Stichwort

Berlin

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9punkt 20.10.2021 […] r Folgeschäden." In Berlin wird so fröhlich über die nächste Koalition verhandelt, als hätte es die blamablen Fehler bei der Wahlorganisation nie gegeben, staunt in der SZ Jens Bisky, der die halbgaren Entschuldigungen - Großstadt ist nun mal chaotisch - nicht mehr hören kann: "Um sich das Desaster vor Augen zu führen: Es ist etwas grundsätzlich anderes, ob ich, wie in Berlin üblich, monatelang auf […] einen Termin auf dem Standesamt warte - oder ob in Berlin die Regeln freier, gleicher und geheimer Wahlen verletzt werden. ... Wer jetzt zur Tagesordnung übergeht, gefährdet die Selbstachtung der Stadtgesellschaft und sorgt dafür, dass sie ihr wichtigstes Problem verkennt: Die dysfunktionale Verwaltung dieser Stadt ist das entscheidende Problem der Berliner Gegenwart." […]
9punkt 06.10.2021 […] desaströse Ausmaß der Wahlorganisation in Berlin, das aber niemanden wirklich verwundern kann, der schon mal versucht hat, einen Termin bei einem Berliner Amt zu bekommen. Das Wahlchaos sei ein "Sinnbild für den Zustand der Verwaltung", in der die Technik veraltet ist und sich die unterbesetzten Mitarbeiter immer häufiger krank melden: "Für jede Ummeldung muss man in Berlin persönlich auf dem Amt erscheinen […] er auch seinen Verwandten gebe: Man solle sich den Wecker auf zwei Uhr morgens stellen, Computer anwerfen, 'dann finden Sie am besten einen Termin'." Laut Welt sollen auch Jugendliche unter 18 in Berlin bei der Bundestagswahl gewählt haben. Der Wahlsieg von Olaf Scholz markiert einen "Epochenwechsel", glaubt der Philosoph und Ex-SPD-Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin in der Welt und stellt […]
Efeu 06.10.2021 […] Das Berliner ICC darf nicht abgerissen werden, es steht jetzt unter Denkmalschutz und jeder Abriss schadet dem Klima, also lernt FAZ-Kritiker Niklas Maak lieber gleich seine "konvulsivische Schönheit" eines Weltraumbahnhofs zu schätzen und freut sich, dass die Berliner Festspiele das Gebäude unter dem Titel "The Sun Machine Is Coming Down" zehn Tage lang von der Kunst bespielen lassen: "Der erste Eindruck: […] Eindruck: Das ICC sieht noch außerirdischer aus als damals, als es vollgerümpelt war mit bundesrepublikanischer Kongresstristesse, mit Stehtischen und hässlichen Tablettenherstellerständen und der ganzen Berliner Momper-Diepgen-Gemütlichkeit und so etwas von seinem utopischen Glanz einbüßte. Jetzt, leer, im Halblicht der noch funktionierenden Neonröhren, wirkt es so schön und fremd wie ein gerade vom Meeresgrund […]
Efeu 12.06.2021 […] n der Verbindung, dass Politik in Geschichten steckt.' In wenigen Romanen kann man das Berlin von heute denn auch so gut erkunden wie in Stellings Texten. Ihre Stadt ist kein Freiraum für Sehnsüchte mehr, wie in den Berlin-Romanen von Judith Hermann oder David Wagner. Die Träume der Neunzigerjahre, als in Berlin noch alles frei und leer war, sind zu Ende, die Träumer damit beschäftigt, ihre Miete […] Für die SZ spaziert Verena Mayer mit der Schriftstellerin Anke Stelling durch den Berliner Prenzlauer Berg, auf dessen Milieu die Autorin in ihren Romanen immer wieder kritisch zu sprechen kommt - was in ihrer Nachbarschaft bereits zu einigen Zerwürfnissen geführt hat. Auch die Berliner Wohnpolitik spielt in ihre Arbeiten mit hinein. Zwar glaube sie nicht, "dass ihre Literatur politisch etwas verändern […]
9punkt 11.05.2021 […] Vergesellschaftung geführt. Die Initiative für das "Volksbegehren Deutsche Wohnen und Co. enteignen" hat nun einen Gesetzentwurf vorgelegt, der darlegt, wie diese Vergesellschaftungen von Wohnraum in Berlin funktionieren sollen. Erik Peter erläutert ihn in der taz: "Der Kernsatz des elf Paragrafen umfassenden Gesetzentwurfs befindet sich in Paragraf 1 unter dem Titel 'Vergesellschaftung'. Dort heißt es: […] nicht die Unternehmen selbst, sondern die ihnen gehörenden, zu Wohnzwecken dienenden Grundstücke." In der Welt plädiert Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, für eine Freigabe der Impfstoff-Patente. Länder wie Indien hätten kein Problem, einen Impfstoff herzustellen, meint er. Und den Pharmakonzernen würde es auch nicht schaden, die würden einfach nur […]
