Murat Kayman hat für sein Blog den "
Tag der offenen Moschee", in der großen Kölner Ditib-Moschee
besucht. Er feierte am 3.Oktober immerhin 25. Jubiläum. Aber es herrschte nicht nur "kein Festtagswetter. Auch beim Bodenpersonal Gottes
kaum heitere Mienen - der Vorsitzende des Ditib Bundesverbandes, Kazim Türkmen, empfängt die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf dem Vorplatz vor dem Moscheeeingang. Sie ist neben dem Bezirksbürgermeister offenbar
der einzige nicht muslimische Gast. Der größte Zusammenschluss der größten muslimischen Dachverbände feiert das 25-jährige Jubiläum seines TOM - und
kaum jemand will mitfeiern. Kein Staatssekretär des BMI, niemand, der für die Deutsche Islam Konferenz zuständig ist, kein Bundespolitiker, kein religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktionen, kein Integrationsminister des Landes NRW, niemand aus der Landespolitik in NRW, kein Vertreter der Kirchen oder anderer Religionsgemeinschaften."
Inge Hüsgen hat sich für
hpd.de den Bericht
"Independent Inquiry into Child Sexual Abuse" (IICSA)
angeschaut, der
sexuelle Gewalt gegen Kinder in den meisten großen Religionsgemeinschaften Großbritanniens dokumentiert. Neben
anglikanischer und
katholischer Kirche sind auch
jüdische,
muslimische,
hinduistische und andere Gemeinden betroffen: "So unterschiedlich sich die Einzelfälle darstellen - Schülerinnen in der Koranschule sind ebenso betroffen wie Jugendliche, die ein christliches Sommercamp besuchen -, so sehr gleichen sich die Strategien der Täterinnen und Täter. Sie verharmlosen die Übergriffe, bringen die Zeugen mit
Geschenken,
Drohungen und emotionaler Erpressung zum Schweigen. In einigen Fällen berufen sie sich ausdrücklich auf moralische Konzepte der Glaubensgruppe - statt die Tat publik zu machen, solle das Opfer dem Täter doch vergeben, heißt es da. Kommt es doch zu polizeilichen Ermittlungen, werden die Beschuldigten nicht selten von ihrer Gemeinde gedeckt."
Von einem "
Erdbeben für Frankreichs Katholikinnen und Katholiken"
berichtet derweil Christine Longin in der
taz: Eine 2018 eingesetzte Kommission hat ihren Bericht zum Ausmaß sexuellen Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche veröffentlicht: "
216.000 Kinder wurden den Schätzungen unabhängiger Experten zufolge in den vergangenen 70 Jahren Opfer von Missbrauch durch Priester und Ordensleute. Auf
330.000 Opfer steigt die Zahl, wenn Laien, beispielsweise in Schulen oder Ferienlagern, als Täter mit eingerechnet werden."