Durch eine geleakte Version der "
Watchlist Guidance" erfährt Jörg Häntzschel in der
SZ, wie man auf eine der umstrittenen Listen, etwa die No-Fly-List, die einen bei der Einreise in die USA als
Terrorverdächtigen einstuft, gelangt. Nicht nur der begründete Verdacht reicht, sondern das Regularium "erlaubt es auch, Personen, für die sich nicht genug "schädliche Informationen" finden lassen, wegen eines "
möglichen Nexus" zum Terrorismus als Verdächtige zu führen. Man kann aufgrund seiner Nähe zu einer angeblichen Terrorgruppe auf die Liste geraten, selbst wenn die amerikanische Regierung diese nicht für eine Terrororganisation hält. Und man kann als "Repräsentant" einer Terrororganisation betrachtet werden, auch wenn "weder Mitgliedschaft noch Nähe zu der Organisation" bestehen.
Irrwitziger hätte es auch Kafka sich nicht ausdenken können". (Mehr zu den Listen
bei Zeit online)
Constanze Kurz schaut in der
FAZ besorgt auf das sogenannte "
Canvas Fingerprinting" - eine Funktion, aggressiver noch als Cookies, mit der ein bestimmter Webbrowser die User-Tätigkeit aufzeichnet und einen "
individuellen Computer" erstellt, um angepasste Werbung auszuliefern. Zugleich registriert Kurz immer mehr öffentlichen Widerstand: "Unisono und in vielen Sprachen wurde in den Kommentaren on- und offline ein Unterton deutlich: Dies ist nicht das Internet, wie wir es wollen. (...) Die Nutzer sind offenbar immer weniger bereit, ausgeforscht und verfolgt zu werden von einer Online-Werbeindustrie, die zunehmend Probleme hat, ihre Versprechen zur angeblichen Effizienz der Werbemaßnahmen einerseits und andererseits der Harmlosigkeit gezielter Werbung einzulösen." (Mehr dazu
bei Spon und
Heise)