Magazinrundschau - Archiv

The New York Times

802 Presseschau-Absätze - Seite 52 von 81

Magazinrundschau vom 15.01.2008 - New York Times

"Moralisch zu urteilen ist ein psychologischer Zustand, der an- und ausgeschaltet werden kann", erklärt der Psychologe Steven Pinker in einem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Artikel im Magazin über die Funktionsweise der Moral. "Aber ob eine Handlung unsere mentalen Schalter in den moralische Modus setzt, richtet sich nicht nur danach, wieviel Schaden sie anrichtet. Einem Mann, der die Batterien seines Rauchmelders nicht auswechselt oder mit seiner Familie im Auto in den Urlaub fährt, zeigen wir unsere Missbilligung nicht, obwohl beides das Risiko eines tödlichen Unfalls erhöht. Einen spritfressenden Hummer zu fahren, ist verwerflich, nicht aber, einen spritfressenden alten Volvo. Einen BigMac zu essen ist verantwortungslos, aber nicht importierten Käse oder Creme brulee. Die Gründe für diesen doppelten Standard sind offensichtlich: Menschen neigen dazu, ihre moralische Anschauungen ihrem Lebensstil anzupassen."

In der Sunday Book Review empfiehlt Andrew Rosen Anthony Lewis' Buch "Freedom for the Thought That We Hate", einer Biografie des ersten amerikanischen Verfassungszusatzes, die den Mut vor allem der Richterschaft feiert, die freie Meinung auch dann zu schützen, wenn sie sehr weh tut. Timothy Noah liest Jacob Heilbrunns Studie über den Aufstieg der Neocons "They Knew They Were Rights". Und Liesl Schillinger liest Bernhard Schlinks und Paul Merciers nun ins Englische übersetzte Vergangenheitsbewältigungsromane "Die Heimkehr" und "Nachtzug nach Lissabon".

Magazinrundschau vom 08.01.2008 - New York Times

Die Sunday Book Review hat eine große Sonderausgabe mit Rezensionen und Essays zum Thema Islam.

Darin beklagt die Autorin Lorraine Adams, dass der allergrößte Teil der Literatur islamischer Autorinnen und Autoren hinter einer Art Literaturbetriebs-Burka verborgen bleibt: "Viele Amerikaner begreifen nicht, dass Muslime Araber, Afrikaner oder Asiaten sein können, von Europäern oder Amerikanern ganz zu verschweigen... Nichts wissen wir über das ganze Spektrum des Islam in den Leben von Autoren und ihren Figuren. Es gibt säkulare Muslime, die von der Kultur beeinflusst sind, aber die Religion nicht praktizieren; moderate Muslime, die sie praktizieren, aber tolerant sind; und radikale Fundamentalisten, anti-westlich und mörderisch. Eine Verallgemeinerung freilich trifft zu: Ein großer Teil der zeitgenössischen muslimischen Literatur wird nie ins Englisch übersetzt."

Der reformorientierte Islam-Prediger Tariq Ramadan erklärt, was es heißt, den Koran zu lesen, und betont dabei die Pluralität möglicher Lektüren und Interpretationen: "Genauso wie wir das Werk eines menschlichen Autors, vom Marx bis Keynes, auf engstirnige und rigide Weise lesen können, können wir uns auch der göttlichen Offenbarung auf diese Weise nähern. Stattdessen sollten wir aber kritisch, offen und genau sein."

