Urheberrechtsdiskussionen werden zumeist
völlig einseitig geführt. Die Frage ist stets: Was nützt den Urhebern und den Verwertern. Was nützt den
Nutzern und den
Vermittlern wie Museen oder Bibliotheken wird hingegen fast nie gefragt. In der Schweiz dürfen die Vermittler bei der Revidierung des Urheberrechts erstmals mitreden,
freut sich Claudia Jolles, Chefredakteurin des
Kunstbulletins. Und das sei bitter nötig: "Wir haben heute ein
hochkomplexes juristisches Räderwerk vorliegen, durch das nur noch eine Handvoll Fachleute schweizweit den Durchblick haben. Doch dem ursprünglichen Sinn und Zweck - der Wahrung der Interessen der Urheberinnen und Urheber an der Verwertung ihrer geistigen Schöpfungen - läuft es oft zuwider. Umso besser funktioniert die Maschinerie als
Geschäftsmodell für die im Namen der Urheber auftretenden
Verwertungsgesellschaften, welche die Bedingungen formulieren, über ein professionelles Lobbying-System politisch durchsetzen und den Einzug von Vergütungen als private Gesellschaft administrieren."
Apropos Urheber- und Verwertungsrechte: Der Künstler
Anish Kapoor hat das exklusive Recht, das revolutionäre
Vantablack zu benutzen, das schwärzeste Schwarz, das je entwickelt wurde,
meldet Dezeen. "However this has sparked
outrage amongst other artists, including English painter
Christian Furr - who told the
Mail on Sunday that he felt Kapoor was 'monopolising the material'. 'I've never heard of an artist monopolising a material. Using pure black in an artwork grounds it,' he said. 'All the best artists have had a thing for pure black - Turner, Manet, Goya. This black is
like dynamite in the art world. We should be able to use it - it isn't right that it belongs to one man,' he added."