Magazinrundschau - Archiv

Atlantic

234 Presseschau-Absätze - Seite 19 von 24

Magazinrundschau vom 16.08.2011 - The Atlantic

Die amerikanische Mittelklasse verschwindet. In einem großen Report stellt Don Peck fest, dass die Ungleichheit in den USA mit der Wirtschaftskrise noch größer geworden sei. Und schon vorher hatte die Citibank in einer Studie bereits den Durchschnittskonsumenten verabschiedet: "Tatsächlich, sagen sie, bestehe Amerika aus zwei klar unterscheidbaren Gruppen: den Reichen und dem Rest. Und für geschäftliche Entscheidungen spiele die zweite Gruppe keine Rolle; ihr Ausgabeverhalten oder ihre Sparraten zu verfolgen, sei reine Zeitverschwendung. Alles in der amerikanischen Wirtschaft passiere oben: Das reichste eine Prozent der Haushalte verdient so viel wie die unteren 60 Prozent zusammen; sie besitzen so viel Vermögen wie die unteren 90 Prozent; und mit jedem Jahr wird der Anteil am Reichtum der Nation größer, der durch ihre Hände und in ihre Taschen fließt."

Es brodelt in China, berichtet James Fallows, der im ganzen Land politische Proteste, ethnische Unruhen und Anschläge erlebte, und natürlich ihre Niederschlagung. Wirtschaftlich herrsche aber business as usual, weshalb er keine Voraussage darüber wagt, wie weitreichend der Unmut sein wird.

Magazinrundschau vom 21.06.2011 - The Atlantic

Nach der Lektüre von Joseph Lelyvelds Gandhi-Biografie - aber vermutlich schon vorher - hat Christopher Hitchens für den Mahatma kaum mehr übrig als für Mutter Theresa: "Gandhi kann der Schuld nicht entkommen, dass er der einzige große Prediger des Appeasement war, der nie seine Meinung änderte. Das abgenutzte Wort ist hier vollkommen angemessen, liest man, wie Gandhi die Briten anflehte, die Nazis 'Besitz von eurer schönen Insel und euren schönen Gebäuden nehmen zu lassen. Ihr werdet all das geben, aber weder eure Seelen, noch eure Köpfe. Wenn diese Herren eure Häuser besetzen wollen, gebt sie ihnen. Wenn sie euch nicht ausreisen lassen, lasst zu, dass sie euch - Mann, Frau und Kind - abschlachten.' Diese Passage ist enthüllend, nicht so sehr wegen ihrer metaphysischen Amoralität als wegen der Demonstration dessen, was im Gandhiismus immer latent war: die hoch dubiose Trennung von Verstand und Körper."

Außerdem: Bruce Barcott stellt den Kanadier Guy Cramer vor, dessen Camouflage-Muster die Armeen der halben Welt bedecken. Jonathan A. Knee erklärt der Filmindustrie, warum der Filmstreamdienst Netflix so unglaublich erfolgreich ist. Und Armanda Ripley stellt den Mann vor, der die Pisa-Fragen erfand: den deutschen Mathematiker Andreas Schleicher.

Magazinrundschau vom 17.05.2011 - The Atlantic

Die Welt ist kompliziert und darum muss die Regierung Obamas in dem einen arabischen Land die Demokratie unterstützen und in dem anderen eine unfähige Monarchie, schreibt Jeffrey Goldberg. Für Hillary Clinton, mit der er gesprochen hat, hängt viel davon ab, wie die Frauen künftig an der Macht beteiligt werden. Die Republikaner formulieren es anders: John McCain und Joseph Lieberman forderten laut Goldberg kürzlich von dem verdutzten jordanischen König, er möge mehr Demokratie zulassen, aber bitte die Muslimbrüder draußen halten. "'Eine Organisation, die bekennt, Macht durch Gewalt erreichen zu wollen, muss aufgehalten werden', sagte mir McCain. Er hatte registriert, dass die Muslimbrüder in Jordanien öffentlich der Gewalt abgeschworen haben, aber er sagt, er bezweifle ihre Ehrlichkeit. 'Jeder sagt, dass die Muslimbrüder ein moderateres Äußeres vortäuschen.' Der König, so McCain, teile seinen Standpunkt. 'Er hat es begriffen. Er ist schlau.'" Man muss diesen Artikel mit einem Ross-Thomas-Krimi neben sich lesen.

