Laut
Spiegel speichert der BND in Bad Aichling den gesamten Datenverkehr der von ihm angezapften Verbindungen in
Afghanistan,
Somalia und dem
Nahen Osten,
meldet Zeit online. "Betroffen sei "jegliche Art von Kommunikation: Telefonie, Internetnutzung, E-Mail, GPS-Datenverarbeitung", wie das Nachrichtenmagazin
Der Spiegel aus als geheim eingestuften Papieren der Bundesregierung zitiert." Und weiter: "Dem Bericht zufolge arbeitet der BND in Bad Aibling eng mit dem US-Geheimdienst
NSA zusammen. Für die Auswertung würden "15 bis 20 funktional unterschiedliche Systeme" verwendet werden, die
von der NSA stammen. Die Auswerter bekämen von den Amerikanern auch Suchbegriffe, etwa Telefonnummern, E-Mail-Konten und IP-Adressen von Zielpersonen. Die NSA erhalte letztlich "die resultierenden Telekommunikationsverkehre"."
Dazu
meint Marcus Beckedahl bei
Netzpolitik: "Wenn die Bundesregierung uns bisher erklärt hat, dass man von dem
größten Überwachungsskandal in der Geschichte der Menschheit nichts wüsste, dann kann man das nur damit erklären, dass man, diplomatisch ausgedrückt, die Wahrheit sehr weit gedehnt hat. Unser Auslandsgeheimdienst ist
viel tiefer und intensiver im Überwachungs-Netzwerk der
Five Eyes um NSA & Co eingebunden als unsere Bundesregierung uns bisher mitteilen wollte. Das ist nicht nur ein Skandal, das dürfte auch
verfassungswidrig sein."
Ebenfalls auf
Zeit online berichten Ben Wagner und Claudio Guarnieri in einer Recherche, wie gut
deutsche Firmen am Export von
Überwachungstechnologien verdienen - und zwar auch in Staaten, die systematisch Menschenrechte verletzen.