Die Publizistin, Ex-Politikerin und Politikberaterin Ayaan Hirsi Ali bespricht Lee Harris' beinahe apokalyptische Zukunftsprognose "Der Selbstmord der Vernunft". Harris argumentiert darin, dass der Westen mit seinem Glauben an die Vernunft den expansiven Fanatismus, der den Islam fundamental ausmacht, nicht begreifen kann und ihm deshalb unterliegen wird. Hirsi Ali sieht sich selbst als Beispiel dafür, dass, anders als Harris meint, auch die zum Islam Erzogenen nicht zum Fanatismus verdammt sind: "Ich bin nicht im Westen geboren. Ich bin nach den Lehren des Islam erzogen und bekam von Geburt an die geistigen Vorstellungen eines Stammes indoktriniert. Aber ich habe mich verändert, ich habe die Werte der Aufklärung übernommen... Warum habe ich das getan? Weil das Leben in einer Stammesgesellschaft brutal und entsetzlich ist." (Um Ayaan Hirsi Ali, Tariq Ramadan und ihre Positionen zum Islam kreiste auch die große Debatte bei Perlentaucher und signandsight.com - die Beiträge sind inzwischen auch im Band "Islam in Europa" nachzulesen.) Besprochen wird außerdem Matthias Küntzels Buch "Jihad and Jew-Hatred" über die frühen Beziehungen zwischen Islamismus und Nationalsozialismus (mehr auch hier).

Weitere Artikel: Fouad Ajami, Professor für Nahost-Studien, gesteht, dass er Samuel Huntingtons von ihm einst bekämpfte Positionen zum "Kampf der Kulturen" heute für beängstigend plausibel hält. Besprochen werden außerdem John Kelseys Studie über den "gerechten Krieg" im Islam und das Buch "Amerikanischer Halbmond" des in den USA lebenden schiitischen Predigers Hassan Qazwini. Auch im Magazine findet sich ein zum Thema passender Artikel. Nicholas Schmidle informiert über den wachsenden Einfluss der Taliban vor allem auf die jüngere Generation von Islamisten in Pakistan.

Magazinrundschau vom 29.12.2007 - New York Times

Joshua Hammer, lange Zeit Afrikakorrespondent von Newsweek, hat für eine interessante Reportage im Sunday Magazine der Times den Norden Kenias besucht, wo ein Großteil der muslimischen Minderheit des Landes lebt. Hier bewarben sich für die gestrigen kenianischen Wahlen der Politiker Joseph Lekuton, dem man seine Nähe zu den USA vorwirft, und Abubakar Godana Harugura, dem man eine Nähe zum Islamismus nachsagt - und die Politik gerät in ein Raster, das dieser Region bislang fremd war: "Und bald geriet ich selbst hinein, denn es kamen Gerüchte auf, dass ich von der CIA bin und dass Harugura festgenommen und außer Landes gebracht worden war. Nichts von alledem war wahr, aber es zeigt, dass schon die Anwesenheit eines amerikanischen Reporters in einem unberechenbaren Wahlkampf unvorhersehbare Effekte haben kann."

Im Aufmacher des Sunday Magazines beobachtet Matt Bai die Clintons beim Wahlkampf. In der Book Review erinnert die Literaturprofessorin aus Harvard Leah Price daran, das vor Internet und Fernsehen das Buch als böses Medium galt - im 18. Jahrhundert war's. Mädchen durften nicht alleine lesen.
Stichwörter: Islamismus, Wahlkampf, Kenia, Bait

Magazinrundschau vom 11.12.2007 - New York Times

Drei Beispiele "islamischer Justiz" gingen in der letzten Woche durch die Weltpresse: die Verurteilung eines 20-jährigen Mädchens, das vergewaltigt worden war, zu 200 Peitschenhieben in Saudi Arabien, die Verurteilung einer Lehrerin im Sudan zu Gefängnis, weil sie es zuließ, dass Schüler ihren Teddy Mohammed nannten, und Fatwas gegen Taslima Nasrin in Indien. Wo waren eigentlich in diesen Fällen die Stimmen der "gemäßigten Muslime" zu hören?, fragte sich Ayaan Hirsi Ali am Freitag in der NYT. "Ich wünschte, es gebe mehr gemäßigte Muslime. Zum Beispiel wünschte ich mir mehr geistige Führung von dem berühmten muslimischer Theologen der Mäßigung Tariq Ramadan. Aber angesichts wirklichen Leidens, wirklicher Grausamkeit im Namen des Islams ist die erste Reaktion all jener Organisationen, die um das Bild des Islams bekümmert sind, stets Leugnung. Wir hören, dass die Gewalt nicht im Koran steht, dass Islam Frieden heißt, dass solche Aktionen eine gewaltsame Aneignung des Islams durch Extremisten seien - und so weiter. Aber die Beispiele häufen sich."

