Magazinrundschau

Der feudale Calculus

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
28.01.2020. Adam Tooze erklärt in der NYRB, wie das moderne Unternehmensrecht vor allem den Reichsten dient. Wired zeigt am Beispiel eines früheren Trolls, wie man Diskussionen gegen Rechte gewinnt. Bloomberg heftet sich an die Fersen eines Anti-Tesla-Trolls. Schade, dass die Literaturzeitschrift Literarni noviny plötzlich chinesische Propaganda verbreitet, meint Aktualne. Der New Yorker blickt in die 1930er, um über die Zukunft der Demokratie nachzudenken.

New York Review of Books (USA), 13.02.2020

Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze berichtet von einer neuen kritischen Richtung amerikanischer Wissenschaftler, die der unguten Verquickung von Recht und Ökonomie auf den Zahn fühlen. Die Yale-Juristin Catherine Pistor beschreibt etwa in ihrem Buch "The Code of Capital", wie einst der englische Landadel seinen Besitz in Trust verwandelte und diesen mit Hypotheken belastete, die er den Pächtern aufhalste. Genauso diene ein undurchschaubares Privatrecht noch heute der Besitzsicherung und -vermehrung einer privilegierten Klasse: "Auch wenn wir in einer nominell demokratischen Gesellschaft leben, meint Pistor, reicht der feudale Calculus bis in unsere Zeit hinein: die Überlegenheit rechtlicher Kodierung, das heißt teure Anwälte. Sie nutzen zentrale Institute des Privatrechts, um bestimmte Vermögen noch wertvoller oder profitabler zu machen... Unternehmensrecht dient 'nicht mehr in erster Linie als rechtliches Vehikel, um Waren zu produzieren oder Dienste anzubieten, sondern als veritable Gelddruckmaschine'. Nirgendwo sieht man das besser als in der Finanzindustrie. Als 2008 Lehman Brothers zusammenbrach, erwies sich die rechtliche Struktur der Invenstmentbank als byzantinisch. Sie bestand aus einer Holding mit 209 eingetragenen Tochtergesellschaften, die sich auf 26 Jurisdiktionen verteilten. Diese Struktur, erdacht von einigen der klügsten Juristen der Wall Street, war eine Maschinerie, die Lehmans regulatorische Belastungen minimieren sollte, indem sie Vermögen an Orte mit laxen Regularien platzierte, wobei das Manangement in Manhatten gleichzeitig maximale Kontrolle über sie behielt. Lehman ging bei hauchdünnen Sicherheiten hohe Risiken ein. Solange die Dinge gut liefen, war das ungeheuer profitabel."

Elet es Irodalom (Ungarn), 24.01.2020

Die dem neuen nationalen Curriculum Ungarns zugrunde liegenden Geschichtsnarrative, die von pseudowissenschaftlichen Institutionen der gegenwärtigen Regierung erarbeitet wurden, beruhen zum großen Teil auf historischen Unwahrheiten, und genau deshalb sind sie zum Scheitern verurteilt, meint der Historiker Krisztián Ungváry. "Was die 'hochgezogene Leiter' betrifft: Minister, Staatssekretäre und Institutsleiter können von heute auf morgen ernannt werden, unabhängig davon, ob sie über Abschlüsse verfügen oder nicht und wenn sie welche haben, wie diese aussehen. Aber bei Künstlern und bei Wissenschaftlern geht das nicht. Sie werden durch ihr Talent und durch ihre langjährige, ausdauernde Arbeit zu dem, was sie sind. Und wenn jemand mit überschaubaren Fähigkeiten die Welt erblickte oder faul ist, dann kann er vom Land sein oder aus der Stadt kommen - es hilft keine Leiter. Früher wussten die Entscheidungsträger dies. Ihre Nachfolger scheinen dieses Axiom aber wohl vergessen zu haben. Wir können Milliarden ausgeben für systemkompatible 'wissenschaftliche' Institutionen und Akademien, künstlerische Auszeichnungen und Preise vergeben, doch diese werden genau so auf dem Müllhaufen der Geschichte landen wie die propagandistische Geschichtsschreibung der Arbeiterbewegung vor 1990. Ich bin mir sicher, dass wir darauf nicht so lange warten müssen wie auf das Ende der kommunistischen Diktatur."
Stichwörter: Ungvary, Krisztian, Ungarn

