Wird es
Autoren nun bald besser gehen? Nicht nur ist durch die historische Entscheidung des BGH die bisherige Praxis der
VG Wort, auch Verlage an den Ausschüttungen zu beteiligen, Unrecht (unsere
Resümees) - es sind außerdem noch neue
mächtige Unternehmen dem Kreis beigetreten, die in die VG einzahlen, nämlich die Smartphone-Konzerne, auch
Apple,
schreibt Rechtsnanwalt
Rainer Dresen bei
buchmarkt.de: "Mit diesen Geräten kann man bekanntlich auch Kopien von Texten anfertigen. Nun also zahlen Unternehmen wie Apple, Google, Samsung, Sony und Microsoft rund
fünf Euro pro Smartphone und sieben Euro pro Tablet, und das rückwirkend
ab 2008. Apple hat deshalb schon Anfang 2016 seine Preise erhöht und weist seitdem auf den Rechnungen diese 'Urheberabgabe' ausdrücklich aus. Millionenbeträge für die VG Wort werden alleine dadurch zusammenkommen - und die Verlage werden davon Stand heute
nichts erhalten."
Jörg Sundermeier, Verleger des Verbrecher Verlags weist in der
FAZ darauf hin, welche
wirtschaftliche Bedeutung die nun unrechtmäßigen Ausschüttungen der VG Wort für die Verlage hatten: "Der Verleger Christoph Links, dem im März auf der Leipziger Buchmesse der Kurt-Wolff-Preis verliehen wurde, sagte in seiner Dankesrede, dass er gut
fünfzigtausend Euro zurückzahlen müsse, da ja die Verwertungsgesellschaft Bild/Kunst auch ihrerseits die Ausschüttung an die Verlage zurückfordern müsse. Bei meinem Verlag geht es immerhin um knapp fünfundzwanzigtausend Euro, bei großen Verlagen dann gleich um
siebenstellige Beträge. Das zahlt niemand aus der Portokasse."