
Im neuen
Heft des Magazins
warnt Hannah Fry vor leichtfertigen
Experimenten der Tech-
Branche mit uns, den Usern: "Wahr ist, wir leben in einer Welt, in der alle möglichen Unternehmen dauernd versuchen, unser Verhalten zu kontrollieren. Aber die Messages, die wir in der Pause beim Fußball sehen, sind nicht anhand persönlicher Daten allein für unser Auge algorithmisch kuratiert worden. Wir wollen in keiner 'Trueman-Show' leben. Was immer man über die Facebook-Studie denken mag (in der Usern kontrolliert positive bzw. negative Inhalte zugespielt wurden, um ihre Reaktionen zu testen, d. Red.), sie warf eine wichtige Frage zur
Sorgfalt sozialer Experimente auf. Die Medizin hat das bereits hinter sich. Im frühen 20. Jahrhundert wurden medizinische Experimente ohne Regeln durchgeführt. Neben vielen guten Arbeiten gab es auch eine Reihe äußerst unethischer Studien, etwa die Experimente der Nazis oder die Syphilis-Experimente an den Tuskegees. Daher gibt es heute
klare Regeln, die einen Konsens erfordern, sowie institutionelle Prüfverfahren, wann immer bei Experimenten Menschen als Subjekte involviert sind. Wir wissen, dass Wissenschaftler nicht immer die besten Bewerter ihrer eigenen Arbeit in dieser Hinsicht sind. Was also passiert, wenn
Datenfachleute die Szene betreten? Sie führen Experimente an Menschen durch, aber ohne die lange Liste des Widerstands, der Empörung, der Skandale und ohne den prüfenden Blick und den ethischen Rahmen der Biomedizin."
Ferner: Jennifer Gonnerman
schreibt über einen wiederaufgerollten
Mordfall in Manhattan aus dem Jahr 1987. Nick Paumgarten
besucht einen Psychotherapeuten, der sich auf die Bedürfnisse von
Bergsteigern spezialisiert hat. Jonathan Blitzer
berichtet, wie Trumps oberster Berater
Stephen Miller den Rassismus weiter anheizt. Jonathan Dee
liest James McBrides Roman "Deacon King Kong". Peter Schjeldahl
besucht die große Ausstellung über die
mexikanischen Muralisten im
Whitney Museum in New York. Carrie Battan
hört die
Beach Bunnies. Und Anthony Lane
sah im Kino
Chris Sanders' Film "The Call of the Wild" mit einer Riege Hunde im Kino.