Jon Garvie hat sich durch eine Reihe von Büchern zur Globalisierung geackert und
stellt fest, dass
kulturelle Globalisierung ohne wirtschaftliche Globalisierung nicht zu haben ist. Auch wenn das Autoren wie
J.
MacGregor Wise ("Cultural Globalization") oder
David Singh Grewal ("Network Power") zu glauben scheinen. "MacGregor Wises Mäandern durch Musik- und Jugendkultur zeigt das Bild eines kostenlosen globalen Süßigkeitenladens, in dem
modische Kinder sich ihre Identitäten aussuchen und mischen können. Theoretischer Fachjargon strömt frei umher. Individuen 're-territorialisieren' ihre Gesellschaften und Machtverhältnisse zerfallen zu 'grenzgängerischen' kulturellen Räumen. MacGregor beginnt diese 'Wieder-Imaginierung' mit der Erklärung, dass sein Interesse nur kulturelle Globalisierung gilt. Aber der Ausschluss der Wirtschaft funktioniert nicht. Hinterfragen
koreanische Teenager in Hiphop-Kleidung wirklich fundamentale Aspekte ihrer Kultur oder befriedigen sie nur eine Marktnische?"
In einem weiteren Artikel
freut sich John Bowen über ein Buch, das die philantropischen Ambitionen von
Charles Dickens dokumentiert: der hatte seinerzeit ein
Frauenasyl eröffnet und versuchte dort mittels selbst erdachter Gesprächstherapie die Fehlgeleiteten zu resozialisieren. Mary Beard hat
Stephen Halliwells Geschichte des
Lachens in der griechischen Literatur und Philosophie
gelesen und gelernt, dass Humorlosigkeit ein Wesenszug von Tyrannen ist, sich die alten Griechen besonders gerne über "Eierköpfe" amüsierten und der Maler
Zeuxis sich buchstäblich totlachte, als er eines seiner eigenen Bilder betrachtete.