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Essay 20.11.2015 Katharina Hacker singt eine sehr alte Weise: das Lied vom Terroristen als eigentlichem Opfer. Von Oliver M. Piecha
Essay 19.11.2015 Ausgerechnet einen "Sterbefilm" als Rahmen filmischer Selbst-Reflexion zu benutzen, müsste sich schon der exklusiven Ernsthaftigkeit des Themas wegen von selbst verbieten - Nanni Moretti aber gewinnt damit ein experimentelles Verhältnis zu Sterben und Tod. Über "Mia Madre". Von Daniele Dell'Agli
Essay 19.11.2015 Wir sollten daran festhalten, die vielfältigen, oft zumindest funktionierenden Formen des Zusammenlebens offenen Auges zu beschreiben, denn diese Beschreibung ist vielleicht, was den gemeinsamen Grund schafft, gegen die Schnelligkeiten des Tötens aufzustehen. Eine Antwort auf Necla Kelek. Von Katharina Hacker
Essay 13.11.2015 Fotobücher feiern eine ungeheure Konjunktur. Sie sind nicht fürs Gucken, was Vinyl fürs Hören ist, kein Retroformat, sondern geradezu eine Folge der Digitalisierung. Und gleichzeitig ein Gegenraum zum Netz. Notizen eines gefährdeten Betrachters. Von Thierry Chervel
Essay 12.11.2015 Erst wenn man anfängt, Gabriele Goettles Reportagen als Ganzes zu sehen, zeigt sich die Dimension des Unternehmens, an dem sie jetzt seit fast dreißig Jahren arbeitet. Ich weiß nicht, seit wann Gabriele Goettle bewusst ist, dass sie an einer einzigen riesigen vielstimmigen Komposition sitzt. Eine Laudatio. Von Arno Widmann
Essay 10.11.2015 Am Ende zieht André Glucksmann aus Voltaires "Candide" eine ganz bescheidene Folgerung: Wir müssen unseren Garten bebauen und ihn verteidigen: Europa, die einzige auf Transzendenz verzichtende Zivilisation. Von Pascal Bruckner
Essay 12.10.2015 Religiöses Bilderverbot und die globalisierte Bilderproduktion finden ihren Brennpunkt im Schrecken der terroristischen Snuff-Videos. Das hat mit dem Islam zu tun. Andere Überlegungen zu Religion und Ästhetik. Von Daniele Dell'Agli
Essay 30.09.2015 Für manche Flüchtlinge ist es wichtig, im Supermarkt die richtige Babynahrung zu finden oder zu erfahren, dass Baden im Baggersee gefährlich sein kann. Deswegen geben wir in unserem ehrenamtlich konzipiertenDeutschkurs für Asylbewerber eine erste Orientierung in einer neuen Kultur- und Sprachwelt, kein Seminar über Weltreligionen. Eine Antwort auf Eva Quistorp. Von Karl Landherr
Essay 22.09.2015 Im Deutschkurs lernen Asylbewerber, wie sie im Supermarkt einkaufen, was eine Duldung ist und wie ein Putzmann arbeitet. Sie lernen nichts über Demokratie und Pluralität, über lebendige Beziehungen und Kompromisse. Guter Unterricht funktioniert aber nur als demokratischer Unterricht. Gedanken einer Deutschlehrerin im Flüchtlingshaus. Von Eva Quistorp
Essay 07.08.2015 Kritik braucht Glauben, nicht an Gott, aber an die Literatur. Kritiker müssen daran glauben, dass sie gut ist, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere. Sie müssen Fundamentalisten sein, missionieren wollen. Mormonen der Literatur. Von Michael Hasin
Essay 22.07.2015 Muss der Betrieb gerettet werden oder die Kritik? Was wollen wir überhaupt von Kritik? Wie können wir sie verbessern? Indem wir die subjektlose Objektivität der heutigen Literaturkritik durch eine kollektive Subjektivität ersetzen. Dazu muss der Kritiker Kollaborateur werden, Gesprächspartner und Gastgeber. Von Guido Graf
Essay 17.07.2015 Wolfram Schüttes Idee einer Literaturzeitung im Netz könnte die falschen Finanziers anlocken, und sie pflegt einen Begriff von Literatur, der den Entwicklungen im Netz hinterhinkt: Das heißt nicht, dass es nicht Orte einer durchaus auch elitären Reflexion über Literatur im Netz braucht. Von Wolfgang Tischer