Anna Biselli
liest in
Netzpolitik die Antwort der Bundesregierung auf eine Abgeordneteneingabe zur Frage, warum
Edward Snowden nicht nach Berliner eingeladen wird, und findet sie nicht nur ignorant, sondern auch zynisch: "Es wird überdeutlich, dass die Bundesregierung die Bedeutung von Snowdens Handlungen
massiv herunterspielt. Das einzige Verdienst, das man ihm zugesteht, ist, dass die Medienberichterstattung eine "intensivere öffentliche Debatte" geschaffen habe und das Bewusstsein für Informationssicherheit geschärft worden sei."
Heute startet "Citizenfour",
Laura Poitras" Film über Edward Snowden. Im
Gespräch mit der
Welt spricht sie über die Massenüberwachung und setzt auf verändertes Bewusssein und
neue Technologie: "Ja, die Leute benutzen Google immer noch, weil sie dessen Bequemlichkeit schätzen. Aber was wird geschehen, wenn eine
Suchmaschine kommt, die glaubwürdig unsere Privatsphäre respektiert - und ähnlich gute Resultate liefert? Genau das wird geschehen. Es ist nur eine Frage der Zeit."
Die Grünen haben im Bundestag einen Vorstoß unternommen, den
Schutz von Whistleblowern gesetzlich festzuschreiben,
meldet "Chr" in der
taz. Dafür soll das "
rechtmäßige Offenbaren von Staatsgeheimnissen" im Strafgesetzbuch verankert werden: "Danach handelt ein Whistleblower "nicht rechtswidrig", wenn er "Staatsgeheimnisse zum Zweck der Aufklärung, Verhinderung oder Beendigung einer Grundrechtsverletzung oder schweren sonstigen Rechtsverletzung oder der Begehung einer schweren Straftat offenbart, wenn Abhilfe nicht rechtzeitig zu erwarten ist und das öffentliche Interesse an der Weitergabe der Information das Geheimhaltungsinteresse erheblich überwiegt.""Weiteres: Aus der Tatsache, dass nun auch die von der CSU durchgesetzte
Maut zu einem potenziellen Überwachungssystem wird,
schließt Sascha Lobo in seiner
Spiegel online-Kolumne: "Was
technisch machbar ist, wird gemacht, wenn die Gesellschaft nicht offensiv und konsequent dagegen arbeitet."