
Mattathias Schwartz
begibt sich in die finstere Welt der
Trolle. So nennt man im Internet anonym auftretende Personen, die versuchen mit
schwachsinnigen bis bösartigen Kommentaren andere bis zur Weißglut zu reizen. In letzter Zeit hat es sogar einige Selbstmorde gegeben, die durch Trolle ausgelöst wurden. Schwartz lernt einige von ihnen
in Person kennen und stellt am Ende fest: "Auch wenn die Technologie die soziale Barriere verringert, die uns davon abhält, Fremde zu quälen, so erklärt das noch nicht, was diesen Impuls auslöst. Er scheint etwas sehr Häßlichem zu entspringen, einem destruktiven menschlichen Zwang, den viele fühlen, dem aber nur wenige nachgeben (...) Und dennoch schlägt sich das Internet ziemlich gut als
Frontstadt am Rande der Anarchie. Es wird erwartet, dass sich sein Verkehr bis 2012 vervierfacht. Die Vorstellung, Trolle seien eine Bedrohung für das Internet ist so als würde man
Krähen für eine Bedrohung der Landwirtschaft halten."
"Außererodentlich, unschätzbar wertvoll, machtvoll, brillant recherchiert"
nennt Alan Brinkley im Aufmacher der Sunday Book Review das Buch "The Dark Side - The Inside Story of How the War on Terror Turned into a War on American Ideals" (
Auszug), der
New-Yorker-
Reporterin Jane Mayer, das alle Fakten zum schwärzesten Kapitel der jüngsten amerikanischen Geschichte zusammenträgt: Die Einführung der
Folter im "Krieg gegen den Terror" zum Teil in Geheimgefängnissen, die von niemandem zu kontrollieren sind. Dick Cheney hat dieses System geschaffen, das, nebenbei bemerkt, keinerlei Erfolge vorzuweisen habe, und das schlimmste sei - es geht weiter: "Es gibt
kein Happy End in dieser düsteren und schändlichen Geschichte. Trotz wachsenden politischen Drucks, trotz Urteilen des Supreme Courts gegen die Gefängnispolitik, trotz immer mehr Enthüllungen über das einst geheime Programm, das das Gewissen der ganzen Welt schockierte, gibt es
wenig Hinweise darauf, dass die Geheimlager und Folterprogramme aufgegeben oder stark reduziert wurden."