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Medien-News

566 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 57

Medienticker vom 23.09.2022 - Medien-News

Die gefeirte Autorin der "Wolf-Hall"-Trilogie
(Guardian)
Hilary Mantel ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Ihre Bücher im Perlentaucher. Und unsere Liste bei eichendorff21.

Der Druck wächst

Wie Bibliotheken mit streitbaren Büchern im Sortiment umgehen
(swr) - Ein Kochbuch von Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann, Kinderliteratur mit dem Wort "Indianer" oder Bücher von streitbaren Persönlichkeiten wie Sahra Wagenknecht oder Thilo Sarrazin - wie umgehen mit Titeln, die nicht jeder in den Regalen sehen will? Der Druck der Öffentlichkeit auf die Bibliotheken wächst.

Zum Tod von Helke Bayrle
Sie war unsere geheime Universität
(faz) - Die Frankfurter Künstlerin und Filmemacherin Helke Bayrle schuf ein einmaliges Archiv. Sie hielt die Kunst im Augenblick fest. Ein Nachruf.

Urteil zur Arbeitszeiterfassung
Flucht zurück in die Stechuhrkultur
(dlfk) - Selbst für Kenner kam das Urteil des Bundesarbeitsgerichts unerwartet: Ab sofort muss alle Arbeitszeit im Berufsleben akribisch dokumentiert werden. Ein unzeitgemäßer Rückfall ins alte Industriegesellschaftsdenken, meint der Publizist Wolf Lotter.

Documenta zu Ende und dann?
Die Debatte muss weitergeführt werden
(dlfk) - Die Documenta 15 neigt sich dem Ende zu. Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank glaubt, dass manche Diskussion überdauern wird, etwa die über Antisemitismus in der Kunst. Aber es gab auch Erkenntnisse, die in Kassel gewonnen wurden.

Antisemitismus-Debatte
Kunsthistoriker verteidigt Kuratoren und Documenta-Leitung
(dlfk) - Die umstrittene Documenta-Leitung erhält Unterstützung durch das Kuratoren-Findungsteam, darunter Kunsthistoriker Jochen Volz. Der Antisemitismus-Vorwurf sei politisch genutzt worden, um das große Kulturprojekt der Verständigung infrage zu stellen, sagt er.

Biennalen, Documenta, Manifesta
Kann Kunst die Welt retten?
(dlfk) - Fast alle Blockbusterausstellungen des Sommers setzten sich irgendwie mit den Problemen in der Welt auseinander. Wie gut gelingt das? Wir fragen Kunstkritikerin Laura Helena Wurth, Journalist Artur Weigandt und Kunstvermittlerin Jeanne-Ange Wagne

Bücherschau
Abenteuereuphorie
(pt) - Die FAZ schwelgt in einem Band über die Free Music Production, die 40 Jahre lang den Free Jazz nach Berlin brachte. Die NZZ findet die "Medea" auch in der neuen virtuosen Übersetzung von Kurt Steinmann so verwirrend wie je. Dlf Kultur sorgt sich mit Johan Eklöf über "Das Verschwinden der Nacht" und ihre Auswirkungen auf die Tierwelt. Und lässt sich von Chuah Guat Eng in die "Echos der Stille" im Malaysien der 60er Jahre entführen. Die SZ empfiehlt Kinder- und Jugendbücher.

Medienticker vom 22.09.2022 - Medien-News

Börsenverein fordert Streichung der Mehrwertsteuer auf Bücher
(spon) - Die Verlags- und Buchhandelsbranche in Deutschland hat angeregt, die Mehrwertsteuer auf Bücher zu streichen, um so den wachsenden Kostendruck zu lindern.

Mitarbeitermotivation
Wertschätzung wirkt besser als Geld
(dlfk) - Viele Unternehmen leiden unter Personalmangel. Und der Schock ist groß, wenn gute Kräfte plötzlich kündigen. Anreize für Mitarbeitende zu schaffen, wird immer wichtiger, weiß der Wirtschaftsethiker Dominik Enste. Mehr Geld reicht da nicht.

Kai Diekmann schreibt ein Buch
über seine Zeit bei "Bild"
(turi2) - Der Mann, der "Bild" war: Kai Diekmann, langjähriger Chefredakteur der "Bild", findet als PR-Unternehmer offenbar Gefallen an der Langform. Die Deutsche Verlags-Anstalt wird im Laufe des Tages ein Buch Diekmanns über seine 16 Jahre bei "Bild" ankündigen. Das Werk soll im Frühjahr 2023 erscheinen. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger "Bild"-Chef über seine Zeit bei Springers Boulevard-Blatt schreibt. Diekmann war von 2001 bis Anfang 2017 bei "Bild", bis Ende 2015 als Chefredakteur.

Morsbroich
Hexenhaus mit Schlossblick vermietet!
(kap) - Vor rund zehn Tagen haben wir im Wartezimmer unserer KunstArztPraxis ein Mietangebot Mark Dions ans Schwarze Brett gepinnt. Interessierten Hexen müssen wir leider mitteilen, dass sein Werk offenbar schon vermietet ist! Wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Und zeigen eindeutige Beweisfotos.

Im Gespräch
Stiftungsdirektor Ole von Uexküll
(dlfk-audio) - Verantwortliche Lebensführung: Dafür kämpft Ole von Uexküll und verleiht deshalb jährlich den alternativen Nobelpreis. Der ehrt Menschen, die kreative Ideen zur Lösung unserer Probleme haben. Die neuen Preisträger werden am 29.9. bekannt gegeben.

Vorweihnachtliche
Beisetzung der Queen
(hei) - Mit dem Großereignis der Grablegung enden nicht nur das Kapitel ihrer langen Regentschaft, sondern auch die teils kuriosen Trauermaßnahmen. Das Vereinigte Königreich ist am absteigenden Ast

Bibliotheken
Ein "Dritter Ort" für Leser und Kreative
(brp) - Skandinavien ist bekannt für seine modernen Bibliotheken. Einrichtungen wie Oodi in Helsinki setzen internationale Maßstäbe. Das außen wie innen spektakuläre Gebäude ist ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Alte Nationalbibliothek Paris
Vive la France! Vierzig Millionen Schriften sind wieder greifbar
(faz) - Frankreich feiert seine sanierte alte Nationalbibliothek, in der viele Hauptwerke der Literatur des Landes entstanden sind. Sie steht von nun an für die Forschung wie auch die breite Öffentlichkeit bereit.

Debatte um Ladenöffnungszeiten
Einkaufen nur noch bis 20:00 Uhr?
(dlfk) - Von den steigenden Energiekosten sind auch viele Unternehmen betroffen. Eine Idee zum Stromsparen kommt jetzt vom Chef der Supermarktkette Tegut: Er fordert kürzere Ladenöffnungszeiten. Ein Pro und Contra.

Medienticker vom 21.09.2022 - Medien-News

40 Jahre :-)
Emoticons füllen eine kommunikative Lücke
(dlfk) - Am Anfang war der Smiley: Vor 40 Jahren erfand der Informatiker Scott E. Fahlman das Emoticon. Die Linguistin Tatjana Scheffler glaubt, dass die Bildzeichen die Schriftsprache bereichern. Etwa, wenn sie uns helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

"Stechuhr"-Urteil
Es gibt noch Hoffnung für die Vertrauensarbeitszeit
(faz) - Schon vor dem jüngsten Urteil des Bundesarbeitsgerichts hatte sich die Ampel im Koalitionsvertrag vorgenommen: Sie will flexible Modelle wie Vertrauensarbeitszeit sichern. Jetzt sollte das schnell Gesetz werden, verlangen Verbände.

