Bücherbrief

Wie von den sieben Erzengeln verfasst

07.10.2024. Mircea Cartarescu entwirft einen fantastischen Weltaufgang um einen Kaiser von Äthiopien mit rumänischen Wurzeln. Davide Coppo schildert die Entwicklung eines sensiblen Jungen zum rechten Schläger im Italien der Nuller Jahre. Abdelaziz Baraka Sakin taucht ein in den Dschungel von Calais. Wolfram Eilenberger erzählt eine Geschichte der Philosophen, solange es welche gab. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Oktobers.
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Weitere Anregungen finden Sie in in der Lyrikkolumne "Tagtigall", dem "Fotolot", in der Kolumne "Vorworte", in unseren Büchern der Saison, den Notizen zu den jüngsten Literaturbeilagen und in den älteren Bücherbriefen.

Literatur

Mircea Cartarescu
Theodoros
Roman
Zsolnay Verlag. 672 Seiten. 38 Euro

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Ginge es nach NZZ-Kritiker Paul Jandl, wäre schon sicher, wer den Literatur-Nobelpreis dieses Jahr erhält: Mircea Cartarescu. Spätestens nach dem neusten Roman, ein "Opus magnum", das uns die fantastische Geschichte vom Auftieg eines walachischen Dieners zum Kaiser von Äthiopien im 19. Jahrhundert erzählt. Aber dabei belässt es der rumänische Schriftsteller nicht, sein Roman sprudelt nur so über vor Erfindungsreichtum, versichert Jandl: Er dichtet dem titelgebenden Theodoros nicht nur eine rumänische Herkunft an, sondern entwirft geradezu eine Kosmologie en miniature, zusammengesetzt aus realen Ereignissen und Mythen, "Kalauern und Kulturgeschichte". Wie von den sieben Erzengeln verfasst scheint Jandl dieses Buch, in dem "die Worte in verschwenderischer Genauigkeit schillern und gerade erst erzeugen, was sie beschreiben: einen kompletten Weltaufgang." Größte Anerkennung zollt Jandl auch Ernest Wichners Übersetzung dieses Mixes aus Avantgarde und Kunst-Rumänisch: Vergleiche mit Borges und Swift scheut er nicht. Hymnisch bespricht auch Jörg Plath im Dlf den Roman, der seiner Meinung nach in der barocken Überfülle nicht weniger will als "Totalität": "Grandiose Liebesgeschichten und gnadenlose Metzeleien" wechseln hier einander ab, ins antike Jerusalem geht es hier ebenso wie ins London Queen Victorias. Und dass Cartarescu hier erstmals auf autofiktionale Elemente verzichtet, tut dem Roman gut, meint Plath.

Abdelaziz Baraka Sakin
Der Rabe, der mich liebte
Roman
Klingenberg Verlag. 136 Seiten. 21,90 Euro

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Wie oft lesen oder hören Sie wirklich etwas über den Krieg im Sudan, fragte kürzlich in der taz der in Nigeria aufgewachsene und in den USA lebende Schriftsteller Helon Habila, der als erster Kurator das Internationale Literaturfestival Berlin mitgestaltet hat. Zugleich kritisierte er, dass viele Menschen keine ehrlichen, einfachen Geschichten über Menschen in Afrika - oder über glückliche Menschen in Afrika lesen wollten. (Unser Resümee) Die Geschichte, die uns der sudanesische, inzwischen in Österreich lebende Schriftsteller Abdelaziz Baraka Sakin erzählt, ist sicher auch keine glückliche - aber vor allem mit Blick auf aktuelle Migrationsdebatten eine so lesenswerte wie wichtige: Sakin führt uns an der Seite der Jugendfreunde Adam und Nuri in den "Dschungel" in Calais, ein offiziell längst aufgelöstes Zeltlager, in dem Geflüchtete in der Hoffnung ausharren, irgendwie nach England zu kommen. Berührt liest FR-Rezensentin Andrea Pollmeier von der Flucht der Freunde, die ganz unterschiedliche Verläufe nimmt: Nuri gelingt es, die Dublin-Gesetze zu umgehen, er bekommt Asyl in Frankreich, Adam bettelt am Grazer Bahnhof, verliert den Verstand und wird letztlich ausgewiesen, erfahren wir. Ihre Begegnung am Bahnhof bildet den Auftakt für einen Roman, der multiperspektivisch von den Hoffnungen und Träumen, aber auch der "Härte und Kälte" der Flucht erzählt, schließt die auch von der poetischen Sprache überzeugte Kritikerin.