In der Sunday Book Review werden unter anderem eine Biografie über Bernard Malamud und ein Band mit Fragmenten von Malcolm Lowry besprochen. Im Sunday Magazine werden Ideen des Jahres 2007 aufgelistet - darunter die ganz neue Idee zu Tätowierungen in Braille-Schrift.

Magazinrundschau vom 04.12.2007 - New York Times

Daniel Bergner schreibt für das Sonntagsmagazin ein ausführliches Porträt über Booth Gardner, einen ehemaligen Gouverneur des Staates Washington, der nun an Parkinson erkrankt ist und die "größte Kampagne meines Lebens" betreibt, eine Initiative, die um die Erlaubnis für einen von Ärzten assistierten Suizid kämpft: Seine Kampagne "heißt 'Tod in Würde'... Nach dem Gesetz dürften Ärzte sterbewilligen Patienten eine tödliche Dosis Betäubungsmittel verschreiben. Es würde einer Regel des Staates Oregon entsprechen, des einzigen Staates, in dem die Bewegung bisher erfolgreich war. In allen anderen Staaten ist Selbstmord nicht illegal, aber fast überall ist es ein Verbrechen, jemandem dabei zu helfen."

In der Book Review werden "Holiday Books" und die "zehn besten Bücher des Jahres" vorgestellt.

Magazinrundschau vom 27.11.2007 - New York Times

Jamaa Mezuak, ein kleines Viertel in der marokkanischen Küstenstadt Tetouan, produziert überdurchschnittlich viele Selbstmordattentäter. Andrea Elliott schaut sich für eine große Reportage im New York Times Magazine dort um. "Falls es ein Ventil für den Überfluss an männlicher Energie des Viertels gibt, ist das der Fußball. Im Sommer versammeln sich Hunderte von Jungs, um den Spielern zuzuschauen, wie sie in einem alten Betonbecken herumrutschen, manche von ihnen barfuß. Als ich eines Nachmittags im Juli dort am Rand saß, kam ich mit einer Gruppe von Teenagern ins Gespräch. Es ging um ihre Helden. Sie sagten, dass sie Zinedine Zidane verehrten, den Muslim algerischer Abstammung, der die Fußballwelt von Frankreich aus erobert hatte. Sie liebten den Propheten Mohammed. Die bloße Erwähnung von Osama bin Laden verursachte ein Meer an hochgereckten Daumen."

Es gibt viele autobiografische Berichte von Gegnern Stalins. Aber keinen, der die Erfahrungen der Menschen beschreibt, die sich mit dem Regime arrangiert haben. Orlando Figes' "außerordentliches" Buch "The Whisperers. Private Life in Stalin's Russia" erzählt nun davon und ist der ultimative Rüffel für Putins Anstrengungen, Russland eine moralische Amnesie zu verordnen, freut sich Joshua Rubenstein in der Book Review. "Figes liefert entmutigende öffentliche Denunziationsbriefe, 'formelhafte Notizen, die zu Tausenden in der sowjetischen Presse abgedruckt wurden'. Einer schrieb: 'Ich, Nikolai Iwanow, verstoße meinen Vater, einen ehemaligen Priester, weil er viele Jahre lang Menschen in die Irre geführt hat, indem er ihnen erzählte, dass Gott existiert, und das ist der Grund, warum ich alle Verbindungen mit ihm löse.'"

Mit Simon Sebag Montefiores Stalin-Biografie kann Richard Lourie nichts anfangen: "Wie wurden sie so", die Monster der Geschichte? "Hier erfahren Sie es nicht. Simon Sebag Montefiore ... ist nicht ein Historiker, sondern zwei. Der erste ist fähig zu seriösen Recherchen und Einblicken, doch er wird von dem zweiten in den Schatten gedrängt, der Geschichte als Skandal begreift und Geschichtsschreibung als Klatsch. Vanity Fair goes to Lubjanka."