EuGH entscheidet
Anlasslose Vorratsdatenspeicherung rechtswidrig
(faz) - Die deutsche Vorratsdatenspeicherung ist mit EU-Recht nicht vereinbar. Ohne Anlass dürfen die Kommunikationsdaten nicht gespeichert werden. Aber es gibt Ausnahmen.

Zeitungs-Sorgen
Landeszeitungen beklagen fehlende "Waffengleichheit" zwischen Privaten und dem ÖRR
(turi2) "Beim digitalen Angebot ist unser Hauptwettbewerber der MDR", beklagt Alois Kösters (Foto, rechts) Chefredakteur der "Magdeburger Volksstimme", in der "Welt" eine fehlende "Waffengleichheit" zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen. Der Sender werte etwa Paid-Texte der Zeitung aus, "mal mit, oft aber auch ohne Nennung der Quelle". Im Oktober soll es in Berlin ein Schlichtungsverfahren zwischen der ARD und dem BDZV in der Sache geben.

Streit ums Gendern
Wir könnten vom Englischen lernen
(dlfk) - Mehr und mehr sind deutsche Alltagssätze vom Englischen durchsetzt. Was Sprachpuristen nervt, könnte im Streit ums Gendern helfen, meint Autor Peter Littger. Denn "kids", "friends" oder "coaches" umfassen ganz selbstverständlich alle Geschlechter.

Betontechniker
Dirk Dalichow im Gespräch: "Ich muss Beton fühlen"
(dlfk-audio) - Als er 1990 als Baustudent aus der DDR bei der Westberliner Flughafengesellschaft ein Praktikum machen will, kommt Dirk Dalichow nicht mal am Pförtner vorbei. Er bleibt beharrlich und stellt sich bei einer Betontechnikfirma vor. Heute gehört sie ihm.  Ob Berliner Fernsehturm, Bundespresseamt oder U-Bahnhöfe- Dalichow hat zahlreiche Gebäude begutachtet und saniert.

Weltgrößter Drogen-Boss gratuliert
Noel Gallagher zum 50. Geburtstag
(ro) - Na ja, wir haben ein bisschen dick aufgetragen: Nicht der echte Drogen-König Pablo Escobar gratulierte Noel Gallagher zum 50. Geburtstag. Sondern der Escobar-Darsteller, "Narcos"-Star Wagner Moura. Schauen Sie selbst, wie kreativ sein Video geworden ist.


3sat-Kulturzeit 20,9.22
Die Themen der Sendung:
+ Russische Kriegsverbrechen und Foltervorwürfe in der Ukraine
Gespräch mit dem Völkerrechtler Helmut Aust
+ Neu-Verfilmung von "Im Westen nichts Neues"
"Im Westen nichts Neues", Erich Maria Remarques Antikriegsklassiker aus dem Jahr 1928, ist mit großem Aufwand und Starbesetzung von Netflix neu verfilmt worden. Neben Daniel Brühl, Albrecht Schuch, Devid Striesow und Edin Hasanović ist der junge Felix Kammerer in einer der Hauptrollen zu sehen. Gerade feierte der Film auf dem Toronto Filmfestival seine Weltpremiere. Vor dem Start bei Netflix kommt der Film am 29. September in die Kinos - eine Voraussetzung dafür, dass er als deutscher Beitrag ins Rennen um den Oscar für den besten ausländischen Film gehen darf.
+ Graphic Novel "im Spiegelsaal"
Auf einem Buchcover ist das Foto einer Frau von hinten zu sehen, die ein Königinnenkostüm mit Krone aus dem Mittelalter trägt.
Wer entscheidet, was "schön" ist? Dieser und weiteren Fragen geht die schwedische Comiczeichnerin Liv Strömquist nach. In einer Zeit, in der vor allem die sozialen Medien uns permanent mit unerreichbarer Perfektion konfrontieren, hat sie über unsere gängigen Schönheitsideale und die Diktatur von Instagram und Co. nachgedacht.
+ Wie die Scham zur gesellschaftlichen Waffe wurde
Viele Menschen wollen, dass andere sich schämen: weil sie Fleisch essen, nicht dem Schönheitsideal entsprechen, in ein Flugzeug steigen. Die Scham ist zur gesellschaftspolitischen Waffe geworden - ihre eigentliche Bedeutung dabei verschwunden.
+ Renovierung von Notre Dame in Paris
Viele Berufe sind an der Wiederherstellung des französischen Wahrzeichens beteiligt: etwa Kunsthandwerker*innen, Archäolog*innen. Am europäischen Tag des Denkmals stellen sie sich auf dem Vorplatz den Fragen der Pariser Bürger*innen und geben einen Einblick über die Bauarbeiten in der Kathedrale und über den Teil der Restaurierung, der außerhalb Paris seit dem verheerenden Brand von 2019 stattfindet. Der neue Rektor Olivier Ribadeau Dumas ist optimistisch, dass Notre Dame bis 2024, also im Jahr der Olympischen Spiele, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Wir haben uns den Stand der Restaurierung angesehen.
+ Wolfgang Tillmans im MoMA in New York
Das Museum of Modern Art zeigt bis 1. Januar 2023 die erste Werkschau in einem New Yorker Museum mit Arbeiten von Wolfang Tillmans. Rund 350 Fotos, Videos und Multimedia-Installationen des deutschen Künstlers werden ausgestellt. Wir haben mit Wolfgang Tillmans gesprochen.

Deutscher Juristentag
Große Sorgen um die Zukunft der Versorgungswerke
(faz) - Sollen Anwälte, Notare, Steuerberater und andere Freie Berufe künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? Auf dem Juristentag stehen die Beamtenversorgung und die Versorgungswerke auf dem Prüfstand. Von Marcus Jung

NDR
Caren Miosga löst Ulrich Wickert als am längsten amtierende Moderatorin ab
(pte) - Überraschendes Wiedersehen mit Ulrich Wickert in den tagesthemen. Am Dienstag, 20. September, stand der ehemalige Moderator noch einmal vor der Kamera, um die Nachricht zu vermelden, dass Caren Miosga nun länger als er selbst die tagesthemen im Ersten präsentiert. 15 Jahre und zwei Monate hatte Wickert durch die Sendung geführt. In dieser Woche hat Caren Miosga diesen Rekord gebrochen. Sie ist nun die am längsten amtierende tagesthemen-Moderatorin
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Medienticker vom 20.09.2022 - Medien-News

Frauenrechtlerin
Naïla Chikhi im Gespräch mit Katrin Heise
Kämpferin für die Rechte muslimischer Frauen
(dlfk-audio) - Mit 15 flieht sie allein aus Algerien, weil ihre Familie bedroht wird. Mit 19 startet Naïla Chikhi in Deutschland durch: Studium, Arbeit als Integrationsexpertin, Engagement für Frauenrechte. Jetzt warnt sie: Säkulare Muslime hätten hier immer weniger Freiheit.
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EuGH-Urteil
Vorratsdatenspeicherung in Deutschland ist rechtswidrig
(dlfk) - Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in Deutschland für rechtswidrig erklärt. Nur unter bestimmten strengen Voraussetzungen, zum Beispiel zur Bekämpfung schwerer Kriminalität, sei eine begrenzte Datenspeicherung zulässig, urteilten die Richter.

