Die
Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat viele Probleme, ihr Name ist darunter das kleinste, meint in der
FAZ Klaus-
Dieter Lehmann, ehemaliger Präsident der Stiftung, und fordert von Claudia Roth
mehr als eine Minireform: "Nötig ist jetzt eine Öffnung hin zu gesamtstaatlicher Verantwortung, bei der das Zusammenwirken von Bund und Ländern zum Vorteil aller gelingen soll.
Die Länder sollen die Stiftung nicht alimentieren, sondern
selbst einen Nutzen haben. ... Bei den Museen könnte eine stärkere internationale Sichtbarkeit durch eine
Agentur zur internationalen Museumskooperation ein Gewinn für die Museen in Deutschland sein, ebenso ein
föderales Programm zur Unterstützung der Ausstellungstätigkeit durch fertig kuratierte Ausstellungen in den Ländern und ein Schaufenster der Länder in der Hauptstadt. Es geht um ein koordiniertes Vorgehen zur
kolonialen Vergangenheit Deutschlands und zur Dekolonisierung. Es geht um
Austauschprogramme und um Fragen des Kulturschutzes. ... Es bedarf hierzu aber einer
verlässlichen Struktur, die von den Beteiligten gleichermaßen als geeignete Grundlage angesehen wird."
Kehren
56 Teile des Parthenon-
Frieses doch noch zurück nach Athen? Die
Briten bewegen sich langsam ein ganz kleines bisschen,
erzählt Jürgen Gottschlich in der
taz. Von Rückgabe ist aber noch keine Rede, sondern nur von
Rückverleihen: "Das aber, berichten wiederum griechische Zeitungen, könne von Athen nicht akzeptiert werden. London muss den
Raub anerkennen, ist die Parole der griechischen Regierung. Denn der vom Museum behauptete Besitzanspruch für die sogenannten 'Elgin Marbles' ist äußerst umstritten und wird nicht nur von Athen, sondern auch von vielen Fachleuten abgelehnt. Schaut man sich die Umstände dieses 'Erwerbs' durch Lord Elgin genauer an, muss man feststellen: Der Raub der Friesplatten vom Parthenon auf der Athener Akropolis ist sozusagen die
Mutter aller Kunstraube, die die europäischen Großmächte im 19. Jahrhundert im Orient begangen haben."