Jena wird wieder zum "Experimentallabor für zeitgenössische Architektur", freut sich Kevin Hanschke in der
FAZ. Gleich
drei neue Hochhäuser sollen hier Akzente setzen: "Während Metropolen wie München und Berlin den Hochhausbau mit Auflagen versehen und Großstädte wie Dresden oder Potsdam ihre Altstädte rekonstruieren, will sich die Universitätsstadt ein
modernes Stadtbild geben. Die Türme, 67, 50 und 33 Meter hoch, sollen sich zugleich in die historische Innenstadt einfügen und eine Skyline formen. 'Jena als
Hightech- und Lichtstadt, das ist das Signal, das von diesem Entwurf ausgehen soll', sagt Stadtentwicklungsdezernent Christian Gerlitz (SPD). Der Rahmenplan ist ambitioniert, an der Ostseite des Eichplatzes soll ein Stadtgarten entstehen. Die Türme sollen Wohnungen, Büros und Ladengeschäfte beherbergen."
In der
SZ fordert die Bauingenieurin
Lamia Messari-Becker die Wiedereinführung des abgeschafften Bauministeriums auf Bundesebene, mehr
Ganzheitlichkeit in der Städteplanung, aber auch eine Verbindung von
Ökologie und sozialem Frieden: "Ökologisches Wohnen in Städten ist jetzt schon kaum bezahlbar. Wie oft erlebe ich Menschen, die sanieren wollen, aber nicht das Geld aufbringen können, weil der Gesetzgeber eher 'Alles oder nichts'-Maßnahmen kennt und schon gar nicht ein anderes Tempo, nämlich das der betroffenen Menschen. Bei rund der Hälfte der Wohnungen haben die Mieter, die ja nicht Eigentümer sind, Sanierungen gar nicht in der Hand. Wir haben ganze Quartiere, wo sozial benachteiligte Menschen mit hohen Energiekosten leben. Ohne entsprechende Maßnahmen laufen wir weiter in eine
Energiearmut. Das ökologische Bauen und Wohnen wird so zum
Eliteprojekt - nichts wäre fataler."