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Essay 18.11.2019 Individualrechte sind, Eigentums- und Freiheitsrechte voran, als Mittel der Selbstbehauptung Einzelner gegen andere, gegen Gemeinschaft, gegen Gesellschaft und gegen Ansprüche des Staates ausgelegt. Da kommt so schnell keine Achtung für das Gemeinsame auf. Wer die Klimakrise bewältigen will, muss die Systemfrage stellen. Die Idee der "Commons" weist den Weg: Mieten oder pachten ja, besitzen nein. Von Daniele Dell'Agli
Essay 07.11.2019 Peter Handke war schon vor dem Nobelpreis ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Aber ein Tag im Leben Handkes war doch besonders: Am 8. April 2013 erhielt er in Belgrad gleich drei Auszeichnungen. Die Preise, seine Laudatoren und die Autoren und Politiker, die ihn auszeichneten, erlauben einen unheimlichen Blick auf Handkes Serbien. Von Vahidin Preljevic
Essay 31.10.2019 "Spuren eines Irrläufers" betitelt Alida Bremer ihren Text über Peter Handke. Aber wer läuft da in die Irre mit ihren rhetorischen Verrenkungen, mit denen man jeden zur Bestie, zum Neurechten oder zu einem "Relativierer" macht? Es geht inzwischen längst nicht mehr um diesen oder jenen Satz. Es geht um die Diffamierung eines literarischen Werks. Eine Replik. Von Lothar Struck
Essay 31.10.2019 Äußerungen von Sigmar Gabriel und anderen Politikern zeigen, dass die Politik die wahre Katastrophe von Halle nicht verstanden hat: Dieses Massaker wäre gelungen, wenn sich die Juden von Halle nicht selbst geschützt hätten. Und auch nach "Halle" zeigt sich in Deutschland bestürzend wenig Erschrecken. Mit schuld daran ist die deutsche Außenpolitik. Von Matthias Küntzel
Essay 25.10.2019 Man soll Peter Handke bitte genau lesen, sagen Eugen Ruge und Thomas Melle. Gut, dann sei er hier nochmal gelesen und in den Kontext gestellt. Vielleicht schauen die Handke-Verfechter dann auch mal aus ihrer Lektüre auf und nehmen die Fakten zur Kenntnis. Handke idolisierte die gleichen rechtsextremen Kriegsverbrecher wie später Andres Breivik und Brenton Tarrant. In einer extremistischen Postille relativierte Handke noch im Jahr 2011 den Genozid von Srebrenica. Von Alida Bremer
Essay 18.09.2019 Alle reden vom Klimaschutz, doch über die größten Hindernisse für eine effiziente Umweltpolitik - die bestehenden Eigentums- und Freiheitsrechte und ihre Mentalitätspsychologie - wird nirgends diskutiert. Die Materie ist ebenso brisant wie intrikat. Politiker werden neu über die Idee des Gemeineigentums nachdenken müssen - auch gegen den Druck der Lobbyisten. Die Zeit des Taktierens ist vorbei. Von Daniele Dell'Agli
Essay 03.07.2019 Eines der schlecht gehüteten Geheimnisse Literaturbetriebs ist, dass erst Preise für Preise qualifizieren: Wer einen der namhaften Literaturpreise für sich buchen kann, ist damit
generell als Preisträger habilitiert und wird in der Folge immer wieder
in die Kränze kommen. Eine Laudatio bietet sich als Vorlage für die
nächste an. Für Sponsoren und Juroren entfällt damit das Risiko von
Fehlentscheidungen. Und andere Einblicke ins aktuelle Literaturgeschehen Von Felix Philipp Ingold
Essay 13.05.2019 Kaum war die Kopftuchkonferenz an der Frankfurter Uni vorbei, inszenierten die Gegner*innen der Feministin Alice Schwarzer in den sozialen Medien einen neuen Skandal. Von ihrer intellektuellen Niederlage können sie nicht ablenken. Von Necla Kelek
Essay 29.04.2019 "Les Rigoles" von Brecht Evans ist ein anmutiger Comic. Krankhaft anmutig, das heißt: beinahe zu schön, zu bunt, zu schillernd, zu gekonnt, eine fluide Welt der Choreografien und Ornamente. Obwohl er so anders ist, kann man ihn als nokturnales Meisterwerk neben "My Favorite Thing is Monsters" von Emil Ferris stellen. Von Stefanie Diekmann
Essay 01.03.2019 Dass es in einer der reichsten Gesellschaften der Welt weder für ein
solidarisches Grundeinkommen noch für auch nur moderate und
unbürokratische Erleichterungen der unwürdigen Lage jener, die auf
Sozialleistungen angewiesen sind, die geringste Akzeptanz gibt, ist
sozialpsychologisch und psychopolitisch ein Skandal, den niemand als
solchen zu bemerken scheint. Von Daniele Dell'Agli
Essay 11.01.2019 Die linke und liberale Öffentlichkeit ist auf "die Rechten" fokussiert und sieht dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht: Sie überlässt den einen Rechtsradikalen, die im deutschen Namen agieren, die Kritik an den anderen Rechtsradikalen, die sich im Namen des Islams abschotten und "Respekt" verlangen. Eine Argumentationsskizze Von Jochen Hörisch
Essay 26.11.2018 Ich kann mit der Idee des Authentischen nichts anfangen und misstraue
ihren Verteidigern. In der Kunst bewegt mich nicht das sogenannte
Unverfälschte, Echte, sondern das Artifizielle, das, was sichtlich
gemacht und hergestellt ist, das sich eine Form schafft, die auch anders
sein könnte, aber schön ist und gültig, ohne mich zu überwältigen. Ideen anlässlich einer Verfilmung. Von Katharina Hacker