
In einem Kommentar zum Umgang der amerikanischen Regierung mit den für
Folterungen Verantwortlichen
weist Philip Gourevitch darauf hin, dass die einzigen, die wegen solcher Vergehen hinter Gittern gesessen hatten, zehn
einfache US-Soldaten waren, die an den Übergriffen in Abu Ghraib beteiligt gewesen waren; nur noch einer von ihnen, der damals diensthabende Corporal Charles A. Graner, Jr., sei derzeit inhaftiert. Seine Vorgesetzten genössen dagegen noch immer ihre Freiheit und "den
CIA-Verhörbeamten, die Gefangenen Jahre lang Schlimmeres
zufügten als Graner in den finstersten Tagen in Abu Ghraib, wurde
Immunität zugesichert. Sollte volle Gerechtigkeit unmöglich sein, können doch gewiss einige Ungerechtigkeiten korrigiert werden. Wann immer – wie in Nürnberg, Den Haag, Phnom Penh oder Kigali - gerichtlich über Staatsverbrechen geurteilt wird, gilt das Prinzip der
Befehlsverantwortung, derzufolge für die befehlenden Vorgesetzten eine höhere Verantwortlichkeit gilt als für die einfachen Soldaten, die Befehle ausführten."
Weiteres: Malcolm Gladwell
untersucht am Beispiel des indischstämmigen amerikanischen Softwareentwicklers Vivek Ranadive, der die eigentlich chancenlose Mädchen-Basketball-Mannschaft seiner Tochter zum Landesmeister machte, das
David-gegen-Goliath-Prinzip: demnach müssen Unterlegene bzw. Außenseiter einfach
Goliaths Regeln ignorieren. Judith Thurman
bespricht Jennifer Scanlons Biografie "Bad Girls Go Everywhere" über
Helen Gurley Brown, die 32 Jahre lang Chefredakteurin von
Cosmopolitan war. Sasha Frere-Jones
stellt die vierköpfige Band
Grizzly Bear aus Brooklyn vor, deren Stärke ihr
Gesang ist. Und David Denby
sah im Kino Gavin Hoods Actionfilm
"X-Men Origins: Wolverine", das Drama
"Fighting" von Dito Montiel und James Tobacks Dokfilm
"Tyson" über den Boxer Mike Tyson. Zu lesen ist außerdem
J.
G.
Ballards "The Autobiography of J.G.B." und
Lyrik von
Richard Wilbur,
C.D. Wright und
Heather McHugh.