9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Geschichte

1586 Presseschau-Absätze - Seite 28 von 159

9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.01.2024 - Geschichte

Auf geschichtedergegenwart.ch blickt der Historiker Jochen Lingelbach zurück auf die Geschichte der Genfer Flüchtlingskonvention, die zunächst nur für Personen galt, die aufgrund von "Ereignissen, die vor dem 1. Januar 1951 in Europa eingetreten sind", geflüchtet waren. "Doch mit den wachsenden Forderungen aus dem globalen Süden ließ sich diese Sichtweise langfristig nicht mehr halten. Sie setzten nicht zuletzt den UNHCR selbst unter Druck, der ein Interesse daran hatte, nicht als rein europäische Organisation gesehen zu werden. Der damalige Hochkommissar Auguste Lindt fürchtete schon anlässlich der algerischen Flüchtlingskrise, dass man ihm Diskriminierung vorwerfen und ihn als 'Hochkommissar für ausschließlich europäische Flüchtlinge' bezeichnen könnte. Ein Weg aus diesem Dilemma bot zunächst die sogenannte 'good office'-Formel: Unter ihr konnte der UNHCR seine Hilfe anbieten, ohne dass hierfür eine Rechtsgrundlage geschaffen werden musste. Das bedeutete, dass die algerischen Geflüchteten zwar rechtlich nicht als internationale Flüchtlinge anerkannt wurden, der UNHCR dennoch aber zusammen mit staatlichen Stellen und internationalen Hilfsorganisationen tätig werden konnte."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 09.01.2024 - Geschichte

Erst die Politik der Perestroika ermöglichte Juden in Russland eine freie Ausübung der jüdischen Religion, "deren Unterdrückung spätestens seit Stalins antisemitischer Kampagne von 1948 bis 1953 zum Verlust der jiddischen Kultur, der Muttersprache sowie zur erzwungenen Assimilation der meisten Juden geführt hatte", erinnert Sonja Margolina in der NZZ. Zugleich verließen viele Juden unter Gorbatschow das Land: "Während sich immer mehr postsowjetische Juden vor dem Hintergrund von Privatisierungschaos, 'Schocktherapie', Raubzügen von Gelderpressern und nicht ausgezahlten Löhnen auf den Weg nach Israel, nach Deutschland oder in die USA machten, fand in Boris Jelzins bankrottem Staat ein Aufstieg jüdischer Oligarchen statt. Sie waren es, die staatliche Unternehmen, vor allem Ölkonzerne und Industriebetriebe, aber auch Fernsehkanäle unter Mithilfe des Präsidenten und seiner ultraliberalen Berater für einen Apfel und ein Ei übernahmen. Als Gegenleistung sollten sie insbesondere die kommunistische Opposition von der Macht fernhalten sowie Jelzins Wiederwahl zum Präsidenten, damit aber auch ihre eigenen Reichtümer, sichern. Diese Zusammenballung der Profiteure war eine Steilvorlage für ein Wiedererwachen des Antisemitismus in der russischen Gesellschaft: Zu exponiert waren die Besitzer der Fernsehkanäle, zu ungeniert führten sie ihren Einfluss auf die ums Überleben kämpfende Bevölkerung vor Augen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 04.01.2024 - Geschichte

Im SZ-Interview mit Jakob Wetzel spricht der Historiker Matthias Häussler über den deutschen Völkermord an den Herero, der vor 120 Jahren begonnen hatte. Im Nachlass des deutschen Kommandeurs Lothar von Trotha fand Häussler auch mehrere Hinweise darauf, dass die deutschen Siedler bewusst Hass schürten. "Bei den ersten Siedlern seit den 1870er-Jahren war das noch anders. Die waren eine kleine Minderheit und traten sehr vorsichtig auf (...). Doch um die Jahrhundertwende kamen immer mehr Siedler, und ihnen ging auch nicht mehr um einen sozialen Aufstieg, sondern sie kamen aus Furcht vor der Proletarisierung, also vor dem Abstieg. Die Mentalität war anders, es gab viel Ellenbogen, auch untereinander. Aber sie konnten sich auf eines einigen: auf den Herrenanspruch über die Indigenen. Der jeder Realität spottete, denn die Siedler waren wirtschaftlich alle höchst abhängig, die meisten arbeiteten für den Staat. Noch dazu waren sie der Willkür der Behörden ausgeliefert. Ihre Aggressionen richteten sich aber gegen die Afrikaner, die noch dazu begehrtes Land besaßen. Und deshalb gab es kein Interesse an Mäßigung, im Gegenteil: Die Siedler hatten Interesse an einer Eskalation. Von wegen: Wenn es Krieg gibt, na gut, dann wird sich der Staat drum kümmern, und am Ende bekommen wir das Land und die Herden."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.01.2024 - Geschichte