Trauer für die Queen
und was ist mit den Opfern der Monarchie?
(hei) - Milliarden von TV-Zuschauer:innen, Milliarden für eine Trauerzeremonie. Was wie ein globales Märchen erscheint, ist es nicht für alle. Was hinter Empire und Commonwealth steckt.

Nachhaltigkeit
in der Pop-Branche
(piqd) - Konzerte und Gitarren in öko

Docomenta
Das Jüngste Gericht von Kassel
(mono) - Das Banner "People's Justice" von Taring Padi ist inzwischen als Ausgangspunkt des Antisemitismus-Eklats auf der Documenta berüchtigt. Dabei lohnt es sich, das Werk noch einmal unter anderen Vorzeichen zu betrachten. Ein Gastbeitrag von Kunsthistoriker Michael Diers

3sat-Kulturzeit, 19.9.22
Die Themen der Sendung:
- Staatsbegräbnis von Königin Elisabeth
Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Großbritannien Abschied von Queen Elizabeth II. genommen. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt sowie Vertreter von Königshäusern und die gesamte britische Königsfamilie füllten bei dem Staatsbegräbnis die Bänke der Londoner Westminster Abbey, in der die Queen einst geheiratet hatte und gekrönt worden war. Zum Ende des Gottesdienstes hielten die Trauergäste in der Kirche und Menschen im gesamten Vereinigten Königreich zu Ehren der Queen zwei Schweigeminuten ab, auf die dann die Hymne "God save the King" folgte. Wir sprechen mit dem Kunsthistoriker Dirk Pörschmann über die Inszenierung dieses opulenten Staaatsbegräbnisses. Er leitet das Museum für Sepulkralkultur in Kassel.
- Im Rausch. Russlands Krieg
Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat der Krieg unzählige Tote gefordert. Rund fünf Millionen Menschen sind auf der Flucht. Und trotz einer möglichen Wende ist ein Ende nicht abzusehen. Die Grauen des Krieges hat Arkadi Babtschenko in mehreren Büchern geschildert. Jetzt ist bei Rowohlt Berlin "Im Rausch" erschienen, eine wütende Abrechnung mit Russlands Aggression.
- Situation in Iran nach Tod von Mahsa Amini
In Irans Hauptstadt Teheran kamen Studierende vor der Universität zusammen, um ihre Wut und Trauer auszudrücken. Auslöser der Proteste war der Tod von Mahsa Amini, die nach ihrer Festnahme durch die Religionspolizei ins Koma gefallen und in einem Krankenhaus gestorben war. Im Iran und international hatte der Fall große Anteilnahme und Bestürzung ausgelöst.
- Dieter Hallervorden schenkt sich ein Theater
Kurz vor seinem 87. Geburtstag eröffnete Dieter Hallervorden Anfang September das Mitteldeutsche Theater in seiner Geburtsstadt Dessau. Wir haben mit ihm über das Theater und seine weiteren Pläne gesprochen.
- 40 Jahre Emojis
Viele verschiedene Emojis montiert über einen Druckersatz von kleinen Buchstaben
Kultur -
- Die Emojikalypse :-)
Herrscher über die Auswahl an Emojis auf unseren Smartphones ist das Unicode-Konsortium in den USA. Doch wie kommt die Auswahl zustande? Und was macht die Flut der kleinen Bildchen mit unserer Kommunikation? 40 Jahre nach der Erfindung des Ur-Em

Kanzlei-Knowhow
NDR lässt Vorwürfe gegen Landesfunkhaus Schleswig-Holstein von Deloitte prüfen
(turi2) - Der NDR lässt die Vorwürfe gegen das Landesfunkhaus Schleswig-Holstein von externen Beraterinnen des Unternehmens Deloitte prüfen. Die Untersuchung soll zeigen, ob die landespolitische Berichterstattung des Landesfunkhauses in Kiel ausgewogen war und ob bestehende Regeln ausreichend sind, um "unangemessene Einflussnahme" zu verhindern.

Medienticker vom 19.09.2022 - Medien-News

Bilder sprechen
Martha Jungwirth-Ausstellung in Düsseldorf
(kap) - Wie konnten wir Martha Jungwirths Bilder nur 50 Jahre lang übersehen? Wir schämen uns und leisten anlässlich ihrer tollen Schau in der Kunsthalle Düsseldorf reuig Abbitte. Obwohl langjähriges Übersehen bisweilen ja auch ein Vorteil sein kann! Aber lesen Sie selbst …

Film
"Alle reden übers Wetter"
Zwei Orte, keine Worte
(dlfk) - Zwei Orte, zwei Welten: Clara macht in Berlin ihren Doktor in Philosophie, die Eltern sind in Vorpommern geblieben. Zum 60. Geburtstag der Mutter kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück, sucht eine gemeinsame Sprache und Verständnis.

Langzeit-Doku über
Michael Krüger im Kino
(bb) - Neun Jahre hat Regisseur Frank Wierke den früheren Hanser-Verleger und Lyriker Michael Krüger mit der Kamera begleitet: "Verabredungen mit einem Dichter" startet kommenden Donnerstag in den Kinos. Zur Einstimmung sehen Sie hier den Trailer.

Sehen ist Poetisieren
Gemälde von Giovanni Segantini
(fk) - Man muss ja nicht gleich die Welt verlassen, indem man ein Gemälde betritt, um sich darin zu verlieren, wie das vielleicht einst in China möglich war. Wenn Michael Krüger über Gemälde schreibt, vermittelt er nicht, sondern er lässt uns mit seinen Augen sehen und seine Gedanken dazu einfließen. Die Kunst Giovanni Segantinis schlägt den Autor in Bann, in den er seine Leser hineinzieht. Matthias Buth stellt das Buch vor.
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Deckel drauf
ÖRR-Debatte: Christian Lindner fordert Gehaltsdeckel für Intendanten
(turi2) - Die "Bild am Sonntag" findet mit Bundesfinanzminister Christian Lindner einen weiteren Zitatgeber zu der Debatte um die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen. Demnach fordert Lindner im Interview mit dem Blatt einen freiwilligen Gehaltsdeckel für die Spitze, weil dort bisher "teilweise enorm verdient" werde. "Ich bin gegen jede Neid-Debatte, aber kein Intendant sollte mehr verdienen als der Bundeskanzler", sagt Lindner. Es sei eine Selbstverpflichtung nötig, "um mit dem Geld der Gebührenzahler sparsam umzugehen". Die "BamS" rechnet aus, dass Olaf Scholz unterm Strich jährlich 362.288 Euro verdient - also deutlich weniger als etwa WDR-Intendant Tom Buhrow (413.000 Euro) oder Norbert Himmler vom ZDF (372.000 Euro).

