Die Vodafone-Tochter Cable & Wireless hat nicht nur für den
britischen Geheimdienst GCHQ gearbeitet - sie hat ihm glatt gehört,
berichtet das medienübergreifende Recherchenetzwerk von
WDR,
NDR und
SZ nach Durchsicht von weiteren Snowden-Papieren: "Der Tarnname des vor zwei Jahren von Vodafone übernommenen Unternehmens lautete offenbar "
Gerontic". Kalendereinträge zeigen, dass es ein "gemeinsames Projektteam" von Gerontic-Mitarbeitern und Geheimdienstleuten gab." Eine nützliche Kooperation, wie es scheint: "GCHQ hielt in einer Datei fest, dass der Dienst auf insgesamt
63 Unterseekabel zurückgreifen konnte."
Zur
Überwachung von Aktivisten und Journalisten setzen Regierungen weltweit Trojaner ein - das Bundeskriminalamt bereitet gerade die Neuauflage des "Staatstrojaners" vor (mehr
hier). Die Initiative
Resist Surveillance bietet nun mit "Detekt" ein Open-Source-Tool an, das die Schadsoftware erkennen soll,
berichtet Eike Kühl auf
Zeit digital: "Acht bekannte Trojaner erkennt Detekt, die alle ähnlich funktionieren: Die Nutzer laden eine Datei aus dem Internet herunter, indem sie auf entsprechende Links oder E-Mail-Anhänge klicken. Einmal installiert, können die Trojaner nicht nur verfolgen, was auf dem Bildschirm passiert, sondern auch
Skype-Gespräche mithören oder die Webcam eines Laptops aktivieren."