Magazinrundschau vom 20.11.2007 - New York Times

Das Magazine widmet seine Titelgeschichte dem "schlaf-industriellen Komplex", einem Geschäftszweig, der seit wenigen Jahren in ganz erstaunlicher Weise prosperiert: "Es gibt einen Schlafboom, oder auch, wie die Zeitschrift Forbes es im letzten Jahr formulierte, "eine Schlaf-Abzocke". Das Magazin Business 2.0 schätzt, dass die amerikanische Schlafwirtschaft etwa zwanzig Milliarden Dollar im Jahr umsetzt - eingeschlossen sind darin sowohl die mehr als tausend anerkannten Schlafkliniken (manche davon in Bädern), die über Nacht Apnoe-Tests durchführen, als auch zahllose rezeptfreie und pflanzliche Schlafhilfen, Schlafratgeber, Talismane und anderer schlaffördernder Krimskrams. Zia Sleep Sanctuary (Zia Schlafasyl), ein einzigartiger Luxus-Schlafzubehör-Laden in Eden Prairie, Minnesota, hat 'Lichttherapie'-Blendschutzsbrillen, den Zen-Wecker, das Mombasa-Majesty-Moskitonetz und 600 Dollar teure geräuschabweisende Ohrwatte sowie sechzehn verschiedene Matratzen und dreißig Kissen im Angebot. Am stärksten hat freilich die Schlaftabletten-Industrie profitiert. Neunundvierzig Millionen Rezepte wurde im letzten Jahr ausgestellt, das ist eine Zunahme um dreiundfünfzig Prozent seit 2001.
Stichwörter: Luxus

Magazinrundschau vom 13.11.2007 - New York Times

Das Magazine widmet sich dem amerikanischen Westen, dem Western und vor allem dem britischen Schauspieler Daniel Day-Lewis, der in Paul Thomas Andersons neuem Film "There Will Be Blood" einen Ölbaron spielt. Lynn Hirschberg kommt in ihrem Day-Lewis-Porträt immer wieder auf die britischen Ursprünge des von Amerika faszinierten Darstellers zurück: "'Als wir mit dem Dreh von 'There Will Be Blood' anfingen, 'hatten wir Probleme.' Beinahe strahlt er, als er das sagt. 'Aber das, was nicht funktioniert, ist immer das, was einen voranbringt.' Da klingt er doch entschieden eher britisch als amerikanisch. Es ist eine Subtilität in Day-Lewis' Darstellung in diesem Film, die daher rühren mag, dass er von außen an diesen Stoff kommt. Er ist mit Shakespeare aufgewachsen, nicht mit Western, und deshalb hat er auch eine Distanz zu den Klischees von Ölbaronen, Goldsuchern und ihresgleichen."

Weitere Artikel zum Schwerpunkt: Der Filmkritiker A.O. Scott erzählt die Geschichte des Westerns als filmischer Form. Der brasilianische Regisseur Walter Salles ("Central Station") denkt über das Road Movie nach. Philip Weis berichtet über eine neue Spezies von Hollywood-Filmproduzenten, die ausdrücklich Filme für erwachsene und denkende Menschen machen wollen.

In der Book Review stellt Neil Genzlinger Aine Colliers Geschichte des Kondoms vor, die, wie er meint, nicht zuletzt vom menschheitsbeglückenden Triumph des Werkstoffs Gummi berichtet: ""Lebten wir noch im alten Rom, würden Sie vielleicht ein Fell-Kondom tragen, hergestellt aus der Mähne einer Eselin. In der islamischen Welt rund um die erste Jahrtausendwende wäre das Teil wahrscheinlich aus Teer oder flüssigem Blei gewesen... Geburtenkontrolle, heute eine ein bisschen lästige Sache, war jahrhundertelang eher eine Form der Folter. 'Das willst du beim Sex benutzen?', könnte jeder der beiden Partner damals gesagt haben. 'Das ist doch ein Scherz. Das Ding ist aus Baumrinde. Dann doch lieber ein Baby."