Neige Sinno
Trauriger Tiger
dtv. 304 Seiten. 24 Euro

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Ein wichtiges, tabubrechendes Buch gilt es mit Neige Sinnos "Trauriger Tiger" zu annoncieren: Die mittlerweile 44-jährige französische Schriftstellerin erzählt uns von den Vergewaltigungen, die sie von ihrem siebten bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr durch den Stiefvater erlitt. Warum sie in ihrem Buch auch die Sicht des Täters berücksichtigt, erklärt sie im SZ-Interview mit Johanna Adorjan: Es gebe mit Nabokovs "Lolita" nur ein einziges Buch, das aus Sicht eines Vergewaltigers erzählt sei, im Gegensatz zu Nabokov findet sie allerdings, "dass ausbuchstabiert werden muss, worum es geht. Damit der Leser sich nicht darum herummogeln könne". Dass die literarische Schilderung ihres Leidenswegs auch eine Rückeroberung der Sprache sei, erklärt sie im Welt-Interview. (Unsere Resümees) Heftige Szenen im Buch und die "grausame Wahrheit" sind zwar harte Brocken für die Leser, doch am Ende ist es eine Heldengeschichte, versichert Adorjan. In der FAZ schließt Barbara von Machui ihre Kritik mit der Begründung der Schülerinnen, die dem Buch den Prix Goncourt des lycéens verliehen haben: Sinno verspreche "ganzen Generationen, aus dem Labyrinth der Schande und des Schweigens herauszufinden". In der NZZ begrüßt Rainer Moritz, dass im Text auch die Diskussionen der 1970er und 1980er zur Entkriminalisierung von Pädophilie zur Sprache kommen.

Davide Coppo
Der Morgen gehört uns
Kjona Verlag. 240 Seiten. 24 Euro

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Die Wahlen im Osten haben gezeigt: Im Moment tendiert die Jugend nach rechts. Erklärungsversuche gibt es viele, auch der italienische Autor Davide Coppo sucht nach einer Antwort in seinem Roman, in dem er die Radikalisierung des neunzehnjährigen Italieners Ettore zum rechten Schläger im Italien der 2000er Jahre nachzeichnet. Und zwar Schritt für Schritt, wie uns ein begeisterter Gustav Seibt in der SZ versichert. Coppo erzählt, wie ein einst sensibles Kind von einer neofaschistischen Jugendorganisation angworben und in einen Strudel aus Gewalt gezogen wird. Der Autor hat für den Roman minutiös recherchiert, so Seibt. Und so gelingt ihm nicht nur ein "dichtes, erkenntnisstiftendes" Buch über die neue Rechte in Italien, sondern auch ein an Wolfgang Herrndorfs "Tschick" erinnernder Coming-of-Age-Roman, der zudem von Jan Schönherr hervorragend übersetzt wurde, schließt Seibt. Dass Bildung nicht vor Radikalisierung schützt, entnimmt Marc Reichwein in der Welt diesem, wie er findet, sehr lesenwerten Buch: Deutsche Leser lernen bei Coppo auch noch allerhand über den italienischen Postfaschismus, meint er. Von rechter Radikalisierung im Westen erzählt uns derweil Markus Thielemann in seinem Antiheimat-Roman "Vom Norden rollt ein Donner" (bestellen), der childert, wie Schäfer Jannes in der Lüneburger Heide gegen Wölfe und völkische Siedler kämpft. Der Roman hat es auf die Shortlist geschafft, besprochen wurde er mit einiger Verspätung dann erst in Dlf Kultur, FAZ und Zeit: Wie Heimat hier zur Heimsuchung wird, gefällt Zeit-Kritiker Ronald Düker sehr.

Iwan Sergejewitsch Schmeljow
Der Toten Sonne
Roman
Die Andere Bibliothek. 320 Seiten, 44 Euro