Medienticker vom 16.09.2022 - Medien-News

Früherer
WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben
(wdr) - Am 15. September 2022 ist der Journalist und frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen im Alter von 84 Jahren in Köln gestorben. Ein Rückblick in Bildern.
Die Rolle(n) seines Lebens: Fritz Pleitgen ist Hörfunk-Chef, Fernseh-Chefredakteur, WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender. "Aber in meinem Herzen bin ich immer Reporter geblieben", sagt er selbst. Sonore Stimme, Mikro in der Hand, so steht er vor der Kamera. Das tut er seriös und mit Leidenschaft

Im Gespräch Astrophysiker Heino Falcke 
Auf der Suche nach den schwarzen Löchern
(dlfk-audio) - Er fotografierte, was lange als unzeigbar galt: Ein schwarzes Loch, aus dem nichts entweicht, nicht einmal Licht. Heino Falcke gehört heute zu den bekanntesten Physikern Deutschlands. Für die Zukunft plant er eine Fotolinse größer als unser Planet.
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Occupied
Die Besatzung (Staffel 1 und 2)
(bgl) - Die norwegische Polit-Serie "Occupied" (deutsche Ergänzung: "Die Besatzung") von 2015 spielt, wie es zu Beginn heißt, in einer nicht fernen Zukunft. Der wichtigste Punkt dieser hochgelobten Serie wird gleich am Anfang in einem Halbsatz abgehandelt: Die USA ist nicht mehr in der NATO. Das Bündnis spielt daher im weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Der norwegische Ministerpräsident Berg will sein Wahlversprechen einlösen, gegen den globalen Klimawandel vorangehen und stoppt alle Gas- und Öllieferungen an die EU. Als Alternative wird die sogenannte "Thorium"-Technik vorgestellt; eine Art grüner Atomstrom (pikanterweise ist hier Bergs Frau involviert). Der Widerstand gegen diese unabgestimmte ad-hoc-Maßnahme ist in Europa verständlicherweise sehr groß. Auch Russland hat kein Interesse an ein sofortiges Ende der fossilen Energie. In einer Allianz zwischen der EU und Russland wird Druck auf Norwegen aufgebaut (nur zur Erinnerung: Norwegen ist nicht Mitglied der EU und ist es auch in der Serie nicht).
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Wandel der Debattenkultur
"Wir brauchen Respekt und Dialog"
(dlfk) - Sind politische Debatten langweilig geworden? Den Politologen Frank Decker besorgt eher die Debatten-Unkultur der sozialen Medien, die vor allem durch die AfD auch ins Parlament dränge. Demokratie aber brauche Mäßigung, Respekt und Dialogbereitschaft.

Vermieter im Verlag
"Financial Times" berichtet, Mathias Döpfner habe "Bild"-Berichte zu Adidas-Mietstopps angestoßen.
(turi2) - Springer-Chef Mathias Döpfner soll im Corona-Frühling 2020 die "Bild"-Berichterstattung dazu angeregt haben, dass Adidas seine Filialmieten nicht mehr zahlen will, berichtet die "Financial Times". Döpfner selbst sei ein Vermieter einer Adidas-Filiale, den möglichen Interessenkonflikt habe das Blatt verschwiegen. Andere Händler, die ähnlich handelten, hätten "wesentlich weniger Aufmerksamkeit" von der "Bild" erhalten, die im März und April 2020 mehr als 20 Artikel zu den Adidas-Plänen gebracht hat. Als Döpfner von diesen erfuhr, sei er Quellen zufolge wütend gewesen und habe den damaligen "Bild"-Chef Julian Reichelt kontaktiert und vorgeschlagen, öffentliche Empörung zu schüren. Adidas hatte sich damals schließlich durch großflächige Anzeigen, auch in der "Bild", für sein Verhalten entschuldigt.

Alle Gewinnerinnen und Gewinner
Fernsehpreis 2022: So viel Abwechslung war selten
(dwdl) - Auf die "Nacht der Kreativen" folgte am Mittwoch die große Fernsehpreis-Gala, bei der die RTL+-Serie "Faking Hitler" gleich zwei Auszeichnungen einheimste. Im Unterhaltungsbereich gewann erneut "Wer stiehlt mir die Show". Wer sonst noch jubeln durfte...

Auszeichnung
Ai Weiwei erhält Kunstpreis Praemium Imperiale  
(mono) - Der chinesische Künstler Ai Weiwei wird mit dem Kulturpreis Praemium Imperiale ausgezeichnet

Harsches Urteil des Expertenrats
Antisemitismus auf der Documenta
(dlfk) - Ein Expertenrat hat bei der Documenta einer dort gezeigten Filmreihe Antisemitismus attestiert und deren Absetzung gefordert. Der Kunstkritiker Carsten Probst sieht in dem Urteil die Kunstschau als Ganzes infrage gestellt.

ocumenta-Teilnehmerin Tania Bruguera
"Wir Künstler wurden nicht fair behandelt"
(mono) Tania Bruguera ist die bekannteste zeitgenössische Künstlerin Kubas und mit dem Kollektiv Instar auf der Documenta vertreten. Hier spricht sie über die Krise in ihrem Heimatland, Zensur von Kunst und die Antisemitismus-Debatte um die Weltkunstschau

Gruppe 47
"Eine Gruppe bringt sofort Gewalt mit sich"
(szm) - Vor 75 Jahren gründete sich das Literaturkollektiv "Gruppe 47". Wir haben mit fünf Autor*innen über die Fragen gesprochen: Braucht es wieder eine Bündelung der literarischen Kräfte? Darf man noch außerhalb seiner Biografie erzählen? Und werden Bücher durch Instagram zu Lifestyle-Produkten?

Was guckst du?
Fernsehpreis 2022
(sz) - Der Deutsche Fernsehpreis zeigt, warum die Öffentlich-Rechtlichen sofort renoviert werden müssen: Ohne sie sind wir aufgeschmissen.

ARD ist wieder obenauf
War da was?
(faz) - Die ARD will die Skandale im RBB und im NDR hinter sich lassen und nach vorn schauen. Er habe eine Mission, sagt der künftige ARD-Vorsitzende Gniffke. Und was für eine. Von Michael Hanfeld

Werkeln herum
Zwei Arbeitsgruppen sollen die ARD-Reform vorantreiben
(turi2) -Die ARD gründet zwei Arbeitsgruppen, die die Reform der öffentlich-rechtlichen Sender zügig auf den Weg bringen sollen. In der AG Umschichtung soll es darum gehen, "was wir im linearen Rundfunk sein lassen, um dafür mehr im Digitalen machen zu können", sagt WDR-Intendant Tom Buhrow im Pressegespräch nach der jüngsten ARD-Sitzung. Verantwortlich dafür sind demnach HR-Intendant Florian Hager und BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel. Gemeinsam sollen sie ARD-weit mögliche Programme und Projekte ausfindig machen, die "zugunsten der nonlinearen Zukunftsfähigkeit" der Sender umgeschichtet werden können. Bis 2030 etwa spielt die lineare Verbreitung jedoch weiterhin eine Rolle, sagt Buhrow. Weil die Budgets nicht mehr ausreichen, um sowohl im Linearen als auch in der Mediathek abzuliefern, solle insbesondere ab 2024 eine Umstellung erfolgen. Eng mit der AG Umschichtung hängt die AG Digitale föderale ARD zusammen. Deren Aufgabe ist es, im Digitalen "moderner, agiler, smarter" zusammenzuarbeiten, erklärt die Intendantin von Radio Bremen, Yvette Gerner. Sie soll gemeinsam mit Hager die zweite Arbeitsgruppe leiten und "effiziente Lösungen finden, bei denen jede Landesrundfunkanstalt ihr spezifisches Know-how gezielt einsetzt - ohne Doppelstrukturen". Radio Bremen betreut derzeit den ARD-YouTube-Kanal und steuert mit dem "Y-Kollektiv" einen der erfolgreichsten Kanäle zum Funk-Netzwerk bei.