9punkt 19.03.2021 […] Verfahren. Das wird nur simuliert." Im Interview mit Susanne Memarnia von der taz warnt der grüne Berliner Justizsenator Dirk Behrendt vor "antimuslimischem Rassismus", stellt sich aber trotz Vorwürfen rechtsextremer Aktivitäten in Behörden vor seine Beamten. Er ist zuversichtlich, dass das Berliner Neutralitätsgesetz, das einzig von der SPD verteidigt wird, in den kommenden Prozessen kippt: "Dass […] SPD nun diese Schleife über Karlsruhe eingelegt hat, ist für die Betroffenen bedauerlich, sie müssen noch etwas auf die Durchsetzung ihrer Rechte warten. Aber am Ende des Tages werden wir auch an Berliner Schulen Lehrerinnen und Lehrer erleben, die religiöse Symbole tragen." Anfangs sah es so aus, als schlügen sich die Amerikaner besonders schlecht in der Coronakrise, nun bewerben sich die Europäer […]
Efeu 15.12.2020 […] "Das Damengambit": In der Hauptrolle - Berlin, hier als Moskau. Im Vordergrund: die US-Schauspielerin Anya Taylor-Joy (Bild: Netflix)Thomas Abeltshauser spricht im Freitag mit Stefan Wöhleke, der die Berliner Drehorte für die Netflix-Erfolgsserie "Das Damengambit" ausfindig gemacht hat. Dass Berlin Paris, Moskau, Las Vegas und Mexiko-Stadt spielen kann - lediglich ein paar Landstraßen-Aufnahmen mussten […] selbst überrascht, wie gut die Locations hier funktioniert haben. ... Aber Berlin hat da in seiner architektonischen Vielfalt auch sehr viel zu bieten. Noch, denn durch den Neubau-Einheitsbrei geht mehr und mehr verloren" und "vieles in Berlin ist saniert oder so voller Modernismen, dass es unbrauchbar ist." Der Tip hat die Berliner Drehorte genau aufgeschlüsselt. Besprochen werden Julia Harts "I'm Your […]
Efeu 26.09.2020 […] Zownir, ohne Titel, aus der "Berlin Noir" Serie, 1979Ganz "unsentimental" zeigt die Foto-Ausstellung "Berlin, 1945 - 2000" in den Berliner Reinbeckhallen die Stadt im Wandel und die Parallelen über Grenzen und Generationen hinweg, staunt die Schriftstellerin Annett Gröschner auf ZeitOnline: "Rudi Meisel reiste in den Achtzigerjahren im Auftrag verschiedener Magazine nach Berlin und fotografierte auf beiden […] der Künstler Vadim Fishkin die leidigen Reisebeschränkungen." Besprochen wird die Ausstellung "Jürgen Wittdorf: Lieblinge" im Berliner Kunstverein Ost (Welt) und die Installation "Dolorem Ipsum" der georgischen Künstlerin Anna K.E. in der Berliner Galerie Thumm (Berliner Zeitung). […] und aus der Welt gefallene Randexistenzen - zu dokumentieren. Die Häuser sind kaputt, die Straßen stehen still und jedes Haus scheint in einen feuchten Keller zu führen. Die junge Fotografin zeigt Berlin als eine erloschene Stadt, die das 'Gefühl einer archäologischen Stätte verströmte', an den Fassaden Informationen aus einer anderen, unbegreiflichen Epoche." Weiteres: Ein wenig analoge Kunst entdeckt […]
9punkt 19.09.2020 […] Der Berlin-Teil der taz widmet sich den Reichen der Stadt (natürlich mit dem Ziel der Umverteilung). Interessant ist Susanne Memarnias Gespräch mit dem Historiker Hanno Hochmuth, der die Honoratioren- und Handelsstadt Hamburg mit der einstigen Industriellenstadt Berlin vergleicht: "Ich würde mich sogar zu der These hinreißen lassen, dass in Hamburg Abstammung eine viel, viel größere Rolle spielte als […] als in Berlin. Berlin war schon immer, spätestens aber seit dem 19. Jahrhundert, eine Stadt der Newcomer. Über Generationen gewachsene familiäre Netzwerke waren hier nie so wichtig." […]
9punkt 28.08.2020 […] Auch das Land Berlin muss jetzt Lehrerinnen mit Kopftuch zulassen, berichtet Susanne Memarnia in der taz. Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass sich Berlin dem dementsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts unterwerfen muss. Das Berliner Neutralitätsgesetz ist hier hinfällig. In der Berliner rot-rot-grünen Koalition war es darüber zu Konflikten gekommen: "Die SPD wollte das Gesetz bisher […] bisher unverändert lassen. Ihr Hauptargument: Bei den sich häufenden Religionskonflikten an Berliner Schulen könnten kopftuchtragende Lehrerinnen nicht die gebotene überparteiliche Rolle einnehmen; insbesondere Mädchen, die von der Familie und/oder muslimischen MitschülerInnen zum 'Tuch' gedrängt würden, könnten von einer Kopftuch-Lehrerin kaum Hilfe erwarten. (...) Die Grünen, allen voran Justizsenator […] ich-religiöser Neutralität' verbirgt sich nichts anderes als die zur Normalität verklärte Mehrheitskultur." Und auch Alan Posener freut sich in der Welt über diese Zulassung religiöser Zeichen an Berliner Schulen: "Als seien mündige Bürger nicht in der Lage, zwischen den zwei Körpern des Staatsdieners zu unterscheiden, dem offiziellen und dem privaten. Als seien Richterin, Lehrer und Polizistin nicht […]