Außerdem: Matthew McGough schildert in einer spannenden, unsentimentalen Reportage, wie ein DNA-Test zur Aufklärung eines 1986 begangenen Mordes führte. Und Christopher Hitchens liest die Briefe von Rosa Luxemburg im "intensiven, doch traurigen Bewusstsein dessen, was Perry Anderson einmal 'die Geschichte der Möglichkeiten' nannte".

Magazinrundschau vom 19.04.2011 - The Atlantic

Philip Larkin war einer der miesepetrigsten Personen überhaupt in der englischen Dichtung, so charakterisiert ihn jedenfalls Christopher Hitchens, der eine Ehrenrettung dieses Dichters versucht, der Sex überhaupt nicht mochte, außer mit sich selbst und angefeuert von Fantasien, die heute als wirklich schmutzig gelten. 1951 schrieb Larkin: "Ich finde - obwohl ich natürlich für freie Lebe, fortschrittliche Schulen usw. bin - dass irgendjemand mal eine kleine Studie über die inneren Eigenschaften des Sex erstellen sollte - über seine Grausamkeit, seine Tyrannei zum Beispiel. Es scheint mir, dass jemanden unter deinen Willen zu beugen das eigentliche Wesen des Sex ist - mit Zwang oder Nachlässigkeit, wenn man männlich ist, mit Gehässigkeit oder Nörgelei oder Szenen, wenn man weiblich ist. Und was am schlimmsten ist, beide Seiten haben es lieber so als gar nicht. Ich nicht." Das Ergebnis dieser Überlegung war sein Gedicht "Deceptions".

Außerdem: Ta-Nehisi Coates erzählt, was Malcolm X ihm und seiner Familie bedeutet.

Magazinrundschau vom 15.03.2011 - The Atlantic

Im Januar 2010 wurde ein nordkoreanischer Arbeiter öffentlich von einem Erschießungskommando hingerichtet, weil er den Reispreis nach Südkorea durchtelefoniert hat. Es nützt nichts. Immer mehr Bürgerreporter verschicken News aus Nordkorea, berichtet Robert S. Boynton. Sie beliefern zum Beispiel die in Seoul beheimatete Daily NK mit Informationen, deren Mitbegründer Park In Ho erzählt, wie er einen seiner besten Reporter rekrutierte: "Ich traf ihn in China bei einer NGO. Er hatte einen Abschluss von der Kim-Il-Sung-Universität und war daher dazu bestimmt, ein Mitglied der Elite zu werden. Das erste, was er mich fragte, war, ob ich ihm helfen könne Dynamit zu beschaffen um Kim Jong Il in die Luft zu sprengen.' Sie verbrachten drei Monate zusammen, redeten und lasen Bücher über die Geschichte Nordostasiens. 'Ich wollte, dass er die Situation der Region versteht und überzeugte ihn davon, dass Terrorismus nicht nur falsch ist, sondern auch nichts ändert.' Der Mann ist jetzt ein Händler in Nordkorea. Und weil er seiner Arbeit wegen viel reisen muss, ist er einer der wertvollsten Reporter von Daily NK."

