
James Surowiecki
berichtet über den jüngsten
Preiskrieg zwischen Amazon und Wal-Mart, der jetzt auch um
Bücher tobt, seiner Analyse nach aber eigentlich keiner ist: So sei es keineswegs das Ziel von Wal-Mart, Amazon Leser abzuluchsen, sondern die Leute
weg von den Buchläden und auf die eigene Website zu kriegen, um ihnen dort andere Waren zu verkaufen. Auch wenn die Klagen von Verlagen und Buchhändlern, die
Billigpreise der Discounter würden die Branche zugrunde richten, gelegentlich etwas übertrieben seien, hätten sie doch in einem recht: "Der wirkliche Wettbewerb in diesem Preiskrieg findet nicht zwischen Wal-Mart und Amazon statt, sondern zwischen diesen Giganten und allen anderen – und der Schaden, den alle anderen erleiden ist
beabsichtigt, und nicht etwa kollateral. Wal-Mart und Amazon haben herausgefunden, wie man einen Preiskrieg führt und ihn gewinnt: Sorg dafür, dass andere die
Schläge abkriegen."
Weiteres: In einem Brief aus Gaza
geht Lawrence Wright der Frage nach, was sich während der
israelischen Angriffe Anfang des Jahres tatsächlich ereignete. Elizabeth Kolbert
bespricht das erste Sachbuch des jungen
Schriftstellers Jonathan Safran Foer, der sich in "Eating Animals" (Little, Brown) mit den Widersprüchlichkeiten des Themas
Vegetarismus auseinandersetzt. Jill Lepore
stellt zwei Studien vor, die sich mit
Mord und Totschlag beschäftigen: Randolph Roth versucht in "American homicide" (Harvard) zu erhellen, warum die amerikanische Geschichte so "mörderisch" ist, der Niederländer Pieter Spierenburg widmet sich in "A History of Murder: Personal Violence in Europe from the Middle Ages to the Present" (Polity) der europäischen Gewaltgeschichte.
Anthony Lane
sah im Kino
Grant Haslovs Komödie
"The Men Who Stare at Goats" mit Ewan McGregor, Jeff Bridges und George Clooney und ein Teenagerdrama von
Lee Daniels mit dem etwas seltsam-länglichen Titel
"Precious: Based on the Novel 'Push' by Sapphire". Zu lesen ist außerdem die
Erzählung "Premium Harmony" von
Stephen King und Lyrik von
Katie Ford und
Glyn Maxwell.