Wired (USA), 15.01.2020

Trevor Quirk porträtiert Steven Bonnell, einen früheren Online-Troll, der sich von einem streckenweise reaktionären Libertarismus hin zu liberaleren Position entwickelt hat und sein Geld mit dem Streaming von Computerspielen verdient, bei denen er sich im Chat auf Youtube und Twitch unter dem nom de guerre Destiny wort- und faktenreich mit früheren Gesinnungsgenossen anlegt. Aber bringt das was? Sind die Empfehlungsalgorithmen von Youtube in diesem Spiel nicht viel stärker? Quirk verweist auf eine Studie der Politikwissenschaftler Kevin Munger und Jospeh Phillips über Radikalisierung auf YouTube: Danach tragen die Empfehlungsalgorithmen von Youtube keineswegs zur Radikalisierung argloser Zuschauer bei. Sie befriedigen eher eine bestehende Nachfrage, indem sie radikale, alternative politische Kanons mit jenen Communities zusammenzubringen, die sich als dafür empfänglich erweisen, aber bisher kein sie ansprechendes Medienangebot hatten. In diesem Kosmos scheint Bonnell aka Destiny tatsächlich Wirkung zu zeigen, nicht, "weil er die Empfehlungsalgorithmen von YouTube gekapert hätte, sondern weil er die kulturellen Normen kennt, mit denen die Rechtsextremen operieren. Wenn Sie jemand sind, der online reaktionärer Politik erlegen ist, dann werden Sie in Bonnell einen verwandten Geist sehen - einen College-Abbrecher aus Nebraska, der über politische Höflichkeit spottet, in düsterem, selbstreferentiellem Humor schwelgt und über buchstäblich alles offen spricht. Und, was vielleicht am wichtigsten ist, Sie werden jemanden sehen, der jahrelang eine Gemeinschaft gepflegt hat, die Ihnen Ihre vergangenen Indiskretionen eher verzeiht, als Sie dafür an den Pranger zu stellen. Es ist mehr oder weniger unmöglich für Bonnell, seine Effektivität zu messen, deshalb verlässt er sich widerwillig auf seine Intuition. Nach jeder Debatte verbringt er viel Zeit damit, die verschiedenen Foren des Internets zu durchforsten - Reddit, 4chan, Kommentar-Threads auf YouTube oder Facebook - und nach verstörten Gemütern zu suchen. Dabei ist ihm eine unter den Zuschauern verbreitete Formulierung von Zweifeln aufgefallen, die er so zusammenfasst: 'Wisst ihr, normalerweise mag ich Figur X wirklich gern und ich denke, dass das Destiny ein verdammter Idiot ist, aber ich finde, dass Figur X ihm schlecht geantwortet hat.'"

Dazu passend: Auch Gideon Lewis-Kraus legt in einem langen Artikel nahe, dass es nicht die Algorithmen sind, die der Demokratie schaden. Es liege an politischen Verwerfungen, die in den globalen Gesellschaften schon vor dem Siegeszug von Facebook und Co. schlummerten: "Das Schuldigsprechen von Unternehmen hat wahrscheinlich eher zweckmäßige als empirische Gründe. Es ist viel einfacher sich vorzustellen, wie wir auf eine Handvoll Firmen Druck ausüben könnten, als die Überzeugungen von Milliarden von Nutzern anzusprechen. Es ist immer verführerischer, dort nach den Schlüsseln zu suchen, wo das Licht am hellsten ist. Eine bessere Lösung wäre es, von Tech-Kritikern abverlangen, die Bedürfnisse der Leute genauso ernst zu nehmen, wie es diese Firmen tun, auch wenn das heißt, in den Abgrund zu blicken."