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Schon vor hundert Jahren schilderte der russische Schriftsteller Iwan Schmeljow in "Die Sonne der Toten" das russische Wüten auf der Krim, Thomas Mann schlug Schmeljow nach der Lektüre in einem Brief von 1931 an das Komitee Schmeljow als Kandidaten für den Literaturnobelpreis vor. (Unsere Resümees). Und doch könnte der Roman heute kaum aktueller sein - ein Glück also, dass er in neuer Übersetzung von Christiane Pöhlmann vorliegt. Der 1923 erschienene Roman, den Schmeljow im französischen Exil verfasste, beschreibt das "Schlachtfest", das die Russen während der Oktoberrevolution auf der Krim anrichteten, auch mit Blick auf die fatalen Folgen der Revolution, resümiert Jens Jessen in der Zeit. Schmeljow, der die vom bolschewistischen Terror verursachte Hungersnot, das Elend und die Paranoia der Gesellschaft nachzeichnet, ging es vor allem darum, europäischen Intellektuellen alle Sympathien mit den Kommunisten auszutreiben, ergänzt Wolfgang Schneider im Dlf. Ebenso wie Schneider bewundert auch Franz Haas in der NZZ den lyrischen, andeutungsreichen Stil, in dem der Autor in diesem literarischen brillanten Werk den Krieg beschreibt und ausmalt, wie selbst Flora und Fauna unter der kommunistischen Herrschaft ächzen. In der FAZ empfiehlt Jörg Plath den zwischen Bukolik und Schrecken changierenden Roman.
 

Sachbuch

Jürgen Habermas
"Es musste etwas besser werden …"
Gespräche mit Stefan Müller-Doohm und Roman Yos
Suhrkamp Verlag. 253 Seiten. 28 Euro

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Sehr schön schildert Thomas Ribi in der NZZ seine Zwiespältigkeit gegenüber Jürgen Habermas' Ukraine-Positionen. Obwohl seine Gesprächspartner in diesem Band gar nicht so scharf auf das Thema sind, kommt Habermas entschlossen darauf zurück. Die Qualität von Habermas' Einlassungen scheint Ribi dabei gar nicht so interessant, sondern eher widersprüchlich und nicht konsistent, aber dass einer, der den Zweiten Weltkrieg selbst miterlebt hat, ganz von Schrecken erfüllt ist, wie schnell Gewalt wieder "als unausweichlich akzeptiert" werde, das scheint dem Rezensenten durchaus verständlich - vielleicht sogar als eine wichtige, nicht zu vernachlässigende Perspektive. Auch Thomas Meyer stolpert in der SZ über das Missverhältnis zwischen dem "philosophischen" Habermas, den er als einen beispielhaften, sich selbst in Frage stellenden Humanisten schildert, und dem "politischen" Habermas, der in den Passagen über die Ukraine die Antwort offen lässt, wie ein von einem Autokraten tödlich ins Visier genommenes demokratisches Land eigentlich reagieren soll? Kann es sein, dass dieses Versagen auch etwas über statische Probleme in Habermas' philosophischen Denkgebäude aussagt? Dafür wird man das Buch selber lesen müssen.

Wolfram Eilenberger
Geister der Gegenwart
Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 - 1984
Klett-Cotta Verlag. 496 Seiten. 28 Euro

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Ob Wolfram Eilenberger den Habermas-Briefband gelesen hat? Vermutlich nicht, bezeichnete er Habermas doch kürzlich im FR-Interview als "kühl kalkulierenden Machtkarrieristen", der die Frankfurter Schule zerstört habe. Überhaupt habe die Philosophie seit den 1980er Jahren keine namhaften Figuren mehr vorgebracht, ergänzte er, um zu erklären, weshalb sein aktuelles Buch im Jahr 1984 endet. (Unser Resümee) Zu den großen Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts gehören laut Eilenberg Theodor W. Adorno, Michel Foucault, Paul Feyerabend und Susan Sontag, denen er parallele Porträts widmet -  und zwar, weil alle vier einem erstarrten Wissenschaftsbetrieb einen erneuerten Imperativ der Aufklärung entgegenhielten, erklärt uns Jörg Später in der FAZ. SZ-Kritiker Peter Laudenbach folgt diesen geistigen Größen begeistert durch die Jahre 1948 bis 1984: einer Zeit, in der Adorno von Kalifornien wieder nach Deutschland aufbricht, Foucault an seinen Archäologien der Gegenwartskultur tüftelt, Feyerabend den "Methodenzwang" der Wissenschaften kritisiert und Sontag ihre klugen, essayistischen Analysen der Popkultur verfasst. Davon erzählt Eilenberger spannend und mit verblüffenden Querverbindungen, staunt der Rezensent. Ein tolles Buch über tolle Denker, pflichtet Rüdiger Safranski in der Zeit enthusiastisch bei.