Bewährung und Auflagen
Nach Angriff auf Journalisten
(br) - Vier Jahre nach dem Angriff auf Journalisten in Thüringen sind zwei Männer verurteilt worden, die der rechtsextremen Szene zugeordnet werden. Die Strafe blieb unter der Forderung der Anklage. Das Gericht sah keine gezielte Attacke auf die Presse.

"Medienfreiheitsgesetz" der EU
Journalistengewerkschaft blickt nicht durch
(faz) - Das "Medienfreiheitsgesetz" der EU findet der stellvertretende Chef des Deutschen Journalisten-Verbands, Mika Beuster, gut. Die Kritik der Verleger sei überzogen. Beuster hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Von Michael Hanfeld

Döpfner in der Kritik
"Bild"-Zeitung gegen Adidas
(faz) - Als Adidas neben anderen Firmen im März 2020 ankündigte, Mietzahlungen auszusetzen, berichtete "Bild" groß darüber. Die "Financial Times" meint, Springer-Chef Döpfner habe als Vermieter ein eigenes Interesse gehabt.

Kinoverrückt
Verfilmt endlich das Leben Peter Handkes!
(welt) - Von Marc Reichwein

Reform bei Kryptowährung
Ethereum stellt auf stromsparendes Verfahren um (Magazin)
(dlfk) - Bei der Kryptowährung Ethereum ändert sich das Beglaubigungsverfahren. Dadurch soll viel Strom gespart werden. Wird das den von manchen erhofften Schub in der Akzeptanz bringen? Es gibt aber auch Kritik an der Umstellung.

Ilma Rakusa: "Kein Tag ohne"
Im Hier und Jetzt aufgehen
(dlfk) - Roter Alarm und Fake-News-Sagen: Die Schweizer Autorin Ilma Rakusa reflektiert in Gedichten die Coronazeit. Ihr lyrisches Journal kennt nicht nur Augenblicksbilder, sondern auch den politischen Kommentar.

3sat-Kulturzeit
Die Themen der Sendung, 15.9.
+ Die Queen und Afrika
Die Queen und Nelson Mandela verband eine warme Freundschaft, so heißt es, daran erinnert man sich gerne dieser Tage. Viele in Südafrika betrauern den Tod der Monarchin, loben ihre Integrität - doch es gibt auch andere Stimmen. In einem Statement der Oppositionspartei EFF heißt es: "Unsere Beziehung zu Großbritannien unter der Führung der britischen Königsfamilie war eine von Schmerz und Leid, Tod und Enteignung und Dehumanisierung von Afrikanern." Und weiter: "Falls es wirklich Leben und Gerechtigkeit nach dem Tod gibt, mögen Elizabeth und ihre Vorfahren bekommen, was sie verdienen." Die Königin repräsentierte das System, das die Verantwortung trägt für die Apartheid und die Kolonialzeit - und sie war sehr wohl politisch aktiv. -Auch Kenia ist einstige britische Kolonie. Hier töteten Soldaten des British Empire während der Mau Mau Rebellion Tausende Kikuyu. Sie hatten sich dagegen gewehrt, dass man ihnen ihr Land wegnahm. Hunderttausende wurden in Lager gesperrt. Das alles geschah, während Queen Elizabeth auf dem Thron saß. Ihr Tod bringt die Vergangenheit zurück. Für Bitterkeit sorgt auch der Cullinan-Diamant. In zwei Teile gespalten schmückt er die Königskrone und das Zepter. Der Stein wurde 1905 in Südafrika entdeckt, er ging als Geschenk, so heißt es, an König Edward. Doch damals war Südafrika britische Kolonie. Der Rohdiamant hatte ursprünglich mehr als 3000 Karat. Gebt den Diamanten zurück, fordern viele. Er wurde gestohlen, so der Vorwurf. Die Spuren der Kolonialzeit und Apartheid prägen Südafrika bis heute. Zumindest eine Entschuldigung der Person, die all das repräsentierte, hatten sich viele gewünscht - vergebens.

+Putin und die Wende im Ukraine-Krieg - Gespräch mit Jan Matti Dollbaum
Erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges sind der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Staatschef Xi Jinping zu einem persönlichen Treffen zusammengekommen. Putin dankte China bei dem Treffen im usbekischen Samarkand für die "ausgeglichene Position", die Peking im Ukraine-Konflikt einnehme.Zugleich verurteilte Putin politische Bestrebungen, eine "unipolare Welt" zu erschaffen. Diese Bestrebungen hätten "eine absolut hässliche Form" angenommen und seien "völlig inakzeptabel", sagte Putin. Zugleich betonte der russische Staatschef: "Wir schätzen sehr die ausgeglichene Position unserer chinesischen Freunde im Zusammenhang mit der ukrainischen Krise." Nach der massiven Rückeroberung von Gebieten im Nordosten der Ukraine und dem Rückzug der russischen Armee sucht Putinn umso mehr einen starken Verbündeten.
Im Land entzieht er nun auch der letzten freien Zeitung, "Nowaja Gaseta", die letzte Lizenz. Auch die Online-Version der investigativen und einer der letzten in Russland verbliebenen unabhängigen Medien darf nichts mehr veröffentlichen, entscheidet das Oberste Gericht Russlands. Wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler Jan Matti Dollbaum über Putin und die Wende im Ukraine-Krieg.

+Margaret Atwood
Mit "Die Füchsin. Gedichte 1965-1995" liegt seit 2020 erstmals ein Lyrikband der international gefeierten Romanautorin Margaret Atwood vor. Beteiligt an der Entstehung der deustchen Übersetzung war der Lyriker und Büchner-Preisträger Jan Wagner. Er spricht beim Lyrikfestival in Berlin mit Margaret Atwood über ihr lyrisches Werk und das Übersetzen.

+"Die Antiquiertheit der Frau"
Beim Frauenstreik 2019 demonstrierten eine halbe Million Menschen in der Schweiz für die Rechte der Frau. Doch darüber, was Frau heute noch ist und wer sich so nennen darf, scheiden sich die Geister. Die Debatte, ob es die klassische Unterscheidung Frau - Mann noch geben soll, erhitzt die Gemüter. Die Auflösung der Geschlechter: Davor warnt Sara Rukaj. In ihrem aktuellen Buch "Die Antiquiertheit der Frau" sieht sie die Frau als Opfer zerfließender Geschlechter-Grenzen - und vom Verschwinden bedroht. Ausloten, was mit "Frau" gemeint ist - um diese Frage dreht sich auch die Ausstellung "Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau" im Aargauer Kunsthaus.

+ Praemium Imperiale an Wim Wenders
Der Regisseur Wim Wenders wird mit dem Kulturpreis
Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zu den Preisträgern 2022 gehören auch der chinesische Künstler Ai Weiwei, der italienische Maler Giulio Paolini, der aus Polen stammende Pianist Krystian Zimerman und das japanische Architekturbüro Sanaa. Der Praemium Imperiale wird jährlich von der Japan Art Association verliehen. Die Auszeichnung ist mit jeweils umgerechnet rund 110.000 Euro dotiert. Sie wird seit 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses in Andenken an Prinz Takamatsu (1905-1987) vergeben. Wenders hat Filme wie "Paris, Texas", "Buena Vista Social Club" und "Der Himmel über Berlin" gedreht. Er sei in den 1970er Jahren als einer der Pioniere des Neuen Deutschen Films international bekannt geworden und zähle zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Kinos. Die Japan Art Association würdigte nicht nur seine Spiel- und Dokumentarfilme, sondern auch seine Fotoausstellungen, Monografien, Filmbücher und Essaysammlungen. Wir haben mit Wim Wenders in Berlin über die Bedeutung des Preises gesprochen.