Auch der Schauspieler Chris Evans, aus dem Superheldenkino bekannt als Captain America, sorgt sich im übrigen um vereinzelte politische Communities und möchte mit einem neuen Projekt dafür sorgen, dass wieder mehr politischer Austausch zwischen den politischen Lagern stattfindet - Arielle Pardes hat ihn dabei begleitet. Außerdem wirft Wired einen Blick zurück in die Geschichte der Gesichtserkennung und erzählt die lange Geschichte der Auseinandersetzung zwischen den USA und dem chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei. Donna Jackson Nakazawa wirft einen Blick unter unsere Schädeldecke und findet dabei die Gehirnzellen, die an der Schnittstelle zwischen mentaler und physischer Gesundheit werkeln. Simon van Zuylen-Wood war bei Rotten Tomatoes zu Besuch, einer Aggregator-Seite für Filmkritiken, die mittlerweile über eine hohe - und nach Ansicht vieler Kritiker und Studios: zu hohe - Macht verfügt.
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Archiv: Wired

Bloomberg Businessweek (USA), 27.01.2020

In der neuen Ausgabe des Magazins berichtet Dana Hull von der Anti-Tesla-Front, die versucht, Elon Musk mit allen Mitteln als Betrüger zu überführen: Zum Beispiel Randeep Hothi, ein Doktorand für asiatische Sprachen und Kulturen an der University of Michigan, der findet, es werde zu viel Wirbel gemacht um Leute wie Steve Jobs, Elon Musk, Donald Trump oder Barack Obama. "Seit einigen Jahren verbringt er seine Freizeit mit der Vorstellung, dass Musk nicht der erfolgreiche Technologie-Pionier ist, für den man ihn hält. Für Hothi ist er ein Schwindler, 'der Jar Jar Binks der Technik' oder 'ein Zwitter aus Elizabeth Holmes und Donald Trump'. Hothi hat Musk schon wegen angeblicher Gewichtszunahme verspottet ('Stillt Elon?'), er hat behauptet, Musk profitiert von der Apartheid in seiner Heimat Südafrika ('Hat dein Vater dir nicht die Schule für Weiße mit Geld aus seiner Smaragdmine finanziert?') und prophezeite Musks Inhaftierung ('Da wirst du mehr Zeit zum Lesen haben'). Das Gift trifft meistens Tesla, nicht Musks andere Unternehmen, wie das Space-, das Hirnimplantations-Projekt oder seine Tunnelbaufirma … Hothi ist Teil einer Konterrevolution, einer informellen, aber obsessiven Gruppe aus Steuerberatern, Anwälten, Hedgefonds-Managern, Ex-Tesla-Mitarbeitern und Leuten, die es einfach lieben zu trollen. Seit Jahren posten sie negative Meldungen, erkunden das Ausscheiden von Mitarbeitern, Gerichtsverfahren, Kundenreklamationen und Unfälle, werfen Tesla finanzielle Tricksereien vor und prophezeien der Firma ein baldiges Ende." Viele haben auch an den Börsen gegen Musk gewettet, das sieht allerdings im Moment wie ein Fehler aus: "Der Kurs der Tesla-Aktie hat sich seit Oktober mehr als verdoppelt, dank eines überraschenden Quartalsgewinns, der Ankündigung von Rekordlieferungen im Januar und der Aufnahme der Produktion in China."