Peter Probst
Was ist afrikanische Kunst?
Eine kurze Geschichte
Konstanz University Press. 337 Seiten. 34 Euro

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Nicht weniger als ein neues Standardwerk zum Thema afrikanische Kunst legt uns Ingo Arend in der taz mit diesem Buch des Kunsthistorikers und Ethnologen Peter Probst ans Herz. Die Grundfrage, die Probst mit Blick auf Restitutionsdebatten und die Diskussion um eine Revision der bisherigen Sammlungspraxis stellt, ist: "Was meinen wir eigentlich, wenn wir von afrikanischer Kunst sprechen?" In drei Kapiteln, die Arend nur so verschlingt, fächert der Autor die Begriffsgeschichte vom Kolonialismus bis heute auf und zeichnet laut Kritiker präzise, kenntnisreich und spannend den widersprüchlichen Prozess von Aneignung und Wertschätzung nach - und zwar ohne anzuklagen, freut sich Arend. Auch der in der FAZ rezensierende Afrikawissenschaftler Andreas Eckert empfiehlt dieses Buch, das nicht nur die Verbindung von Kunst und nation building im postkolonialen Afrika skizziere. Dafür, dass zu afrikanischer Kunst vor allem in Nordamerika und Europa geforscht wird, kann Probst nichts, gern hätte Eckert aber auch etwas über Debatten in Afrika erfahren. Im SWR bespricht Andreas Puff-Trojan das Buch.

Jaroslaw Hryzak
Ukraine
Biografie einer bedrängten Nation
C.H. Beck Verlag. 480 Seiten. 34 Euro

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Viel haben wir seit Beginn des Krieges über die Ukraine gelernt und gelesen, meist vermittelt durch westliche oder im Westen lebende Beobachter und Historiker. Dem setzt nun der ukrainische Historiker und Publizist Yaroslav Hrytsak eine Perspektive aus der Ukraine entgegen, und zwar ganz ohne Ideologie, Opfer- und Heldenmythen, dafür mit Brüchen und Widersprüchen in der Entwicklung der Nation, wie FAZ-Kritiker Reinhard Veser versichert. Er rät unbedingt zur Lektüre des anschaulichen Buches, schon um zu verstehen, warum die Geschichte der Ukraine für alle Europäer bedeutsam ist. Auch wenn Hrytsak zeitlich hin- und herspringt, mal vom Ursprung des Landesnamens, dann wieder vom ukranischen Brot erzählt, verliert der Leser den Faden nicht und versteht am Ende besser die lange Entwicklung der Ukraine zur Nation, versichert Veser. In der FR ist auch Christian Thomas sehr zufrieden mit diesem Buch, das ihm in sechs aufschlussreichen Großkapiteln vom "nicht abreißenden Erbe der Unterdrückung" der Ukraine erzählt, aber auch an die Pogrome gegen Juden erinnert.

Volker Ullrich
Schicksalsstunden einer Demokratie
Das aufhaltsame Scheitern der Weimarer Republik
C.H. Beck Verlag. 383 Seiten. 26 Euro

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"Die Sorge um die Demokratie ist zum Kennzeichen einer neuen historischen Ära geworden", schreibt der Historiker Volker Ullrich im Vorwort zu seinem neuen Buch. Gerade nach den Wahlen in Thüringen und Sachsen blicken viele zurück in die Geschichte - und auf den Niedergang der letzten deutschen Demokratie: Das Scheitern der Weimarer Republik hat uns nie losgelassen und treibt uns heute wieder mehr denn je um. Hätte man die Demokratie vor den Nazis retten können? Oder war ihr Niedergang unaufhaltbar? Nach der Lektüre von Ullrichs Buch kommt der Historiker Heinrich August Winkler im Tagesspiegel zu dem Schluss: Das Scheitern der Weimarer Republik war weder "ein zwangsläufiges Ergebnis der deutschen Geschichte noch ein bloßer Betriebsunfall". Allerdings zeige Ullrich kenntnisreich, dass die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch Paul von Hindenburg keinesfalls alternativlos war. Präzise arbeitet Ullrich die politischen Ereignisse durch, besonders intensiv beschäftigt er sich mit der letzten Phase, die 1930 begann, als die letzte parlamentarische Mehrheitsregierung der Weimarer Republik zerbrach, so Winkler. Auf "wohlfeile Urteile" verzichtend, schildere Ullrich die komplizierte Lage der verbliebenen Demokraten und arbeite die entscheidende Rolle heraus, die die "alten wilhelminisch geprägten Machteliten" mit ihrem Votum für Hitler spielten. Empfohlen wird das Buch auch in taz, FAZ und SZ.

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