Geht es wirklich abwärts mit der Presse? Lesen wir nur noch den Blödsinn, den wir lesen wollen, hüstel, statt des Qualitätsmaterials, das wir lesen sollen? Reporterveteran James Fallows betrachtet Gawker und Fox News und kommt - nach vielen Gesprächen und überreiflicher Überlegung - zu dem Schluss: Nein, früher war's kein Stück besser. Und diese neuen Jungs haben alles in allem ziemlich gute Ideen. "'Die Linken lieben es, über den Verfall der Logik und wissenschaftlicher Methoden zu reden', sagt [Gawker-Gründer] Nick Denton. Eins seiner Beispiele: Al Gores Buch 'The Assault on Reason' über die Irrationalität des öffentlichen Lebens mit Passagen wie dieser: 'Der deutsche Philosoph Jürgen Habermas beschreibt, was gerade geschieht, als 'Refeudalisierung der öffentlichen Sphäre'.' 'Aber was, wenn die Antwort auf eine falsche Erzählung nicht Fakten sind?', fragt Denton. 'Oder Habermas? Vielleicht ist die Antwort auf eine fehlerhafte Erzählung eine andere Erzählung. Man ändert die Story.' Genau das, meint er, haben Jon Stewart und Stephen Colbert getan. Sie überprüfen nicht die Fakten von Fox News oder versuchen sie direkt zu widerlegen oder sie mit den Mitteln von Fox zu bekämpfen. Sie verändern die Story nicht, indem sie die Realität verbiegen - ihre Stärke ist gerade ihr Vertrauen in Fakten - oder eine fiktive Erzählung verbreiten, sondern indem sie die Fakten auf eine Art präsentieren, wie es niemand zuvor getan hat.'"

Außerdem: Joshua Hammer beschreibt die Arbeit der - gut beschäftigten - Bombenentschärfungskommandos rund um Berlin. Und Caitlin Flanagan weiß, warum "gute" amerikanische WASP-Mütter Amy Chua nicht ausstehen können.

Magazinrundschau vom 15.02.2011 - The Atlantic

Ein sehr ängstlicher Brian Christian hat am Turing Test 2010 teilgenommen. Bei diesem Test stellen "Richter" via Computer alle möglichen Fragen an einen Menschen und an ein Computerprogramm, beide hinter einem Vorhang verborgen. Anschließend müssen die Richter anhand der Antworten entscheiden, wer Mensch und wer Computer ist. Christian ist wild entschlossen, sein Menschsein zweifelsfrei zu beweisen. Aber wie? Mit Kultiviertheit, Witz, freien Assoziationen, Beschimpfungen? Können Computer alles. "Im Mai 1989 stellte Mark Humphrys, ein 21-jähriger Student, ein Computerprogramm namens 'MGonz' online und ging nach Hause. Ein Nutzer (Name: 'Someone') an der Drake Universität in Iowa schickte versuchsweise die Message 'Finger' an Humphrys Account - ein früher Internetbefehl, der für die Frage nach Basisinformationen über einen Nutzer stand. Zur Überraschung von Someone kam sofort eine Antwort: 'lass diesen kryptischen scheiß sprich in ganzen sätzen'. Daraus entwickelte sich ein Schlagabtausch zwischen Someone und MGonz, der fast eineinhalb Stunden dauerte. (Der beste Teil war zweifellos der, als Someone erklärte, 'du klingst wie ein verdammter roboter, der sich dauernd wiederholt.') Als Humphrys am nächsten Morgen zu seinem Rechner zurückkam, sah er erstaunt in sein Log. Er fühlte sich unbehaglich."

Fasziniert hat Christopher Hitchens "The Berlin-Baghdad Express: The Ottoman Empire and Germany's Bid for World Power" gelesen, ein Buch, in dem der Historiker Sean McMeekins erzählt, wie die Deutschen unter Wilhelm II. den Islamismus in der Türkei förderten. Einer der Hauptfiguren dabei war Max von Oppenheim: "Seine Vision war ein Aufruhr der Muslime aller Länder außer in Deutschland und der Türkei. Die Fatwas, für deren Übersetzung und Verbreitung er bezahlte, lesen sich auf unheimlich Art wie der heutige Ausstoß von Al Qaida, komplett mit Referenzen an die weltweite Unterdrückung der Muslime, der verlockenden Belohnung für Märtyrertum und der generellen Erlaubnis zum Mord."