Aktualne (Tschechien), 27.01.2020

Die ehrwürdige tschechische Literaturzeitung Literární noviny, einst Sprachrohr des Prager Frühlings, verbreitet neuerdings chinesische Propaganda, so der Vorwurf der Journalisten Lukáš Valášek und Daniel Konrád in Aktuálně. Tatsächlich gibt es gerade eine Beilage der Literární noviny, in der viele Stimmen von den Schönheiten der chinesischen Kultur und Kunst schwärmen. Gegründet in den Zwanzigerjahren, erlebte die Zeitung ihre "glanzvolle Ära in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts, als sie sich dank Autoren wie Milan Jungmann oder Ludvík Vaculík, der dort das 'Manifest der 2000 Worte' abdruckte, von einer Regierungszeitung zu einer Zeitschrift wandelte, die die Liberalisierungsbestrebungen in der damaligen Tschechoslowakei unterstützte." Der jetzige Zeitungseigentümer Miroslav Pavel, zu Kommunismuszeiten Sprecher zweier Premiers, habe nun "mit einem anderen kommunistischen Regime eine Partnerschaft geschlossen. Die Literární noviny haben mit einer der größten regierungstreuen Zeitungen Chinas, der Guangming Ribao, eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen und drucken nun chinesische Propaganda. Und zwar einschließlich von Artikeln, die direkt von chinesischen Regierungsjournalisten geschrieben werden." Auf Anfrage der Aktuálně-Journalisten, wie viel Honorar China der Zeitung dafür zahle (die in letzter Zeit wundersam aus den roten Zahlen herausgekommen ist), wollten Zeitungseigentümer und Mitherausgeber keine Auskunft geben.
Archiv: Aktualne
Stichwörter: Literarni Noviny, China

La vie des idees (Frankreich), 28.01.2020

Der Wissenschaftsjournalist Peter Brannen wirft in dem Buch "The Ends of the World" einen Blick auf die drei vier erdgeschichtlichen Apokalpsen, die es in den letzten 500 Millionen Jahren so gegeben hat. Die Auslöschung der Dinosaurier durch einen Meteoriten und begleitende Vulkanausbrüche ist nur die jüngste. Das nicht mehr ganz neue Buch ist nicht auf Deutsch übersetzt - und auch nicht auf Französisch. Dennoch kommt der Soziologe Pascal Marichalar jetzt in La Vie des Idées, diesem immer wieder lesenswerten Magazin des Collège de France, darauf zu sprechen. Denn das Buch zeigt, dass es in der Geschichte der Erde bereits Klimakatastrophen gegeben hat und wie sie verlaufen sind. "Der Paläontologe Peter Ward von der University of Washington hat einmal bemerkt, dass noch zu wenige Menschen in die 'tiefe Vergangenheit' schauen, um die Gegenwart und die Zukunft zu verstehen. Dabei zeigen Wendepunkte wie im späten Perm, dass globale Erwärmung aufgrund der CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht einfach eine Hochrechnung spekulativer Computermodelle ist... Vielmehr handelt es sich um ein Ereignis, das in der Geschichte bereits mehrfach stattgefunden hat und das wir, bewaffnet mit einem Inventar der Fossilien und einem Massenspektrometer... dokumentieren können." Die Frage wäre dann außerdem noch, so Marichalar, ob wir angesichts der dokumentierten Entwicklungen, nicht demnächst den "Tipping Point" erreichen, "nach dem lineare Tendenzen zu exponentiellen werden, etwa durch Freisetzung von Methan aus dem Permafrost oder der Tiefsee oder einen Ausbruch von Vulkanen, die zur Zeit noch von Eisschichten versiegelt sind." Brannen veröffentlicht übrigens regelmäßig im Atlantic.
Stichwörter: Klimawandel, Erdgeschichte

Respekt (Tschechien), 26.01.2020

Der tschechische Verkehrsminister Vladimír Kremlík ist vor wenigen Tagen über eine zu teure Auftragsvergabe (umgerechnet an die 16 Millionen Euro) für die digitale PKW-Maut gestürzt, auch über die Geheimniskrämerei des Vergabeverfahrens. Künftig soll in Tschechien eine digitale Autobahnvignette über einen extra eingerichteten Onlineshop erworben und an der Mautstelle automatisch erfasst werden. Die Zeitschrift Respekt kritisiert nach ihr vorliegenden Informationen aber noch eine ganz andere Dimension der Affäre: "Der Autobahn-E-Shop sollte eine geheime Funktion haben: auszuspionieren, wer wohin fährt", so Jiří Nádoba. "Das neue System sollte für die Sicherheitskräfte des Staates Daten darüber speichern, wann wo welches Auto durchgefahren ist. Das hätte ein Gesamtbild aller Automobilbewegungen im Autobahnnetz ermöglicht. (…) Über diese Funktion wurde jedoch im Zusammenhang mit dem Wechsel vom Papier- auf ein elektronisches Vignettensystem niemals gesprochen. Dabei lässt sich nicht ausschließen, dass diese Funktion auch in dem System enthalten sein wird, an dem die Arbeit inzwischen begonnen hat." Die erfassten Daten der Kontrolle, welcher Autofahrer bezahlt hat und welcher nicht, sollten laut Nádoba vom System gespeichert werden. "Dadurch hätte der Staat einen kompletten Überblick darüber, wer wann welche Mautstelle durchfahren habe - was eine neue Dimension in der Beobachtung der Bürger darstellen würde."
Archiv: Respekt

