Buchautor

Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt (Österreich) geboren. Bachmann begann schon als Schülerin in Klagenfurt zu schreiben, bis ihr nach ihrem ersten, in Innsbruck und Graz verbrachten Studienjahr (1945/46) mit der Erzählung "Die Fähre" schließlich die erste Veröffentlichung gelingt. Im September 1946 vollzog sie den eigentlichen Aufbruch aus der Provinz, indem sie ihr Studium der Philosophie (mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie) in Wien fortsetzt, wo sie zugleich den Kontakt zur Wiener Literaturszene sucht. 1949 erschien Bachmanns Dissertation über Heidegger. Außerdem konnte sie erste Gedichte in der Zeitschrift Lynkeus und einer Reihe von Erzählungen in der Wiener Tageszeitung veröffentlichen. Zugleich arbeitet die Autorin an einem ersten, unveröffentlichten und verschollenen Roman ("Stadt ohne Namen").
Nach ihrer Promotion fand Bachmann im Herbst 1951 eine Stelle im Script-Department des amerikanischen Senders Rot-Weiß-Rot, die zum Ausgangspunkt ihrer Rundfunkarbeit wird, aus der in den 1950er Jahren Rundfunkbearbeitungen zeitgenössischer angloamerikanischer und französischer Dramen, Rundfunkessays (u. a. zu Musil, Wittgenstein und Proust) und Hörspiele (Ein Geschäft mit Träumen, 1952; Die Zikaden, 1955; Der gute Gott von Manhattan, 1958) hervorgingen.
1953 wurde sie für ihren ersten Lyrikband "Die gestundete Zeit" mit dem renommierten Preis der Gruppe 47 ausgezeichnt. Im selben Jahr zog sie nach Italien, um dort als freie Schriftstellerin zu leben. Freundschaft mit Celan, Henze, Max Frisch. In den folgenden zehn Jahren entstanden neben Gedichten, Hörspielen und Essays auch die Frankfurter Vorlesungen, mit denen die Autorin die gleichnamige Reihe der Poetik-Vorlesungen zu "Problemen zeitgenössischer Dichtung" eröffnete.
Die Trennung von Max Frisch (1962) fiel mit einer Lebenskrise zusammen, die zugleich den Ausgangspunkt für einen literarischen Neuansatz bildet, die literarische Darstellung der verborgenen "Verbrechen" auf dem "Mordschauplatz" Gesellschaft und insbesondere im Verhältnis der Geschlechter. Neben dem Roman "Malina" und einer Fülle zu Lebzeiten unveröffentlichter und fragmentarischer Texte gehört dazu auch Bachmanns zweiter Erzählband "Simultan" (1972) mit seinen Porträts ganz unterschiedlicher Wienerinnen. 1973 starb Ingeborg Bachmann in einem römischen Krankenhaus an den Folgen einer schweren Verbrennung.

Ingeborg Bachmann: Das Buch Goldmann. Die Werke und Briefe Ingeborg Bachmanns

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Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518426012, Gebunden, 459 Seiten, 36.00 EUR
Herausgegeben von Marie Luise Wandruszka. Ingeborg Bachmann nannte ihr großes Erzählvorhaben, an dem sie bis zuletzt festhielt, "Das Buch Goldmann". Es erscheint nun in einer Edition, die das fragmentarisch…

Ingeborg Bachmann: Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit. Traumnotate, Briefe, Brief- und Redeentwürfe

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Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518426029, Gebunden, 259 Seiten, 34.00 EUR
Herausgegeben von Isolde Schiffermüller und Gabriella Pelloni. Bachmanns Traumnotate, Briefentwürfe und Aufzeichnungen aus der Zeit ihrer Krankheit sind als Grundelemente der späten "Todesarten"-Texte…

Ingeborg Bachmann: Ein Tag wird kommen. Gespräche in Rom. Ein Porträt von Gerda Haller. Mit 1 CD

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Jung und Jung Verlag, Salzburg - Wien 2004
ISBN 9783902144829, Broschiert, 103 Seiten, 25.00 EUR
Mit 34 s/w-Fotos. Als sie im Herbst 1973 starb - "das entsetzliche Ende, der Feuertod", wie Hans Werner Henze schrieb -, da war das Leben einer der faszinierendsten Dichterinnen der deutschsprachigen…

Ingeborg Bachmann: Der gute Gott von Manhattan. Hörspiel. 2 CDs

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Christoph Merian Verlag, Basel 2013
ISBN 9783856166038, CD, 19.99 EUR
2 CDs, 90 Minuten. Hörspiel-Produktion von Schweizer Radio und Fernsehen von 1971. Vor einem New Yorker Gericht wird ein Mörder verhört, zu dessen Opfern Jennifer gehört. Der Täter, der sich selber "Der…

