In der
FR unterhält sich Arno Widmann mit
Raphael Gross, dem neuen Direktor des Deutschen Historischen Museums in Berlin, über die Stellung des Historikers, das Sammeln und die Frage, wer ins Foyer des Museums gehört:
Bismarck?
Friedrich II.,
Lenin? "Die Versuchung, so darüber nachzudenken, dass man sich fragt, mit wem eigentlich die deutsche Geschichte anfängt oder wer sie entscheidend geprägt hat, ist groß. Mir wäre es aber lieber, wenn man die Eingangshalle so gestaltet, dass man sich dort gerne trifft, und etwas hat, worüber man nachdenken kann, wenn man auf jemanden wartet. Vielleicht Statuen von Personen, zwischen denen man sich ein interessantes Gespräch vorstellen könnte, das leider so nicht stattgefunden hat?"
Im
Welt-Interview mit Matthias Heine findet der Kölner
Germanist Karl-Heinz Göttert irgendwie illegitim, dass sich das Christentum aus dem Judentum heraus entwickelt hat: "Das Christentum hat sich das
Alte Testament gegen den Willen der Juden angeeignet. Insofern finde ich die Formulierung 'feindliche Übernahme', die aus der Wirtschaft stammt, durchaus geeignet: Da ist etwas
gegen den Willen der Eigentümer oder Hersteller geschehen." Wie gut, dass es endlich ein Leistungsschutzrecht gibt!