HVG (Ungarn), 27.01.2020

Für den Philosophen Gáspár Miklós Tamás ist es nicht von Bedeutung, ob die ungarische Regierungspartei Fidesz, deren Mitgliedschaft in der Europäischen Volkspartei (EVP) vorübergehend ausgesetzt ist, bei der in Kürze erfolgende Abstimmung aus der EVP ausgeschlossen wird. Die EU scheint für ihn eh am Ende zu sein: "Es ist vollkommen gleichgültig, was mit der Partei von Viktor Orbán in den europäischen Institutionen passiert, denn Artikel 7 (Suspendierung der EU-Mitgliedschaft) kann gegen sie nicht verfügt werden. Auch dann nicht, wenn dies die Ex-Großmächte gerne haben würden. England ist draußen, auf Wiedersehen! Die EU verwest, ist richtungs- und konzeptionslos, ein belächelter bürokratischer Schrottplatz: schade zwar, doch es ist zu spät. (…) Es geht jetzt darum, ob die Institutionen des ungarischen Volkes aufrechterhalten bleiben, vom ÖPNV bis zur Post, von den Nationalparks bis zum Denkmalschutz, den Museen und Archiven, den wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken, den Künsten, dem Verlagswesen, der wissenschaftlichen Forschung, den Universitäten, den Gewerkschaften und den Menschenrechtsgruppen. Um das ungarische Volk selbst gar nicht zu erwähnen."
Archiv: HVG

New Yorker (USA), 03.02.2020

In einem Beitrag des neuen Hefts macht sich Jill Lepore Gedanken über die Zukunft der Demokratie, indem sie zurückblickt: "Es ist ein Paradox der Demokratie, dass sie zu attackieren, der beste Weg ist, sie zu schützen - indem man mehr von ihr fordert, durch Kritik, Protest und Dissens. Die US-Demokratie der 1930er hatte viele Kritiker von links wie rechts und von mexikanischen US-Bürgern, die gegen ein brutales Regime angingen, das Menschen deportieren wollte, die den New Deal für verfassungswidrig hielten. W. E. B. Du Bois prophezeite das Scheitern der Demokratie, sollten die USA nicht ihrer Verpflichtung nachkommen, für Würde und Gleichheit aller Bürger zu sorgen und ihre enge Verbindung zu den Unternehmen beenden: 'Wenn sie ihre Macht in den Dienst des Rassismus, der Millionäre, der Herrschaft des Geldes und des Sturzes demokratischer Regierungen stellen, wenn sie weiter für Reaktion, Faschismus, weiße Vorherrschaft und Imperialismus stehen und Krieg statt Frieden fördern, dann werden die USA den Weg des Römischen Reichs gehen' … Wenn die USA diesen Weg nicht gegangen sind und ihre Grundrechtserklärung noch immer mehr wert ist als das Papier, auf dem sie steht, so ist das den vielen Menschen zu verdanken, die dafür gekämpft haben, Gewinn und Verlust eingerechnet. Der Kampf geht weiter."

Außerdem: Ed Caesar stellt Eira Thomas und ihr innovatives Diamanten-Imperium Lucara vor. Casey Cep schreibt über die Mühen, die afroamerikanische Geschichte zu bewahren. Hilton Als erinnert an Toni Morrisons geniale Idee, schwarze Frauen zu Heldinnen ihrer literarischen Texte zu machen. Und Anthony Lane sah im Kino Guy Ritchies "The Gentlemen".
Archiv: New Yorker