
Unter der Überschrift "Die Lügen-Fabrik"
erklärt Jill Lepore die Ursprünge der gigantischen
Wahlkampfmaschine, die heute in den USA Gouverneure und Präsidenten macht. Das Feld der
Politikberatung war völlig unbekannt, bis 1933 die ehemaligen Journalisten Leone Baxter und Clem Whitaker ihre Firma Campaigns, Inc. gründeten. "Heute ist Politikmanagement eine breit gefächerte
Milliardenbranche aus Trainern, Redenschreibern, Meinungsforschern und Werbetreibenden, die überall eine Rolle spielen, sei es im diesjährigen Rennen um die Präsidentschaft bis hin zur Besetzungskampagne für das örtliche Schulkommittee. Wahlkämpfe enden heutzutage nie mehr. Und Berater führen nicht nur Wahlkämpfe,
sie regieren. Als Mitt Romney vom
Wall Street Journal gefragt wurde, wie er sein Kabinett besetzen wolle, antwortete er, er werde dafür wahrscheinlich
McKinsey hinzuziehen."
(Das führt auch dazu, dass - wie Sasha Issenberg vor zwei Wochen in der
New York Times schrieb - die
Kluft zwischen dem Wunsch von Journalisten, über das Politikspiel zu berichten, und der Fähigkeit, es zu tun, immer größer werde - schlicht, weil sie die neuen Instrumente demografischer und Lebensstil-Marker nicht mehr überblicken.)
Weiteres: Malcolm Gladwell
schreibt über den Skandal um den ehemaligen Ko-Trainer der Footballmannschaft der Elite-Uni Pennsylvania State
Jerry Sandusky, der unter dem Deckmantel einer von ihm gegründeten Wohltätigkeitsorganisation für Kinder aus benachteiligten Familien mehrere Jungen missbrauchte. Zu
lesen ist außerdem die Erzählung "The Third-Born" von
Mohsin Hamid.
In der neuen Ausgabe des
New Yorker vom 1. Oktober
analysiert Ian Parker in einem endlos erscheinenden Artikel
Joanne K. Rowling, den Erfolg ihrer Harry-Potter-Bücher und ihren ersten Erwachsenenroman,
"The Casual Vacancy", über den er auch
mit ihr gesprochen hat.