Vom Pleitegeier bis zum Großkotz - viele Worte haben ihren Ursprung nicht, wie man meinen könnte, im Deutschen, sondern im Jiddischen, klärt in der Welt Wolfgang Krischke auf, der unter anderem nachzeichnet, wie sich das Hebräische mit der Gründung des Staates Israel 1948 gegen das Jiddische durchsetzte. Dabei schien sich für das Ostjiddische zunächst "noch einmal eine große Zukunft aufzutun. Die Mehrheit der Einwanderer waren aschkenasische Juden; da lag es nahe, dass ihre Muttersprache auch zur Nationalsprache des neuen Staates wurde. Doch die führenden politischen Kreise entschieden anders: Gegen den Protest vieler Jiddischsprecher erklärten sie ein modernisiertes Hebräisch zur Staatssprache. Es sollte für einen radikalen Neuanfang stehen und zudem verhindern, dass jüdische Einwanderer aus der arabischen Welt den Aschkenasim gegenüber benachteiligt wurden. Dasselbe galt für die gebildeten Juden aus dem Westen, insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum, die kaum noch Jiddisch sprachen. Die Weichen für diese Entwicklung waren schon im Vorfeld der Staatsgründung gestellt worden: Im palästinensischen Siedlungsgebiet hatte es bereits in den Zwanziger- und Dreißigerjahren heftige sprachpolitische Auseinandersetzungen zwischen 'Hebraisten' und 'Jiddischisten' gegeben. Hebraistische Eiferer schmähten das Jiddische und verübten Brandanschläge auf Druckereien und Kioske, die Publikationen in dieser Sprache produzierten und vertrieben."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.12.2023 - Geschichte

Buch in der Debatte

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In seinem aktuellen Buch "Aufbruch des Gewissens. Eine Geschichte der Deutschen von 1942 bis heute" widmet sich der Historiker Frank Trentmann dem ambivalenten Umgang der Deutschen mit moralischen Fragen. Es überrasche ihn nicht, dass im postkolonialen Milieu zunehmend von einem "Schuldkomplex" der Deutschen die Rede sei, sagt er im taz-Gespräch mit Till Schmidt: "Denn in der Tat hinkte die Aufarbeitung der eigenen Kolonialgeschichte in Deutschland lange Zeit weit hinterher und hat noch heute etwa in Schulbüchern keinen angemessenen Platz. Doch diese Defizite kausal darauf zurückzuführen, dass die Deutschen zu viel über den Holocaust reden, ist geschichtswissenschaftlich und politisch einfach Unsinn. Darüber hinaus sollten wir nicht vergessen, dass man in den heutigen Debatten zu Israel auch in anderen Ländern sehr viel um sich selbst kreist. In Großbritannien etwa werden aktuell die zivilen Opfer in Gaza von vielen Menschen symbolisch so stark aufgeladen, weil darüber auch der eigene Status in einer multiethnischen und multireligiösen Gesellschaft oder allgemein die Themen Kolonialismus und Rassismus verhandelt werden."

Am 1. Januar tritt in Österreich die Änderung des Bundesgesetzes über das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich in Kraft. Ehrenzeichen werden dann aberkannt, wenn der nach diesem Bundesgesetz Ausgezeichnete eine "führende Rolle (…) in der Verwaltung des nationalsozialistischen Regimes innehatte und sich aktiv an den Planungen oder der Ausführung von nationalsozialistischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligte", berichtet Willi Winkler in der SZ: Anlass ist ausgerechnet der deutsche Beamte Hans Globke, ausgezeichnet mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich. "Als ihn Adenauer 1949 ins Kanzleramt holte, war keineswegs unbekannt, dass der Jurist Globke 1936 den maßgeblichen Kommentar zu den Nürnberger Rassegesetzen verfasst hatte. Durch die juristische Ausgrenzung der Juden, die Globke maßgeblich zu verantworten hat, wurde ihre systematische Ermordung bürokratisch vorbereitet.(...)Am peinlichsten ist das Ganze naturgemäß für die CDU, wenn man sogar bei ihrer Schwesterpartei ÖVP von der 'kompromisslosen Pflicht' spricht, die Wahrheit über den allzeit staatstragenden Beamten Globke anzuerkennen, wozu die CDU aber offensichtlich noch immer nicht bereit ist. Friedrich Merz, als Parteivorsitzender Nachnachfolger von Adenauer wie von Barzel, war auch auf wiederholte Nachfrage der SZ nicht zu einer Reaktion bereit."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 28.12.2023 - Geschichte

