Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt (Kärnten) als ältestes von drei Kindern geboren. Von 1945 bis 1950 studierte sie zunächst Rechtswissenschaft und Philosophie, später ausschließlich Philosophie mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie in Innsbruck, Graz und Wien. 1946 veröffentlichte sie ihre erste Erzählung "Die Fähre". Zwischen 1947 und 1952 arbeitete Bachmann an ihrem ersten Roman "Stadt ohne Namen", der aber bei keinem Verlag untergebracht werden kann. Von 1951 bis 1953 war sie Redakteurin der Sendergruppe Rot-Weiß-Rot in Wien. Im Februar 1952 wurde ihr Hörspiel "Ein Geschäft mit Träumen" erstmalig gesendet. Seit dem Spätsommer 1953 lebte sie bis 1957 mit Unterbrechungen als freie Schriftstellerin in Italien auf der Insel Ischia, in Neapel und Rom. Sie trat auf Einladung der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) eine Reise in die Vereinigten Staaten an und nahm am internationalen Seminar der Harvard-Summer School of Arts and Sciences and of Education teil, das von Henry Kissinger geleitet wird. Für die acht politischen Beiträge, die zwischen dem 09.11.1954 und dem 23.09.1955 erschienen, benutzte Ingeborg Bachmann das Pseudonym "Ruth Keller" (auch "R.K." bzw. "er"). In den Jahren 1957 bis 1958 arbeitete Ingeborg Bachmann als Dramaturgin beim Bayerischen Fernsehen in München. Im Jahr 1958 trat sie dem "Komitee gegen die Atomrüstung" bei, das sich gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr richtet. 1959 wurde sie Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Für den Erzählband "Das dreißigste Jahr" erhielt Bachmann den Literaturpreis 1960/61 des "Verbandes der Deutschen Kritiker". Ingeborg Bachmann starb 1973 in Rom an den Folgen eines Brandunfalls und wurde in Klagenfurt-Annabichl begraben.
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