+ Eröffnung des Ostflügels im Humboldtforum
Am 16. September wird im Berliner Humboldtforum mit einem 24-stündigen Event-Marathon, mit Performances und Aktiv-Übungen der Besucher, mit Vorträgen und Diskussionen der bisher noch verschlossene Ostflügel des Hauses mit seinen Highlights aus dem Berliner Ethnologischen Museum eröffnet. In den letzten Wochen wurden in Zusammenarbeit mit Experten aus Ozeanien mit einem Doppelrumpf-Kanu aus Fiji und einem Gemeinschaftshaus aus Palau die letzten großen Exponate komplettiert. Im Zentrum der Eröffnung stehen aber nach einer langen und kontroversen Restititionsdebatte in Deutschland die Benin-Bronzen, deren Eigentumstitel am 25. August 2022 von der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz an Nigeria zurückübertragen wurden und die jetzt in Berlin als repräsentative Leihgaben ausgestellt werden.



3sat-Kulturzeit extra
Bilanz der documenta 15
Die documenta 15 hat vor allem wegen Werken mit antisemitischer Bildsprache für Aufmerksamkeit gesorgt. War das alles? Hat Deutschlands wichtigste Kunstaustellung über den Skandal hinaus Bedeutung? "Kulturzeit extra" zieht Bilanz.

+ Gespräch unter anderem mit Meron Mendel,
dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, der sehr engagiert mitdiskutiert hat. Wie wird der Antisemitismus-Skandal aufbereitet, nach dem Rücktritt von Generaldirektorin Sabine Schormann? Sind die Strukturen der documenta - die Trägerschaft von Stadt, Land und Bund - mit daran Schuld, dass es zu dem Eklat kommen konnte? Werden jetzt neue, vielleicht bessere Strukturen entwickelt? Welche Rolle spielt der Interims-Leiter Alexander Farenholtz dabei? Der Ruf nach mehr Kontrolle ist jedenfalls laut. Wie sieht die Zukunft der documenta aus? Wird es die Kunstausstellung weiterhin geben, von der ja manche sagen, dass derlei Mammutausstelllugen ihre Zeit überlebt haben. Und wird sie in Kassel bleiben, was auch einige Politiker hinterfragen?
Ist das kollektive Arbeiten gescheitert?

+ Bewertung der künstlerischen Arbeit im Kollektiv sein.
Das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa war mit zehn Personen angetreten, ein völlig neues Konzept für die Schau zu machen, die in den vergangenen 40 Jahren nur von einer einzigen Kuratorenpersönlichkeit ausgeübt wurde. Wie ist das Arbeiten im Kollektiv zu bewerten? Zeigt die Erfahrung in Kassel, dass das kollektive Arbeiten gescheitert ist? Und wie ist das Konzept im Nachhinein zu beurteilen, den "globalen Süden" mit der Kultur und Kunst des Westens in Kontakt zu bringen? Man könnte sagen, dass es eine schöne Utopie war, die da ausprobiert wurde. Die Idee, dass man voneinander lernen könnte.

Alexander Farenholtz über die Zukunft der documenta
Wir haben mit dem Interims-Geschäftsführer der documenta 15, Alexander Farenholtz, über die notwenigen Veränderungen und Schlüsse gesprochen, die aus der skandalbehafteten Weltkunstschau zu ziehen sind und darüber, welche Zukunft die documenta hat und wie diese aussieht.

Ruangrupa über die Kunst des Kuratierens
Nach dem Antisemitismus-Eklat der documenta 15 ist die Liste der Vorwürfe an das Künstler*innenkollektiv Ruangrupa aus Indonesien lang. Umso wichtiger, nochmal mit zwei Mitgliedern, Farid Rakun und Gertrude Flentge, selbst zu sprechen.

Ruangrupa über den Antisemitismus-Eklat
Wir haben zwei Mitglieder des documenta-Kuratoren-Kolllektivs Ruangrupa gefragt: Glauben Sie, der Antisemitismus-Skandal und seine Eskalation hätte vermieden werden können?

Medienticker vom 15.09.2022 - Medien-News

Eher ein Kafka als ein Anarchist
Volker Schlöndorffs & Alexander Kluges Erinnerungen an Godard
(faz) -
Als betrogener Ehemann suchte der Revolutionär des Kinos Rat bei seinem Vorbild Jean-Pierre Melville: Volker Schlöndorff erinnert sich an Jean-Luc Godard. Alexander Kluge erklärt, was ihm die Filmgeschichte verdankt. - "Streng in einen schwarzen Mantel gehüllt, den Kragen hochgeschlagen, das Gesicht hinter einer Sonnenbrille versteckt, als ob er frieren würde oder sich vor etwas schützen müsse, so stand Godard in den kalten Fluren der Redaktion der Cahiers du Cinéma, auf der Treppe zur Cinémathèque, vor einem populären Kino auf den grands Boulevards. Er war Ende zwanzig, ich gerade mal zwanzig, ein gewaltiger Unterschied in diesem Alter. Nicht nur mich hat er bei diesen ersten Begegnungen eingeschüchtert. Godard galt allen als aggressiver Provokateur, der mit seinen Kritiken alles infrage stellte, was wir, geschult am klassischen Kino, für hoch und heilig hielten."

"Es gibt viel zu tun"

Integrations-Expertin Souad Lamroubal im Gespräch
(dlfk-audio) - Wir schulden uns Respekt, meint Souad Lamroubal, aber keine Dankbarkeit. Die Integrations-Expertin setzt Deutschland und die Deutschen auf einen Stuhl. Wir müssen reden, sagt sie, denn Integration ist ein Job für alle.
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Antisemitismus-Vorwürfe
Auschwitz-Komitee wirft Documenta Zynismus vor
(mono) - Nach neuen Diskussionen auf der Documenta in Kassel um einen als antisemitisch eingeschätzten Film hat der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees die Schau scharf kritisiert

Live-Kultur in der Krise
Liebes Publikum, bitte melde dich!
(dlfk) - Man könnte meinen, das Publikum würde in Scharen zu Kulturevents strömen - nach zwei mageren Pandemie-Jahren. Aber selbst prominente Künstlerinnen und Künstler treten aktuell in halb leeren Hallen auf. Ein Hilferuf der Entertainerin Gayle Tufts.

Berühmt und berüchtigt
Alice Schwarzer macht Laune
(pt) - Sabine Derflingers Doku über Alice Schwarzer macht Laune, wenn seine Protagonistin mit Witz und sehr klaren Worten das bundesrepublikanische Spießer-Machotum eines Augstein, Nannen oder Löwitsch aufs Korn nimmt





Gemeinwohlbilanz
Tu Gutes und rede darüber
(bb) - Eine Gemeinwohlbilanz ist hilfreich für Nachhaltigkeit, Marketing und Unternehmensentwicklung: Erfahrungen aus drei Buchhandlungen.

