"Unterwerfung" in der ARDWie geschmeidig hier die Demokratie aufgegeben wird (
sz) - Die ARD zeigt am Mittwoch den Film "Unterwerfung" nach dem Roman von Skandalautor Michel Houellebecq. Der Inhalt ist brisant: Um eine rechtsradikale Regierung zu verhindern, wird ein muslimischer Präsident gewählt, der die säkulare Republik abschafft und unter anderem Frauenrechte massiv einschränkt. Einen solch brisanten Stoff fürs Fernsehen zu verfilmen, ist ein unerschrockener, respektabler und intellektuell erfreulicher Akt.
Großes Fernsehen(
dlfk) - Ein heiß diskutierter Roman wird Fernsehstoff und bekommt von unserem Kritiker jede Menge Vorschusslorbeeren. Heute zeigt die ARD die Verfilmung von Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung". Ein Film, der auf die Intelligenz der Zuschauer vertraue, findet Peter Claus.
Der Glanz männlicher Not(
nzz) - Oliver Stone wird Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" für das Kino verfilmen, Netflix besitzt die Rechte für eine Serie. Für das Fernsehen hat der theatererfahrene Drehbuchautor Titus Selge das Buch bearbeitet und zu einer überraschenden Lösung gefunden.
Julia Enckes "Wer ist Michel Houellebecq" (
bgl) - Deutlich wird Encke wenn es um die allzu einfache Verknüpfung zwischen
Fiktion und Autobiographischem geht: "Die Bezüge sind da, und natürlich
schöpft er schreibend aus dem Vollen. Bloß präsentiert er…dabei zum einen
immer nur eine Wahrheit, nämlich seine eigene. Zum anderen wählt er aus,
verfremdet, übertreibt. Er fiktionalisiert; und erzeugt damit jenen
Bedeutungsspielraum, mit dem er Gewissheiten - und das heißt auch:
biographische Gewissheiten - erschüttern will und den Zweifel nährt. Das
Spiel mit wiedererkennbaren Details, die auf das Leben oder die Person des
Autors verweisen, gehört somit zu seinen literarischen Verfahren." -
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