"
Propalästinensische"
Aktivisten hören nicht auf mit ihren Hochschulbesetzungen, der jüngste Fall in Berlin war die
Alice-Salomon-Hochschule, deren Präsidentin
Bettina Völter damit auffiel, dass sie zwar den Aktivisten, nicht aber der Polizei Zutritt zu ihrer Hochschule gewähren wollte (unser
Resümee). Mit der Presse hat Völter es auch nicht so, berichtet Thomas Thiel in der
FAZ und schildert, wie Journalisten sich ein Bild von der Lage in der Hochschule machen wollten: "Wieder kam es... zu
tumultartigen Szenen. Vermummte Aktivisten und Mitglieder der Hochschulleitung hätten gemeinsam den Aufgang blockiert, und als man die Journalisten nach langen Diskussionen schließlich doch habe passieren lassen, hätten Mitglieder der Hochschulleitung eiligst belastendes Material
von den Wänden gerissen und die Journalisten am Versuch gehindert, dies zu dokumentieren." Von-der-Wand-reißen ist eine Spezialität der Hochschule - man erinnert sich an die Entscheidung der Hochschule,
Eugen Gomringers Gedicht "avenidas", das eine Fassade der Hochschule schmückte, wegen Sexismus übermalen zu lassen (unsere
Resümees). Die Hochschule bestreitet aber, man habe die Parolen der Aktivisten abgerissen, um sie den Blicken der Journalisten zu entziehen, so Thiel.
Etwas versteckt auf der "Campus"-Seite der
FAZ vom Samstag berichtet Sebastian Strauß über eine besondere Absurdität des
deutschen Hochschulwesens. An den Unis lehrende
katholische Theologen und Theologinnen werden zwar vom Staat bezahlt (worauf Strauß nicht weiter eingeht), aber ob sie dort
lehren dürfen, entscheidet letztlich die Kirche. Es gibt auch einen Namen für dieses Recht: "Nihil Obstat", eine kirchliche Unbedenklichkeitserklärung. Und die Kirche ist nicht nur intransparent in ihren Entscheidungen, sondern auch
äußerst willkürlich, wie eine
Studie zeigt: "Besonders betroffen sind
Frauen: Fast jede dritte Frau gab in der Studie an, während des Verfahrens mit kritischen Rückfragen konfrontiert worden zu sein. Meist werden wissenschaftliche Inhalte und
kirchenpolitische Positionierungen beanstandet. Doch die Kontrolle endet nicht mit der Wissenschaft. Auch das
Privatleben der Bewerber steht auf dem Prüfstand. Neun Prozent der Befragten gaben an, Beziehungen aus Angst vor möglichen Konsequenzen bewusst verschwiegen zu haben."
Außerdem: Ebenfalls in der
FAZ berichtet Nina Rehfeld, wie der große
Brand von Los Angeles politisch von Trump, Musk und Co. vereinnahmt wird: "Zur Hölle der Flammen kommt die
Hölle der Fake News."