
Warum sind
Wahlwerbespots immer so schlecht? Joshua Green
wundert sich, warum sich seit den fünfziger Jahren weder die Texte noch der Ton verändert haben. Dabei gebe es durchaus Werbeleute, die
neue Formate geschaffen hätten. Zum Beispiel
John Brabender, dessen Spot "Ski Patrol" für eine
Bush-Kampagne angedacht war, aber nie ausgestrahlt wurde. "Es beginnt mit einer Kameraeinstellung auf blauen Himmel und unverfälschte Alpenlandschaft. '
Howard Dean wurde ein Aufschub des Wehrdienstes gewährt, nachdem er in einem Musterungsbüro mit einer Röntgenaufnahme aufgetaucht war, die belegte, dass er einen
schlimmen Rücken hatte', sagt
der Erzähler mit der Gott-Stimme. Plötzlich schießt ein
Skifahrer einen schneeigen Abhang hinunter und fährt meisterhaft im Slalom den Berg hinunter. 'Im selben Jahr fuhr Dean achtzigmal Ski - achtzigmal -, so dass er ein fabelhafter Skifahrer wurde und der
perfekte Oberbefehlshaber ... für den Fall, dass wir
gegen die Schweiz in den Krieg ziehen würden.'"
Weitere Artikel: "Wir wissen, dass wir
viel töten, viel gefangennehmen und viele Waffen beschlagnahmen. Das Einzige, was wir nicht wissen, ist, ob das das Gleiche wie Gewinnen ist." Angesichts dieser (natürlich inoffiziellen) Aussage von US-Verteidigungssekretär Donald Rumsfeld
macht Bruce Hoffmann klar, vor welchem Problem die US-Streitkräfte im Irak stehen. Was Marc Bowden an den
Bildern von Abu Ghraib mehr als alles andere
schockiert, ist die Vorstellung,
Donald Rumsfeld habe George Bush nicht von der Existenz der Bilder informiert - obwohl er wusste, dass sie publik werden würden -, weil sie ihn
nicht schockierten. Laura Secor
empfiehlt den UN-Pragmatiker
Lakhdar Brahimi als den Mann, der im Irak gebraucht wird. Joshua Micah Marshall
mutmaßt, dass
John Kerrys Außenpolitik der von
George Bush Senior sehr ähneln würde.
Buchbesprechungen: Tom Carson
stöhnt über
Teenager-Studien, die weitaus
dümmer (und propagandistischer) sind als die Teenager selbst. P. J. O'Rourke kann keine
lärmenden konservative Talkshows mehr sehen und
bemerkt dabei, dass es Mode geworden ist, zu
schreien. In beste idealistische Laune
fühlt sich Christopher Hitchens von
Isaac Deutschers inspirierter - und dreibändiger -
Trotzki-Biografie ("The Prophet Armed: Trotsky 1879-1921/ The Prophet Unarmed: Trotsky 1921-1929/ The Prophet Outcast: Trotsky 1929-1940) versetzt, und das nicht zuletzt, weil Trotzki hier als das erscheint, was er war: ein
"prophetischer Moralist". Ebenfalls mit großem Interesse hat Robert Conquest
Simon Sebag Montefiores
Stalin-Biografie ("Stalin: The Court of the Red Tsar")
gelesen, in der deutlich wird, welche
"geistige Schwächung" mit dem Stalinismus einherging.
Nur im Print: Robert D. Kaplan hat die
ersten Einheiten der Marines begleitet, die nach der Ermordung von vier Amerikanern
Falludja stürmten.