Weiteres: Für Richard Brookhiser ist Christopher Hitchens' Buch über Thomas Paine in Wahrheit die Diskussion zweier Bücher, Paines "Die Menschenrechte" und Burkes "Über die Französische Revolution". Jed Pearl schreibt über den dritten und vorletzten, die Jahre 1917-1932 umfassenden, Band von John Richardsons Picasso-Biografie. Und Jay McInerney bespricht Pierre Bayards Ratgeber dazu, wie man über Bücher spricht, die man gar nicht gelesen hat.

Magazinrundschau vom 06.11.2007 - New York Times

Tina Rosenberg ist nach Venezuela gefahren, um für das Sunday Magazine eine diese wunderbaren Recherchen zu schreiben, zu denen nur angelsächsische Medien fähig sind. Sie fragt, ob die verstaatlichte Ölförderung der venzolanischen Wirtschaft wirklich nutzt. Die Profite werden jetzt direkt in Infrastruktur und Bildung gesteckt, konstatiert sie, allerdings über kaum kontrollierbare Fonds, die direkt Hugo Chavez unterstehen. Und andererseits fehlen Bohrtürme: "Da Öl zur Zeit sehr profitabel ist, und die Leute wie verrückt nach Öl bohren, herrscht ein globaler Mangel an Türmen, und ihr Mietpreis ist stark angestiegen. Aber in Venezuela ist der Mangel größer als anderswo. Vor der Nationalversammlung sagte Luis Vierma von der Fördergesellschaft Pdvsa, dass dieser Mangel eine 'bedeutende operationelle Notsituation' darstellt. Das Land braucht 191 solcher Türme, um seine Produktionsziele in diesem Jahr zu erreichen, sagt Vierma. Aber laut Baker Hughes, eine Firma in Houston, die die Standardstatistik für diese Türme erstellt, gibt es nur 73 aktive Türme in Venezuela."

In der Book Review liest Caroline Weber mit Gewinn Graham Robbs Studie "Discovery of France - A Historical Geography From the Revolution to the First World War" (mehr hier), die herausfindet, dass Frankreich "kein einheitlicher kultureller Monolith ist, sondern eine große Enzyklopädie von Mikrozivilisationen". Besprochen werden außerdem eine Biografie über Bette Davis, John Updikes Essays (Auszug), besprochen von Christopher Hitchens, Alan Kramers "wichtiges Buch" "Dynamic of Destruction - Culture and Mass Killing in the First World War" (mehr hier) , eine "Philosphie des Weins" und Bücher über die Amtszeiten George W. Bushs.

Magazinrundschau vom 09.10.2007 - New York Times

In Großbritannien sieht das Recht bei Verleumdungsklagen die Beweislast beim Beschuldigten - damit sind, wie ein aktueller Fall beweist, Autoren leicht unter Druck zu setzen. Und nicht nur solche, die in Großbritannien publizieren: "Der aktuelle Fall hat die Besorgnis ausgelöst, dass das englische Verleumdungsrecht Autoren weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus mundtot macht. Es unterliegt nämlich offenbar jedes Buch, das man in England online kaufen kann, auch dann dem englischen Verleumdungsrecht, wenn es ausschließlich in einem anderen Land veröffentlicht worden ist. Deshalb sind Verleger und Buchhändler in großer Sorge, dass sich etwas wie ein 'Verleumdungstourismus' entwickeln könnte: Ausländer, die andere Ausländer in England (oder anderswo) verklagen und die Urteil zur Einschüchterung von Autoren in anderen Ländern, die Vereinigten Staaten eingeschlossen, nützen."

Besprochen werden unter anderem die Tagebücher des liberalen Publizisten und Kennedy-Fahrensmanns Arthur J. Schlesinger, Philip Roths neuer Roman "Exit Ghost", Grahams Swifts Roman "Tomorrow", ein Buch über den Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan und das Buch des Country-Sängers und Krimi-Autors Kinky Friedman über seinen gescheiterten Versuch, der erste jüdische Gouverneur von Texas zu werden.