Medienticker vom 14.09.2022 - Medien-News

Der & das ganz Andere
Wolfram Schüttes Abschied von Jean-Luc Godard
(gue) - Reicher, fragiler, von Grund auf ironischer, aber auch bodenloser & luftiger war das Kino nie - als in den nervösen Händen des romantischen Intellektuellen Jean-Luc Godard, oft begleitet von der leicht lispelnden Stimme ihres Schöpfers, diesem lyrisch-essayistischen Beschwörer des Imperfekts, der mit "Histoire(s) du Cinema" (1998) dem hundertjährigen Kino & Film seinen Großen Gesang des Erinnerns & des Abschieds komponiert hat. -
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Jean -Luc Godard war zuletzt ein melancholischer Solitär, der aus der Zeit gefallen, aber bis zu seinem ultimo momento dennoch präsent geblieben war (& wäre es auch nur noch als Gerücht); ein trotziger Clown Gottes, während dessen endgültiger Abwesenheit.

Analyse und Synthese zugleich
(taz) - So steht es am Ende seines Films "Außenseiterbande" von 1964 in Großbuchstaben geschrieben. Das war halb ernst, halb ironisch, ganz spielerisch, wie so viel bei Godard (so konkurriert die Schrift im Bild mit dem Schriftzug "Pernod" auf einem Laster, der Witz ist gewollt). Und nein, Jean-Luc Godard war nicht das Kino, aber es lässt sich keine Geschichte des Kinos vorstellen, in der ihm nicht eine zentrale Stelle gebührte.
Ein Lebenswerk in Filmen
Zum Tod von Jean-Luc Godard
(sz) - Immer einen Schritt voraus in die Zukunft
Von frühen Triumphen in der Popkultur über politischen Aktivismus bis zum zitatgespickten Videoessay: In seiner Kunst blieb Jean-Luc Godard niemals stehen. Eine Sammlung.

3sat-Kulturzeit vom 14.9.22
Die Themen der Sendung
+ Nouvelle-Vague-Regisseur Jean-Luc Godard tot
Der französisch-schweizerische Star-Regisseur Jean-Luc Godard ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Godard starb zu Hause in der Schweiz im Kreis seiner Angehörigen, wie seine Familie mitteilte.

+ documenta 15: Antisemitismus-Kommission veröffentlicht Bericht - Gespräch mit Nicole Deitelhoff
Auch kurz vor dem Ende ihrer Spielzeit reißt die Diskussion um die documenta in Kassel nicht ab. Nach der jüngsten Kritik wegen als antisemitisch eingeschätzter Kunstwerke auf der Schau sprechen sich nun auch deren Gesellschafter dafür aus, propalästinensische Propagandafilme nicht mehr zu zeigen.

+ Die Künstlerische Leitung, das indonesische Kuratorenkollektiv Ruangrupa, sowie die documenta-Spitze hatten am 12. September entsprechende Forderungen zurückgewiesen. Die Geschäftsleitung der documenta und Ruangrupa hätten die Einschätzung des Gremiums zur Kenntnis genommen.

+ Hito Steyerl ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstler*innen. Um so mehr erstaunte es, dass sie auf der aktuellen documenta fifteen vertreten war, in einer Kooperation mit dem spanischen Kollektiv Inland.

+ Spielzeitauftakt im Norden Deutschlands
Kommt das Publikum zurück? Nach zwei Jahren Pandemie richtet sich alle Hoffnung der Kulturbranche jetzt auf die neue Saison.

+ Jean-Michel Basquiat in der Albertina
Schon zu Lebzeiten etablierte sich Jean-Michel Basquiat (1960-1988) als erster schwarzer Künstler im internationalen Kunstfeld, seit einigen Jahren erzielen seine Werke auf dem Auktionsmarkt bis zu dreistellige Millionenbeträge. Die Albertina zeigt nun einen imposanten Querschnitt durch sein Werk.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Lindner versteht sich als Verteidiger des Gebührenmodells
(mee) - Auf dem Kongress des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin hat sich Bundesfinanzminister Christian Lindner für den Erhalt des Rundfunkbeitrags ausgesprochen. Er sei ein Verteidiger des Gebührenmodells zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sagte der FDP-Politiker.

Medienticker vom 13.09.2022 - Medien-News

In memoriam
Jean-Luc Godard ist mit 91 Jahren gestorben
(dlf) - Er starb nach Angaben der französischen Zeitung "Liberation" im Alter von 91 Jahren. Godard war einer der einflussreichsten Filmregisseure und ein führender Vertreter der sogenannten "Nouvelle Vague" des französischen Films. Mit formal innovativen und inhaltlich gesellschaftskritischen Filmen wie "Außer Atem", "Die Verachtung" und "Elf Uhr nachts" prägte er das Kino der 1960er Jahre. Im Jahr 2010 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Ein neuer Strukturwandel
Wie alles wieder anfängt
(faz) - Bringen die sozialen Medien einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit mit sich? Jürgen Habermas überschätzt das Regellose rechter Kommunikation. Von Patrick Bahners








Wegen der Disskusionskultur
Kevin Kühnert zieht sich von Twitter zurück
(turi2) - Rückzug: SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat seinen Twitter-Account deaktiviert, weil die Diskussionskultur dort zu "Fehlschlüssen und Irrtümern in politischen Entscheidungen" führe, sagt er im RND-Videointerview. Zudem kritisiert Kühnert "die Art und Weise wie dort Gesellschaft repräsentiert oder, ich würde sagen, absolut gar nicht repräsentiert wird". Bei sich selbst habe er festgestellt, dass er eine verzerrte Wahrnehmung von Wirklichkeit habe, wenn er zu viel Zeit auf der Plattform verbringe.

Opas Brief an den Enkel

Nein, ich brauche kein Smartphone
(dlfk) - Er gehört zu einer Minderheit. Der Autor Martin Ahrends hat kein Smartphone. Dafür muss er sich vor seinem Enkel rechtfertigen, der wiederum bei einem Besuch ständig an seinem "Wischbrettchen" hantiert. Zeit für eine grundsätzliche Klarstellung (s. a. unten)

Im Gespräch
Haarflecht-Künstlerin Angelina Delgado
(dlfk-audio) - Als Kind wuchs sie mit gambischen Freundinnen auf und lernte deren Flechtkunst. Heute betreibt Angela Delgado in Hannover einen Shop für Afrofrisuren. Weil die gebürtige Ukrainerin weiß ist und weiße Kunden bedient, wird sie angefeindet und bedroht.

Kultur im Fernsehen
3sat-Kulturzeit-Sendung, 12.9.22
Die Themen
+ Dokumentarfilm "Into the Ice"
Das Eis schmilzt, der Meeresspiegel steigt. Dürre und Hitzesommer sind Indikator des globalen Klimawandels, den die Eisschmelze an den Polen entscheidend vorantreibt. Das wissen wir alles. Aber wie schnell das passiert, weiß niemand. Obwohl das vielleicht die drängendste Frage ist, auf die wir eine Antwort finden müssen. Computersimulationen, Satellitenbilder klären hier nichts. Man muss rein ins Eis, in seinen schmelzenden Kern. "Into the Ice" nennt der dänische Filmemacher Lars Ostenfeld, bekannt für spektakuläre Wissenschaftsdokus, seine Feldforschung mit der Kamera. Der Film liefert faszinierende Fakten über das Eis, zugleich wird Forschung hier als hochemotionales, sinnliches Abenteuer inszeniert. Auf den Grund einer "Gletschermühle" müssen die Glaziologen, um dem Eis sein Geheimnis zu entreißen: Wie schnell geht es mit der Schmelze, was kommt da an Wassermassen auf uns zu? Lars Ostenfelds Regiearbeit ist eine Auseinandersetzung mit einer in seiner Tragweite noch immer unterschätzen Thematik.

