Stichwort

NSU

182 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 13
9punkt 04.11.2021 […] Hat man aus dem NSU nichts gelernt?, fragt Annette Ramelsberger in der SZ: "Auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ist die Polizei noch überrascht - darüber, dass sich in die Corona-Demos gewalttätige Neonazis mischen. Überrascht, dass Rechte den Reichstag stürmen wollen - obwohl sie das auf ihren Social-Media-Kanälen ankündigen. Immer noch wird so getan, als sei das nur ein brauner Spuk […] Spuk, nicht wirklich gefährlich für die Demokratie. Eine Frankfurter Anwältin, Vertreterin von NSU-Opfern, wird vom rechtsradikalen 'NSU 2.0' mit dem Tod bedroht, aber die Behörden raten ihr, sie möge doch die 110 rufen, wenn ihr etwas eigenartig vorkomme - kann doch nicht so ernst sein. Das hessische Innenministerium teilt die streng geschützte Adresse dieser Anwältin in einem Schreiben an den Landtag […] schon nichts passieren." Die taz konnte einige bislang geheimgehaltene Akten aus Hessen zum NSU-Trio und seinem Umfeld studieren. Es zeigt sich vor allem ein Bild der Inkompetenz. Konrad Litschkos Resümee klingt so trocken wie deprimierend: "Tatsächlich ist es gut möglich, dass Aktivitäten und Kontakte der NSU-Terroristen in Hessen schlicht nicht entdeckt wurden." Vor 17 Jahren verbrannte der an Händen […]
Efeu 23.10.2021 […] Bild: Szene aus "Urteil (revisited)". Foto: Birgit Hupfeld.Bereits 2014 brachte die Regisseurin Christine Umpfenbach das von ihr und Azar Mortazavi geschriebene Stück "Urteile" über den NSU-Prozess auf die Bühne des Münchner Residenztheaters. Nun, sieben Jahre später zeigt sie dort die überarbeitete Version "Urteile (revisited) - Nach dem Prozess", ergänzt um den Abschluss des Prozesses, die Folgen […] Verzicht auf eine Außensicht, auf Analyse und Kommentar, verharrt auf der Position der Hilf- und Ratlosigkeit der Beteiligten. Ein Rechtsanwalt bringt es auf den Punkt: 'Es gibt eben keine Entwarnung nach NSU, im Gegenteil.'" Für den SZ-Kritiker Egbert Tholl ist die Inszenierung indes eine "sehr viele Aspekte beleuchtende Reportage": "Ein Tableau entsteht, ein Relief, das man glaubt mit Händen greifen zu […]
9punkt 27.05.2021 […] die veröffentlichte Meinung die Opfer mehr beschwiegen als betrauert. Die sehr realen Corona-Toten gehören nicht zur Schweizer Realität." Ausgerechnet die Grünen weigern sich in Hessen, Akten zu den NSU-Ermittlungen, bei denen sich ein krasses Versagen der Behörden erwies, öffentlich zu machen - aus Rücksicht auf den Koalitionspartner CDU. Die Grünen offenbaren hier mit ihrer bloß formalen Argumentation […] Beamtenlogik", kommentiert Ulrich Schulte in der taz: "Der Rechtsstaat hat gegenüber diesen Menschen eine Bringschuld. Er muss nicht nur vollständig aufklären, sondern auch das Trauma heilen, das der NSU-Terror verursacht hat. Die Grünen in Hessen scheitern an diesem Anspruch bisher grandios." Es war ein "schwerer Fehler", dass sich die Grünen für eine Kanzlerkandidatur entschieden haben, meint Thomas […]
9punkt 05.05.2021 […] Die Polizei konnte den Mann festnehmen, der unter dem Pseudonym "NSU 2.0" Drohbriefe an Politikerinnen, Anwältinnen und Journalistinnen schrieb, deren Adressen zuvor über Polizeicomputer ermittelt wurden. "Es ist ein 53-jähriger rechtsextremer Arbeitsloser aus Berlin", berichtet unter anderem Christian Rath in der taz. "Noch wichtiger ist: Der Mann war (soweit bisher ersichtlich) nicht Teil eines […] benutzen konnte. Er soll diese vielmehr durch Anrufe als vermeintlicher Kollege und ähnliche Amtsanmaßung herausgelockt haben." Fragen bleiben dennoch, so Rath: Denn im Zuge der Nachforschungen über NSU 2 stellte sich unter anderem tatsächlich heraus, dass es rechtsextreme Netzwerke in der Polizei gibt. Konrad Litschko und Christoph Schmidt-Lunau schildern für die taz die Hintergründe der Ermittlung […]