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Essay 23.03.2007 Der europäische Verfassungsprozess scheitert nicht in erster Linie an der feindlichen Stimmung in den Bevölkerungen, sondern an den nationalen Egoismen der Regierungen. Einziger Ausweg wäre ein europäisches Referendum, sagt Jürgen Habermas in einem dpa-Interview, das wir mit freundlicher Genehmigung übernehmen. Von Matthias Hoenig
Essay 22.03.2007 Es genügt nicht, den Terrorismus zu verurteilen. Zugleich muss sich die Religion, die ihm Nahrung gibt und auf die er sich zu Recht oder zu Unrecht beruft, verändern. Einige abschließende Bemerkungen zur Multikulturalismus-Debatte. Von Pascal Bruckner
Essay 21.03.2007 Ayaan Hirsi Ali bestreitet, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft vereinbar ist. Das tut auch Osama bin Laden. Wir sollten auf die hören, die beides sein wollen: gute Muslime und gute Bürger eines freies Landes. Von Timothy Garton Ash
Essay 20.03.2007 Beim Euro-Islam als Brücke zwischen Islam und Europa geht es um den Gegenstand, nicht um das Profil von Personen wie Tariq Ramadan und Ayaan Hirsi Ali oder um irgendeinen postmodernen Nihilismus. Selbst Muslim und Migrant, erkenne ich, dass Europa eine zivilisatorische Identität hat und das Recht hat, diese zu bewahren. Das ist nicht gegen die Muslime gerichtet, weil die Idee Europas inklusiv ist; sie kann die Identität der Zuwanderer berücksichtigen, jedoch mit der Erwartung einer Anpassung ohne Selbstaufgabe.
Von Bassam Tibi
Essay 14.03.2007 Ayaan Hirsi Alis Thesen zur Unvereinbarkeit des islamischen Glaubens mit der Emanzipation der Frau sind reduktionistisch und dogmatisch. Bei der Lösung der Probleme kann nur eine Offenheit der westlichen Gesellschaft für die Entscheidungen der Migranten helfen. Von Halleh Ghorashi
Essay 10.03.2007 Der heutige Streit zwischen den "Fundamentalisten der Aufklärung" und den "Kulturrelativisten" hat in Europa sehr alte Wurzeln. Beide Positionen sind vonnöten, um auf die islamische Herausforderung zu reagieren. Von Adam Krzeminski
Essay 08.03.2007 Multikulturalismus ist nicht gleich Kulturrelativismus. Er könnte auch ein liberaler Kulturalismus sein, wie ihn der kanadische Philosoph und Politologe Will Kymlicka propagiert. Dann wäre die Frage, auf welcher Basis Minderheiten Gruppenrechte einfordern können.
Von Jesco Delorme