Magazinrundschau vom 11.01.2011 - The Atlantic

Als Reporterin hat Chrystia Freeland seit Jahren mit den neuen Superreichen zu tun. In ihrem Porträt dieser Kaste erläutert sie, warum die Reichen von heute die Wurzeln zu den Gesellschaften, aus denen sie kommen, zunehmend kappen: "Ihre Mitglieder arbeiten hart, sind bestens ausgebildet, ein meritokratischer Jet-Set, in dem man fest davon überzeugt ist, der verdiente Gewinner eines harten, weltweiten ökonomischen Wettbewerbs zu sein - und viele davon haben eine sehr ambivalente Haltung zu jenen von uns, die nicht so spektakulär erfolgreich sind. Was aber vielleicht am bemerkenswertesten ist: Sie entwickeln sich gerade zu einer transglobalen Gemeinschaft, in der die Mitglieder untereinander mehr gemeinsam haben als mit ihren Landsleuten zuhause. Ob sie ihren Hauptwohnsitz nun in New York oder Hongkong, Moskau oder Mumbai haben: Die Superreichen von heute sind zunehmend eine Nation für sich."

Komplett auf dem Holzweg ist ein Feminismus, der glaubt, die brutale männliche Dominanz beim Sex ließe sich domestizieren. Davon ist Natasha Vargas-Cooper überzeugt. Nach ihren Streifzügen durch die hardcore-pornografischen Seiten des Netzes sieht sie sich darin doppelt und dreifach bestätigt: "Es ist eine zum großen Teil finstere Präsentation dessen, was Frauen alles tun, um Männer zu befriedigen: junge Ehefrauen, die auf der Familiencouch an sich herumfingern, alte Ehefrauen, die sich den Freunden des Ehemanns anbieten, alternde Mütter im schäbigen Korsett, die ihre hängenden Hinterteile in die Kamera halten. In der Pornografie von heute sehen Porno-Stars nicht mehr aus wie Porno-Stars. Das Bild von Jenna Jameson, der berühmtesten professionellen Pornodarstellerin in den USA (auch eine Bestsellerautorin) - mit ihren absurd riesigen Brüsten, viel zu langen Blondhaaren und der künstlich gebräunten Haut - ist ersetzt worden durch das neue Gesicht der Pornografie: eine bleiche ungezogene 19-Jährige mit Körbchengröße A und schlechter Frisur, das Gesicht nur erhellt durch den blauen Dämmer ihres Mac."

Magazinrundschau vom 16.11.2010 - The Atlantic

"Freeman Dyson ist eine dieser intellektuellen Naturgewalten, deren Brillanz überhaupt nur von einer kleinen Unterspezies von Menschen erkannt werden kann", eröffnet Kenneth Brower sein Porträt des großen Physikers und Klimaskeptikers, um vor allem der Frage nachzugehen, wie "jemand so schlaues so dumm sein kann, wenn es um die Umwelt geht". Dass Dyson gute Argumente hat, findet Brower nicht, berichtet aber immerhin folgendes: "Dyson leugnet nicht, dass die Welt wärmer wird. Was er anzweifelt, sind die Modelle der Klimatologen, die von ihnen vorausgesagten schweren Konsequenzen und die Annahme, dass die Klimaerwärmung schlecht sei. 'Ich war selbst in Grönland, wo die Erwärmung am stärksten ist', sagt er. 'Und was man dort sieht ist ziemlich spektakulär. Aber die Wahrheit ist auch: Die Leute lieben es. Die Leute hoffen, dass es so weitergeht. Es macht ihr Leben wesentlich angenehmer.'"

Die Titelgeschichte fragt, ob es vielleicht doch saubere Kohle geben kann. Benjamin Schwartz präsentiert seine Bücher des Jahres, angeführt wird die Liste von Deborah Eisenbergs "Collected Stories" (mehr hier).
Stichwörter: Grönland, Klimaerwärmung

