2 CDs mit 151 Minuten Laufzeit. Hörspiel mit Nina Kunzendorfer, Edmund Telgenkämper und Christoph Luser. Die Ich-Erzählerin, eine Schriftstellerin aus der Wiener Ungargasse, hat ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Nachbarn Ivan. Dieser erwidert zwar ihre Liebe, hat aber oftmals wenig Zeit und kann mit ihren Emotionen nur schwer umgehen. Ist der Geliebte nicht da, unterhält sie sich mit ihrem Mitbewohner Malina, einem ruhigen Militärhistoriker, der immer greifbar ist, wenn sie ihn sucht. Das Hörspiel ergründet das Wesen der Liebe und das Leben einer Frau bis in ihre Extremzonen und erzählt eine ganz und gar ungewöhnliche Dreiecksgeschichte - zumal zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2021
Für Rezensent Wolfgang Schneider intoniert Nina Kunzendorf perfekt die Zerrüttungszustände der Ich-Erzählerin aus Ingeborg Bachmanns einzigem Roman. Das Hörspiel, das laut Schneider eigentlich ein Monolog ist, weil die beiden Männerstimmen als Spiegelungen der Erzählerin gelten können, überzeugt den Rezensenten durch seinen introspektiven Charakter, laut Schneider hervorgerufen auch durch dissonanten Gesang und Horrorgeräusche. Das sanfte Neu-Arrangement des Textes durch die Regisseurin Bernadette Sonnenbichler scheint Schneider zudem effektvoll.
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