Vor fünfzig Jahren erschien Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag" im Pariser Emigrantenverlag YMCA-Press und versetzte der verbliebenen prokommunistischen Linken in westlichen Ländern den Todesstoß. Arno Widmann erinnert sich in der FR daran, wie er das monumentale Werk zum ersten Mal las. Was er beim Lesen erstmals begriff, war, dass nicht nur die Lager, sondern schon die Revolution ein "Verrat an der Menschheit" gewesen war: "Es war von Anfang an ein Krieg gegen die Bevölkerung. Die Lager wurden mal verschwiegen, mal propagiert als die Hochöfen, in denen aus rückständigen Russen die neuen Sowjetmenschen geschmolzen würden. 'Heutige Überlegungen über die Jahre 1918-1920 bringen uns in Verlegenheit: Sind auch all jene den Gefängnisströmen zuzurechnen, die noch vor der Gefängniszelle umgelegt wurden?' Der Archipel Gulag ist nur ein Teil eines mörderischen, die gesamte Gesellschaft durchziehenden Unterdrückungssystems. Das macht Alexander Solschenizyn deutlich. Er beschreibt und verflucht. Er fragt nicht danach, wie es möglich war."

Christoph Dieckmann schreibt auf Zeit Online über die Umstände, unter denen das Buch erschien. Und über den jetzigen Stand in Russlands Blick auf die Geschichte: "Alexander Solschenizyn starb 2008. Der Archipel Gulag wurde auf Putins Wunsch 2009 Schullektüre. 2021 ließ Putin die Menschenrechts-Organisation Memorial verbieten. Das offizielle Erinnern folgt seit Chruschtschow dem Prinzip 'Opfer ohne Täter': Wo epochal gehobelt wurde, fielen auch Späne - betrüblich, doch nur eine Fußnote der großen russischen Geschichte."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.12.2023 - Geschichte

Buch in der Debatte

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Die unter dem Titel "Adieu, Osteuropa" bereits im Frühjahr erschienene "Kulturgeschichte einer verschwundenen Welt" des Historikers Jacob Mikanowski wurde recht kontrovers besprochen. "Seit 1989 hat der Begriff Osteuropa einen negativen Beigeschmack, Länder haben ihn abgelegt, um sich vom Sozialismus und der Phase des Ostblocks abzugrenzen", sagt er im SpOn-Interview mit Nadia Pantel, in dem er Unterschiede zwischen West- und Osteuropa zu analysieren versucht: "Stark vereinfacht kann man sagen, dass Westeuropa im Mittelalter begann, seine religiöse und ethnische Vielfalt zu verlieren, während Osteuropa sie gewann. Westeuropa verdrängte seine Juden, Osteuropa nahm sie auf. Dort lebten Katholiken, orthodoxe Christen, Juden und Muslime, Armenier und Deutsche und Slawen in direkter Nachbarschaft. (…) Nach dem Ende des Feudalismus, vor dem Ersten Weltkrieg, entstand gleichzeitig eine Welt, die unserer heutigen viel ähnlicher ist. Sarajewo im Jahr 1913 war eine multiethnische Stadt, in der Menschen zwar ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinschaft betonten, aber gleichzeitig im Austausch blieben. Jede Gruppe hatte ihren eigenen Musik- oder Sportverein. Die Menschen lebten segregiert. Aber sie drückten ihre Differenzen nicht durch Gewalt aus, sondern in Wettbewerb und Rivalität. Von diesem Zusammenleben können wir etwas lernen, vor allem im heutigen Europa, das immer stärker von Einwanderung geprägt wird."

