Spätaffäre

Vorschläge zum Hören, Sehen, Lesen. Wochentags um 17 Uhr

Magier des Gewöhnlichen

24.03.2014. Götz Spielmann erzählt in seinem Episodenfilm "Antares - Studien der Lieben" von Obsessionen im Sternbild des Skorpions und dem Versuch dreier Menschen, aus ihrer  kargen Realität auszubrechen. Der Bayerische Rundfunk bringt Hermann Brochs Trilogie "Der Schlafwandler" als Hörspiel. In der NYRB schildert Maya Jasanoff die gesetzlose Welt der Container-Schifffahrt. Und das TLS lernt von Miko Flohr, wie der Römer seine Toga zum Glänzen brachte.

Fürchte den Goldrausch

21.03.2014. Ian McEwan erklärt, warum Spionage Teil des Daseins ist. Tsai Ming-Liang folgt einem Mönch in Marseille. Keno Verseck stellt den rechtsradikalen Bürgermeister des ungarischen Dorfs Érpatak vor. Und n+1 empfiehlt: Boise ist die Stadt, wo man jetzt leben muss.

Der Vater. Der Macher. Der Erzeuger

20.03.2014. Für heute abend haben wir eine Doku über den vor 26 Jahren gestorbenen kanadischen Jazzmusiker und -komponisten Gil Evans gefunden. Hartmut Rosa, Aleida Assmann, Micael Dahlén und Harald Welzer diskutieren über das neue Regime der Zeit. Le Monde und der Chronicle of Higher Education staunen über das Nachleben Walter Benjamins. Und die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie erzählt von einem "Headstrong Historian".

Paradiesartiges Commonwealth

19.03.2014. Arte zeigt Patrice Chereaus Inszenierung der "Elektra" letzten Sommer in Aix. Das New York Magazine fragt, was macht Sotheby's künftig ohne Chefauktionator Tobias Meyer? Und für's Dradio Kultur lassen sich Irm Hermann, Bruno Ganz, Otto Sander und Elisabeth Trissenaar in der Villa Massimo ermorden.

Dekonstruktion führt zu nichts Substanziellem

18.03.2014. Hamed Abdel-Samad spricht im Fernsehen über sein neues Buch "Der islamische Faschismus". Was ist Stille? Und wann ist Stille? Fragt man im Radio. Die dänische Köchin Kamilla Seidler erzählt in El Pais, wie sie bolivianischen Jugendlichen Kochen und Respekt vor Frauen beibringt. Und im New Yorker denkt Louis Menand über Paul de Mans Methode des Lesens nach.

Besser vergessen, was einmal normal war

17.03.2014. Aljazeera erinnert an die Deportation der Krimtataren durch Stalin vor siebzig Jahren. Die New York Times verfolgt mit Sorge die allmähliche Privatisierung der Wissenschaft in den USA. Arte würdigt Violette Leduc mit einem Porträt. Und Zadie Smith verfällt beim Blick aus dem Fenster in Melancholie.

Schöpfungskraft wächst durch Beschränkung

14.03.2014. Matthew Barney berichtet im SZ Magazin von seiner Arbeit. Apichatpong Weerasethakul lädt auf Arte ins "Mekong Hotel". Dradio Kultur entwirrt das Dickicht der Interessenslagen um Russland und die Ukraine. John von Düffel redet über Wasser. Und Orson Welles über Gott und die Welt.

Ein Slalom um die Zeitumstände

13.03.2014. In ihrem vergnüglichem Animationsfilm "Sita sings the Blues" kombiniert Nina Paley hinduistische Mythologie mit Zwanzigerjahre-Jazz. Men's Journal porträtiert den US-Milliardär Tom Steyer, der die Öl-Lobby mit ihren eigenen Waffen schlagen will. Und Marcel Ophüls erzählt Les Inrocks, warum Spielfilme befriedigender sind als Dokumentationen.

Auf einmal lernte er Japanisch

12.03.2014. Im Magazin der NYT erzählt Ron Suskind, wie sein autistischer Sohn mit Hilfe von Disneyfilmen die Fähigkeit zur Kommunikation wiedererlangte. DRadio Kultur bringt das Hörspiel "Birdy" mit Barnaby Metschurat und Daniel Brühl nach dem Roman von Naomi Wallace. Und slate.fr verkündet: Anpassung ist die neue Abhebung.

Geld und Verstand

11.03.2014. Netzkino zeigt "Elling", Petter Naess' Film über ein reichlich neurotisches Muttersöhnchen, den die Psychiatrie auf die Straße setzt, damit er endlich sein Leben selbst in den Griff bekommt. Die BBC berichtet über Designermode in China. Der Guardian porträtiert die Gründerin der London Review of Books, Mary-Kay Wilmers. Und der New Yorker rollte den Mord an Kitty Genovese neu auf.