelos Lenk dabei dem Stück gerecht wird und es dennoch mitten in der Gegenwart platziert: "Spannend ist die Inszenierung aber nicht wegen des konsequenten plot twists zum Schluss: Richter Adam wird selbst angeklagt. Spannend ist dieser 'Zerbrochne Krug', weil hier dramaturgisch jedes Detail stimmt, die Dynamik, der Rhythmus, das Zusammenspiel des durchweg famosen Ensembles. Gedanklich durchdrungen wirkt der Text. Obgleich es weitgehend das Original ist, das die Schauspieler:innen sprechen, wirkt der komplexe Kleist'sche Satzbau in ihrer Diktion direkt und ungekünstelt."

Besprochen werden außerdem Christoph Marthalers Inszenierung von Franz Lehars "Giuditta" am Münchner Nationaltheater (von der sich Jan Brachmann in der FAZ "etwas mehr Phantasie und Liebe zum Stück" gewünscht hätte, SZ), Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Lessings "Minna von Barnhelm" (Nachtkritik), Bastian Krafts Inszenierung "Die Schwerkraft der Verhältnisse" am Wiener Burgtheater (Nachtkritik), Gustav Ruebs Inszenierung von Tom Lanoyes "Königin Lear" am Darmstädter Staatstheater (FR) und Oliver Frljić' Stück über den Dombau im Kölner Schauspiel (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.12.2021 - Bühne

Sehr bewegt erlebt Nachtkritiker Janis El-Bira Helgard Haugs fast wortloses Stück "All right. Good night" am Berliner Hebbel am Ufer, in dem die Rimini-Protokoll-Regisseurin das spurlose Verschwinden des Flugzeugs MH370 über dem Ozean mit der Demenz des Vaters kurzschließt: "Haug hat aus der Parallelität von dem Einen, der noch da ist, aber schon fort scheint, und den Vielen, die fort, aber allgegenwärtig sind, einen Text entworfen, der zu den schönsten und berührendsten, durchaus auch traurigsten dieses Theaterjahres zählen muss. Man wünscht ihm ein Nachleben in vielen Formen, als Buch oder Hörspiel, damit man sich festhalten kann an seinen Bildern, die so beredt gleichzeitig von der Katastrophe am Himmel und im Kopf zu sprechen verstehen: Die Batterien des Funkschreibers, die zu früh abgelaufen waren, die krakelige letzte Vater-Handschrift, 'krumm wie Moorstelzen', die 'Kontaktpunkte' und 'handshakes', mit denen die Familie versucht, dem Dementen einen Weg durch den Alltag zu bahnen."

Im Tagesspiegel schreibt Patrick Wildermann: "Über einen Zeitraum von acht Jahren verfolgt Helgard Haug in dieser großartigen Arbeit das langsame Verblassen. Sie lässt Hinterbliebene des Unglücksfluges zu Wort kommen, die Tag für Tag ohne Antworten leben müssen, auch damit, dass es ohne Leiche kein Begräbnis geben kann. Und sie erzählt von einer Krankheit ohne Chance auf Heilung, die ans Existenzielle rührt. Was ist das Selbst, was bedeutet Würde?"

Außerdem: Im taz-Interview mit Susanne Lange spricht der österreichische Kabarettist Joseph Hader über sein neues Bühnenprogramm "Hader on Ice", toxische Männlichkeit und Cancel Culture: "Das passiert ja meistens bei Kollegen, die das auch wirklich todernst meinen, was sie auf der Bühne sagen. Da finde ich es nicht ungerecht, dass man sie beim Wort nimmt und sie Widerspruch erhalten. Das ist Demokratie." In der SZ geht Egbert Tholl Erfolg und Zauber von Weihnachtsmärchen auf den Bühnen nach.

Besprochen werden Robin Hawdons "Wochenend-Affären" in der Komödie Frankfurt (FR).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.12.2021 - Bühne

Viele Opernhäuser müssen demnächst renoviert werden, das wird teuer, ahnt Reinhard J. Brembeck in der SZ: 600 Millionen in Köln, eine Milliarde in Stuttgart. Auch die Häuser in Frankfurt, Düsseldorf, Nürnberg und Augsburg an, Berlins Komischer Oper und das Münchner Nationaltheater stehen an. "Allerdings ist der Rechtfertigungsdruck für öffentlich gezahlte Kulturausgaben und speziell für Opernhaussanierungen besonders hoch: Braucht man das überhaupt? Ist das nicht bloß Luxus für Reiche? Das sind durchaus berechtigte Fragen", so Brembeck. "In Stuttgart wurde jetzt eine kleine Bürgerbefragung gemacht, die ein Okay zur Sanierung signalisierte. Dort weiß man, dass die 500 000 Opern- und Ballettkarten von 350 000 Menschen gekauft werden. Das ist alles andere als eine kleine Reichenelite, Stuttgart hat nicht einmal doppelt so viele Einwohner. Und es zieht nicht nur Stuttgarter in ihre legendäre Oper."

Düsseldorf wird gleich ein neues Opernhaus bekommen, weil die Sanierung des alten unwirtschaftlich wäre, hat die schwarz-grüne Regierungskoalition mit Stimmen der FDP und SPD beschlossen, berichtet außerdem Alexander Menden, und für Olaf Przybilla sind die Renovierungsarbeiten in Nürnberg ein Testfall, ob das Publikum den Bühnen in die Ausweichquartiere folgt.

Thomas Oberender soll nach Recherchen eines RBB-Teams im Juni seinen Posten als Intendant der Berliner Festspiele nach Vorwürfen des Machtmissbrauchs aufgeben haben, meldet die nachtkritik.  Ob das so stimmt, kann Rüdiger Schaper im Tagesspiegel auch nicht sagen, weil Monika Grütters und Oberender schweigen. Grundsätzlich ist Schaper jedoch einverstanden damit, dass Theaterleiter immer öfter auch wegen Mobbingvorwürfen gehen müssen: "Sexistische Übergriffigkeit, rassistisches Verhalten, Drohgebärden, Gebrüll und anderes offenbar klassisches Führungsverhalten werden inzwischen sanktioniert. Nicht immer, aber immer häufiger. Ein Kulturwechsel findet statt. Dass es dabei auch zu zweifelhaften, unklaren oder ungerechten Bewertungen kommen kann, lässt sich bei einem Umschwung dieser Größenordnung kaum vermeiden. Denn es geht nicht nur um eine veränderte Kultur der Arbeit zumal in künstlerischen Berufen. Es geht auch um einen Generationenwechsel, um Karrieren. ... Der Intendant, meist Gutverdiener, trägt viel mehr als die künstlerische Verantwortung."

Besprochen werden Brigitte Venators und Karin Beiers Projekt "Aus dem Leben", das Gespräche über den Freitod montiert (in der FAZ fragt Irene Bazinger leicht ratlos: "Was bringt ein Projekt wie 'Aus dem Leben', während sich draußen im Land Tausende radikalisieren, die den Tod von anderen billigend in Kauf nehmen, weil sie sich nicht impfen lassen wollen?", nachtkritik), die konzertante Uraufführung von Adrian Gaspars Kammeroper "Romano Kidipe" im Frankfurter Gallus-Theater (FR) und Choreografien von Jérôme Bel und Boris Charmatz beim Festival d'automne in Paris (FAZ).