"Knapp 35 Jahre nach der Herbstrevolution hat sich eine lange Litanei ostdeutscher Benachteiligungen gebildet, die von manchen nachgerade hingebungsvoll heruntergebetet wird", schreibt der in Frohburg geborene Theologe und SPD-Politiker Richard Schröder, der in der FAZ mit einigen Mythen, etwa um die mangelnde Repräsentation Ostdeutscher in den Eliten, aufräumt. Das im Osten oft anzutreffende Gefühl, Bürger zweiter Klasse zu sein, sei übrigens auch "nicht nach der Vereinigung entstanden. Es begleitet uns seit 1945. Wir hatten die weniger erfreuliche Besatzungsmacht und haben immer mit Neid und Bewunderung nach Westen gesehen. Allabendlich waren wir beim Westfernsehen als Zaungäste drüben. (...) Das Gefühl, benachteiligt zu sein, ist tief verwurzelt im Osten. Es hat die deutsche Einheit mit Übererwartungen überfrachtet, die enttäuscht werden mussten. (…) Es ist wohl unvermeidlich, dass die Ostdeutschen sich mit den Westdeutschen vergleichen. Angemessener wäre der Vergleich mit den etwa zwanzig Ländern, die ebenfalls die Transformation von der sozialistischen Diktatur zu einer neuen politischen Ordnung und von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft durchlaufen mussten. Dieser Vergleich ergibt durchaus Erfreuliches für die Ostdeutschen. (…) Ostdeutschland wurde durch die Vereinigung sofort Teil der EU - ohne schmerzliche Angleichungsprozesse. Und durch die Treuhandanstalt wurde vermieden, dass das 'Volkseigentum' in die Hände von Oligarchen geriet."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.12.2023 - Geschichte

Nach schwerer Krankheit ist die Historikerin Rebekka Habermas im Alter von 64 Jahren gestorben. In der SZ erinnert Nils Minkmar an einen Menschen, der die "Freude am Denken, an elaboriertem Gossip und am Leben selbst" mit anderen teilte und auch auf ihr Fachgebiet übertrug: "Ein intellektuelles Leben lang hat sie sich mit den avanciertesten geisteswissenschaftlichen Theorien der Welt auseinandergesetzt. Sie sorgte schon vor Jahren dafür, dass Hayden White und Natalie Zemon Davis hierzulande rezipiert wurden. Nach langen Jahrzehnten theorielastiger Selbstbeschäftigung war es, als öffnete sie Fenster und Türen für einen neuen Frühling der Geschichtsschreibung."
Stichwörter: Habermas, Rebekka

9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.12.2023 - Geschichte

Thoralf Cleven hat für die FR den Juristen Gerhard Wiese, den letzten noch lebenden Ankläger im Auschwitz-Prozess, der vor genau sechzig Jahren stattfand, getroffen. Im Prozess wurde unter anderem der SS-Oberscharführer und Gestapo-Referatsleiter Wilhelm Boger, der für seine grausamen Foltermethoden berüchtigt war, zu lebenslanger Haft verurteilt. Gerecht war der Ausgang des Prozesses für Wiese allerdings nicht, gibt Cleven wieder:"'Gerecht'?" Wiese schaut empört auf. 'Wir hatten für alle lebenslang beantragt. Doch wahrscheinlich gibt es für solche Leute keine gerechte Strafe. Die Todesstrafe wäre wohl am angemessensten gewesen.' Doch dem Team um Fritz Bauer ging es um anderes, erläutert Wiese: Auschwitz sollte juristisch als ein einheitliches großes Verbrechen eingestuft werden und jeden der über die Jahre mehr als 6.000 Bediensteten zu Mittäter:innen oder Teilnehmenden machen. Es hätte die folgenden Strafverfolgungen von NS-Verbrechen erheblich erleichtert. Doch das Schwurgericht lehnte ab. Die Konsequenz war, dass jedem Angeklagten einzelne Taten nachgewiesen werden mussten. Vize-Kommandant Robert Mulka erhielt deshalb ein Urteil für Einzeltaten, nicht jedoch für seine Tätigkeit als Organisator der Mordmaschinerie. Eine Revision verwarf Karlsruhe. Nicht jeder, der 'irgendwie' tätig geworden sei, so der Bundesgerichtshof damals, könne für 'alles' Geschehene Verantwortung tragen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.12.2023 - Geschichte

Das deutsch-tschechische Verhältnis lag nach dem Zweiten Weltkrieg am Boden, erinnert die deutsch-tschechische Publizistin Alena Wagnerová in der NZZ. Nach dem Zweiten Weltkrieg standen sich die beiden Nationen, bedingt durch die Gräuel des Krieges und gegenseitige Vertreibung, unversöhnlich gegenüber. "Die Zeit der Versöhnung nach 1989 aber hat diese Wunde geheilt. Heute überrascht die Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit der sich Sudetendeutsche und Tschechen begegnen. Ihre seit 1938 real existierende Trennung zu überwinden, war eine Arbeit von fünfzig Jahren. (...). Zum Wendepunkt wurde das Jahr 1997, in dem Ministerpräsident Václav Klaus und Bundeskanzler Helmut Kohl die deutsch-tschechische Erklärung unterzeichneten, in der endlich klipp und klar das Wesentliche stand... Im selben Jahr wurde der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds gegründet, ein wegweisendes Projekt für den Aufbau freundschaftlicher Beziehungen."