Ingeborg Bachmann: Die Radiofamilie

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Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518422151, Gebunden, 411 Seiten, 24.90 EUR
Herausgegeben von Joseph McVeigh. Im Herbst des Jahres 1951 tritt eine "kettenrauchende Meerfrau mit Engelhaar, die mehr flüsterte als sprach" in die Hörspielabteilung des amerikanischen Besatzungssenders…

Ingeborg Bachmann: Kriegstagebuch. Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachman

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Suhrkamp Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783518421451, Gebunden, 107 Seiten, 15.80 EUR
"Das ist der schönste Sommer meines Lebens, und wenn ich hundert Jahre alt werde das wird der schönste Frühling und Sommer bleiben. Vom Frieden merkt man nicht viel, sagen alle, aber für mich ist Frieden,…

Ingeborg Bachmann: Die Deutschen und ihre Geschichte. Eine nationale Erzählung

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Piper Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783937989563, Gebunden, 167 Seiten, 19.95 EUR
Alexander Gauland zeichnet die Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie Martin Luther, Friedrich der Große oder Bismarck, schildert die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs, den Aufstieg Preußens, die Besatzung…

Ingeborg Bachmann: Das kooperative Gen. Abschied vom Darwinismus

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Piper Verlag, Hamburg 2008
ISBN 9783455500851, Gebunden, 223 Seiten, 19.95 EUR
Darwin und Dawkins auf dem Prüfstand - die neueste Genforschung stellt den Darwinismus infrage. Zurzeit findet ein Umbruch im Denken darüber statt, wie unsere Gene im Verlauf der Evolution zu dem wurden,…

Ingeborg Bachmann / Paul Celan: Herzzeit - Briefwechsel

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Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783518420331, Gebunden, 401 Seiten, 24.80 EUR
Herausgegeben und kommentiert von Bertrand Badiou, Hans Höller, Andrea Stoll und Barbara Wiedemann. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt…

Ingeborg Bachmann: Die Carmen vom Weißenstein. Roman

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Piper Verlag, Oberhofen 2008
ISBN 9783729607514, Gebunden, 180 Seiten, 24.00 EUR
Ein Opernbesuch bringt die Erinnerung an eine alte Geschichte zurück, die sich in Derendingen bei Solothurn im Jahre 1907 zutrug. Die Journalistin Vera schreibt nieder, was ihr ein alter Arzt von seinem…

Ingeborg Bachmann: Der gute Gott von Manhattan. Hörspiel. 2 CDs. 90 Minuten

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DHV - Der Hörverlag, München 2005
ISBN 9783899406405, CD, 19.95 EUR
Regie: Gert Westphal. Gesprochen unter anderem von Charles Regnier, Martin Benrath, Gustl Halenke. Ausgezeichnet mit dem Hörspiel der Kriegsblinden 1959. Sie kennen sich noch keinen ganzen Tag. Doch…

Ingeborg Bachmann: Kritische Schriften

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Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492047074, Gebunden, 842 Seiten, 49.90 EUR
Herausgegeben und kommentiert von Monika Albrecht und Dirk Göttsche. Poesie und Intellekt, zwischen diesen zwei Polen bewegt sich Ingeborg Bachmanns lyrisches und erzählendes Schreiben auf originelle…

Ingeborg Bachmann / Hans Werner Henze: Briefe einer Freundschaft

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Piper Verlag, München 2004
ISBN 9783492046084, Gebunden, 538 Seiten, 24.90 EUR
Herausgegeben von Hans Höller. Mit einem Vorwort von Hans W. Henze. Mit 8 Faksimiles. Zum ersten Mal Briefe von Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze. Zeugnis einer einzigartigen Freundschaft. "Ich…

Ingeborg Bachmann: Die gestundete Zeit. Frühe Gedichte und Prosa gelesen von der Autorin. 1CD

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DHV - Der Hörverlag, München 2004
ISBN 9783899403442, CD, 14.95 EUR
1 CD mit 65 Minuten Laufzeit. "Die gestundete Zeit" ist Ingeborg Bachmanns erster Gedichtband und Dokument eines nach Authentizität und Wahrhaftigkeit strebenden Lebens. Zwischen den Polen von Reden und…

Ingeborg Bachmann: Ich weiß keine bessere Welt. Unveröffentlichte Gedichte

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Piper Verlag, München 2000
ISBN 9783492042550, Gebunden, 195 Seiten, 19.43 EUR
Drei Jahrzehnte nach ihrem tragischen Tod öffnen sich nun endlich die Archive und geben Ingeborg Bachmanns persönlichste Gedichte preis. Trauer um ihre verlorengegangene Poesie und eine tiefe Sprachlosigkeit…