
Als "Meilenstein in der Geschichte der
literarischen Fantasie"
preist Patricia Storace die erstmals ins Englische übersetzte älteste arabische Textsammlung
"Tales of the Marvellous".
Selim der Grausame brachte sie 1517 nach der Eroberung Kairos 1517 nach Konstantinopel, wo sie der Orientalist
Helmut Ritter 1933 in der Bibliothek der Hagia Sophia entdeckte. Anders als die "Geschichten aus Tausend und einer Nacht", meint Storace, dienen die "Fantastischen Erzählungen" nicht der
Reflexion über das Verlangen, sondern ganz klar seiner
Befriedigung: "Ein König will Geschichten mit gutem Ende, um ihn in schlafloser Nacht zu beruhigen, ein anderer will den Schmerz über den Verlust seiner 15-jährigen Tochter durch Geschichten lindern, die "ihn Frauen und Mädchen
hassen lassen und damit froh über den Tod der Tochter machen". Die Wirkung von ungezügeltem Verlangen wird ebenfalls beschrieben - die Freuden, Schrecken und unvorhersehbaren Folgen seiner Befriedigung. In der siebten Geschichte ermordet
Arus al-Ara"is den Dschinn, der ihr Liebhaber war, indem sie ihm dem Kopf abschlägt. "Bist Du jetzt glücklich, da ich meine alte Liebe getötet habe?", fragt sie ihren neuen Geliebten. "Ja, bin ich", antwortet der."
Außerdem: Wesley Stace
findet John Lydons Memoiren "Anger is an Energy" eigentlich nur vergnüglich, wenn er
Sex-Pistol-mäßig in die Offensive geht ("Fucking say thanks, cunts!"), meist aber erschreckend oberlehrerhaft.