Magazinrundschau vom 19.10.2010 - The Atlantic

B. R. Myers bricht eine Lanze für die Zutiefst Unglückliche Liebesgeschichte, die heute ganz aus der Mode gekommen ist. Beispiele dafür sind Somerset Maughams "Of Human Bondage", Wolfgang Koeppens "Eine unglückliche Liebe" und vor allem Patrick Hamiltons "The Midnight Bell". In all diesen Romanen verlieben sich Männer maßlos in eine Frau, die sie herabzieht und die sie weder intellektuell noch sexuell besonders attraktiv finden. Der Grund? Pure Magie. "Kein Wunder, dass die Zutiefst Unglückliche Liebesgeschichte mit der Popularisierung der Psychologie und der Weigerung, das Magische in menschlichen Beziehungen zu sehen, verschwand. Unser Zeitalter kann die große zerstörerische Leidenschaft nicht mehr verstehen, außer als sexuelle Obsession, eine Phrase, die der Bantam Verlag auf der Paperback-Ausgabe von Maughams Buch druckte. Obwohl Philip Mildreds Körper geradezu abstoßend findet. Auch Koeppens Held schläft nicht mit seiner Sibylle, aber das hinderte den amerikanischen Verlag nicht daran, den Titel - Eine unglückliche Liebe - als - "Eine traurige Affäre - zu sexualisieren und damit zu trivialisieren. Nichtklinische Erklärungen sind unvorstellbar geworden. Der Mann des 21. Jahrhunderts muss sich fragen, was mit ihm psychisch nicht in Ordnung ist, dass er in einer 'ungesunden' Beziehung bleibt. Was Mildred, Sibylle und Jenny angeht - die so verschieden sind - so würde ihnen jeder Pschologen Unehrlichkeit, Sucht nach Aufmerksamkeit und Feindseligkeit gegenüber der leisesten Kritik bescheinigen und sie mit dieser Diagnose auf eine Größe zurechtstutzen. Aber wie wenig verstehen Psychologen das Herz in dem Ratschlag, den sie jenen geben, die Frauen wie sie lieben: Verschwinde!"

Weitere Artikel: Nicholas Schmidle porträtiert den mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten ghanaischen investigativen Journalisten Anas Aremeyaw Anas: "Als ich ihn nach seinem Vorbild frage, nennt er nur einen Namen: Günter Wallraff, einen deutschen Undercover-Reporter mit mehr als vierzig Jahren Erfahrung im Enthüllungsjournalismus." Sarah A. Topol geht mit einigen 13-jährigen palästinensischen Mädchen am Strand von Gaza City surfen - aber nur, wenn nicht zuviele Leute da sind. Und mit 17 Jahren ist Schluss: "Ich tue nichts Falsches. Niemand hat das Recht, etwas über meine Tocher oder mich zu sagen. Aber am Ende kann ich nicht außerhalb der Traditionen meiner Gesellschaft leben. Es gibt hier Grenzen für unsere Freiheit", sagt mir Shurouks Vater Rajab. Und Michael Hirschorn schließlich ist entsetzt, dass im Internet jeder behaupten kann, was er will.

Magazinrundschau vom 15.06.2010 - The Atlantic

In einem von Lesern online hart attackierten Artikel beschreibt Hanna Rosin das Ende einer von Männern beherrschten Welt. Mädchen gehen öfter aufs College, machen öfter einen Abschluss, arbeiten öfter und in krisensichereren Branchen als Jungs. Und immer mehr Firmen wissen ihre Qualitäten zu schätzen. "Eine Studie von 2008 versuchte den Einfluss eines mehr weiblich geprägten Management-Stils zu quantifizieren. Forscher der Columbia Business School und der Universität von Maryland analysierten zwischen 1992 und 2006 Daten der 1.500 amerikanischen Top-Firmen um die Beziehung zwischen Firmenleistung und dem weiblichen Anteil am höheren Management zu ermitteln. Firmen, die Frauen in Top-Positionen hatten, leisteten mehr. Und das war besonders dort der Fall, wo die Firmen das betrieben, was die Forscher 'innovationsintensive Strategie' nannten, in der 'Kreativität und Zusammenarbeit besonders wichtig sein können' - eine gute Beschreibung der künftigen Ökonomie. Es kann sein, dass Frauen die Leistung einer Firma hochtreiben, es könnte auch sein, dass leistungsfähige Firmen den Luxus haben, hochqualifizierte Frauen einstellen und halten zu könne. Aber die Verbindung ist klar: innovative, erfolgreiche Firmen sind jene, die Frauen fördern."

Sandra Tsing Loh stellt nach Durchsicht einiger neuer Bücher und Filme fest: Frauen - vor allem im mittleren Alter - interessieren sich viel mehr für Immobilien als für Männer.
Stichwörter: Kreativität, Luxus, Columbia