Stichwort

Fritz Bauer

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9punkt 30.06.2018 […] So einen wie Fritz Bauer, der dezidiert auf dem Rechtsstaat bestand, hätte die AfD vielleicht mehr gehasst als die von ihr so gern verlachten 68er, schreibt Jan Feddersen in der taz aus Anlass von Bauers fünfzigstem Todestag: "Denn diese, die Völkischen, wären mit einem wie Dutschke, der von nationaler Wiedervereinigung mehr träumte als von Liberalisierung der Verhältnisse, womöglich eher einverstanden […] einverstanden gewesen. Einem wie Fritz Bauer, würden sie ihn kennen oder hätten ihn gekannt, wäre ihr Hass gewiss gewesen. Denn alles, wofür er stand, wofür er kämpfte, fand durchweg die Kritik jener, die unter den Nazis groß wurden oder schon während der Weimarer Republik zu den Nationalkonservativen, den Autoritären, den Zuchtmeistern von Sitte und Anstand zählten." Heinrich Schmitz wirft bei den Kolumnisten […]
Efeu 28.05.2016 […] Im Schutzraum: "Der Staat gegen Fritz Bauer" gewinnt Deutschen Filmpreis. Lars Kraumes "Der Staat gegen Fritz Bauer" ist der große Abräumer beim Deutschen Filmpreis (hier die Preisträger im Überblick). Jan Schulz-Ojala vom Tagesspiegel hätte den Preis unterdessen viel lieber an David Wnendts Verfilmung des Bestsellers "Er ist wieder da" von Timur Vernes vergeben: Diese sei "ein Zerrspiegel der Deutschen […] Deutschen, aber ein grässlich genauer. 'Der Staat gegen Fritz Bauer' dagegen bedient in erster Linie die Vorstellung der guten Deutschen von sich selbst. Sehnsucht gegen Tatsächliches: Mit diesem so eindeutigen Votum bunkert sich die Deutsche Filmakademie in einem Schutzraum ein." Dort warten immerhin schon die Filmkritiker, deren Berufsverband den Film vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls als "besten […]
9punkt 12.03.2016 […] in der taz, dass manche mit Fritz Bauer befassten Historiker, etwa eine Gruppe, die jüngst in Berlin tagte und die im Forschungsjournal Soziale Bewegungen publiziert, lieber nicht erwähnt, dass Bauer schwul war - dabei war ihm die Kritik der "Sittlichkeitsgesetzgebung" der Nachkriegszeit selbst ein wichtiges Anliegen: "Niemand von den Historiker*innen des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt war geladen […] geladen, um die hagiografische Weihestimmung in Sachen Fritz Bauer historisch zu balancieren. Diese Tendenz hatte sich bereits im Forschungsjournal gezeigt. Kein Text über das, was Fritz Bauer am stärksten nach 1949 bewegte: die Sittlichkeits- und Sexualstrafgesetzgebung in der BRD." In der taz porträtiert Andreas Fanizadeh den Historiker Heinrich August Winkler, der nächste Woche auf der Buchmesse […]