Helmut Mauró
unterhält sich für die
SZ mit dem
Tenor Piotr Beczala, der in Salzburg einen öffentlichen
Meisterkurs gab. Den besten Unterricht im Singen bekommt man allerdings nicht bei einem Gesangslehrer, erklärt ihm Beczala. "'Ein Gesangslehrer hat einen entscheidenden Nachteil: dass er
selber singt', sagt Beczala. 'Das heißt,
er vergleicht, was er bei seinem Studenten erreichen will, mit sich selber.' Und nachdem es eher selten ist, dass ein Gesangsprofessor auch auf der Bühne glänzt, werden mit dem Unterricht auch
Zweifel tradiert, Probleme, Unsicherheiten. Bei Beczala geht es dagegen um die
reine Stimmtechnik, 'um den Motor, der laufen muss, der die nötige Leistung bringen soll'. Beczala liebt Auto-Vergleiche. 'Das Musikalische liegt beim Sänger, der Lehrer muss sich um die Technik kümmern. Das bietet das Ausbildungssystem in den
östlichen Staaten, Polen, Russland, Litauen besser, da gibt es auch bessere Gesangsprofessoren, die sich
nicht selber in den Vordergrund stellen, sondern wirklich versuchen, etwas mit dem Studenten zu erreichen.'"
Weiteres: Ralph Bollmann schickt der
FAS ein
Stimmungsbild aus den deutschen Theatern, die in der neuen Saison zaghaft anfangen, Besucher zu umwerben: "Auf ihrem jüngsten Jahrestreffen im Mai beschlossen die Intendanten, sich künftig stärker dem 'Audience Development' zu widmen." Für die
taz erkundet René Hamann die
Theaterprogramme für den Herbst.
Besprochen werden
Stefan Puchers Inszenierung von Shakespeares "Julius Caesar" beim Lausitz Festival (
nachtkritik, FAZ) und
Constanza Macras' Choreografie "Hillbrowification" auf der Ruhrtriennale (
nachtkritik).