+ "Die Altenrepublik" - Gespräch mit dem Autor Stefan Schulz
In Deutschland leben so wenig junge Menschen wie noch nie. Die 15- bis 24-jährigen machen laut Statistischem Bundesamt nur noch zehn Prozent der Bevölkerung aus. Bundesweit zählen wir bald jährlich eine halbe Million mehr Neu-Rentner als Menschen, die die Volljährigkeit erreichen. Und das die nächsten 20 Jahre lang. In manchen Bundesländern wird es mehr Menschen mit Pflegestufe geben als Wähler unter 30. Das hat Konsequenzen sowohl für die Jungen, als auch für die Wirtschaft. In seinem Buch "Die Altenrepublik" erklärt Stefan Schulz "Wie der demographische Wandel unsere Zukunft gefährdet". Wir sprechen mit dem Autor über die demographische Zukunft in den 3sat-Ländern. (s. a. oben)
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+ Autor des Welterfolgs "Mein Herz so weiß"
ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Wie sein Verlagshaus in Madrid mitteilte, starb er an den Folgen einer Lungenentzündung. Der Schriftsteller habe bereits seit einigen Wochen unter einer Lungenentzündung gelitten, die sich verschlimmert habe. Nach Informationen der Zeitung "El Mundo" war die Lungenentzündung die Folge einer Corona-Infektion. Marías gilt als einer der großen Autoren der spanischen Gegenwartsliteratur. Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und in fast 60 Ländern veröffentlicht. Zu seinen größten Erfolgen zählen neben "Mein Herz so weiß" (1993) auch "Morgen in der Schlacht denk an mich" (1994) oder "Alle Seelen" (1989). 2021 veröffentlichte er seinen letzten Roman, "Tomás Nevinson".
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+ Preise des Filmfestivals in Venedig
Zum Abschluss der Filmfestspiele von Venedig wurden die Preise verliehen. Sieger war der Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" von Laura Poitras. Die katholische Signis-Jury zeichnete "Chiara" von Susanna Nicchiarelli aus. Wir stellen die Filme vor.
+ "L'Immensità" von Emanuele Crialese in Venedig
Rom in den 1970ern, ein Neubauviertel, gehobener Mittelstand. Die Borghettis sind eine junge, schöne Familie. Mamma Clara geht auf in der Liebe zu ihren drei Kindern. Doch sehr schnell merkt man: Nichts hier ist, wie es scheint. Es geht um Familie, es sind die 70er, es gibt immer noch Tabus, Verbote und viele Abgründe. "Es geht um Familie", sagt Regisseur Emanuele Crialese. "Und um Freiheit. Die Freiheit, du selbst zu sein. In einem Kontext, in dem alles sehr stark reguliert ist und du möchtest irgendwie rauskommen aus dieser Reglementierung. Du fühlst die Notwendigkeit, zu zeigen, wie du bist. Du musst fühlen, wer du bist. Und es ist für dich wesentlich, dass du wahrgenommen wirst als die Person, die du bist. Also: es ist ein Film über familiäre Beziehungen. Und: über Identität." Es gelten noch immer die alten Machtstrukturen. Zumal im katholischen Italien. Die bunte, freizügige Mode - lediglich hübsche Oberfläche. Der Mann sagt, wo es langgeht. Was Clara ständig schmerzhaft erfährt. Alle Versuche auszubrechen sind zum Scheitern verurteilt.
+ Comeback: Peter Doherty als bildender Künstler in Berlin
Weltstar und Enfant Terrible, nicht nur aufgrund seiner aufsehenerregenden Beziehung mit Supermodel Kate Moss und der Sängerin Amy Winehouse, auch wegen seiner Karriere als Junkie und Bandleader der britischen Band "The Libertines". Kaum jemand weiß aber, dass Peter Doherty auch ein besessener Bildender Künstler ist, der sein exzessives Leben in außergewöhnlich intimen Bildern und Collagen verarbeitet. Nun, da er endlich clean ist, hat er nicht nur seine Autobiografie veröffentlicht, sondern zeigt in der "janinebeangallery" in Berlin erstmals einen umfassenden Überblick über sein künstlerisches Werk aus allen Schaffensphasen.
+ Musiktipp: Max Prosa auf Tour
Der Songwriter, Autor und Dramatiker Max Prosa verarbeitet in seinem neuen Album "Wann könnt Ihr endlich friedlich sein?" den Ukraine-Krieg. Jetzt ist er auf Tour in Deutschland und Österreich.
+ Ausstellungstipp: "Niki de Saint Phalle" im Kunsthaus Zürich
Das Kunsthaus Zürich ehrt Niki de Saint Phalle bis zum 8. Januar 2023 mit rund 100 Objekten: frühe Gemälde, Aktionskunst und Grafik, bekannte Werke wie die Nanas, die Bräute, Monster und Altäre sowie große späte Plastiken.
+ Filmtipp: "Alle reden übers Wetter"
Annika Pinskes Spielfilmdebüt "Alle reden übers Wetter" erzählt die Geschichte einer ostdeutschen Bildungsaufsteigerin zwischen Alltag in der Metropole und Aufwachsen in der Provinz

NS-Geschichte
Der Mythos vom widerständigen Frankfurt
(faz) - Die angeblich so weltoffene, moderne, demokratisch geprägte Stadt gab sich den Nazis fast ohne Gegenwehr hin. Wie konnte das geschehen? Eine Tagung im Historischen Museum gibt Antworten. Von Matthias Trautsch

Jazzpianist
Ramsey Lewis ist gestorben
(dlfk) - Der US-Jazzpianist Ramsey Lewis ist tot. Wie sein Manager mitteilte, starb er im Alter von 87 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Illinois. Ramsey war durch Hits wie "The In Crowd", "Hang on Sloopy" und "Wade in the Water" bekannt geworden. Im Laufe seiner Karriere hatte er drei Grammys gewonnen. Lewis hatte schon als Kleinkind Klavierspielen gelernt. Als Schüler trat er der Jazzband "The Clefs" bei, aus der sich in den 1950er Jahren das Ramsey-Lewis- Trio bildete. Es mischte Jazz mit Pop-, Blues- und Soulelementen und wurde damit weltweit bekannt. 2007 wurde Lewis für sein Lebenswerk mit dem renommierten Jazz-Preis National Endowment for the Arts Jazz Master Award gewürdigt.

Jean-Michel Basquiat in der Albertina Wien
Der erste schwarze Künstler von Weltrang
(dlfk) - Jean-Michel Basquiat war der erste Künstler, der sich als Schwarzer in der weiß dominierten internationalen Kunstszene als Star durchsetzte. Nun zeigt die Albertina in Wien eine große Retrospektive. Ein Gespräch mit dem Kurator Dieter Buchhar

Medienticker vom 12.09.2022 - Medien-News

Identitätspolitik
Das Verlangen nach totaler Aufmerksamkeit
(faz) - Überall Diskussionen über richtiges Reden, Zitieren, Lesen. Die Öffentlichkeit befindet sich in einem Umbruch. Die Übertreibung wird zum Standard (s. a. den Medienticker vom 9.9.22). Von Jürgen Kaube
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TV
Aufgeklärte Bürger brauchen das Fernsehen nicht mehr
(hei) - Nicht wegen einer der angeführten Tendenzen, sondern wegen ihrer Kombination, die sich mittels der jüngsten Krisenphasen wie Covid-19 und Russlands Ukraine-Krieg verstärkt hat, ist das Fernsehen selbst zum Krisen- oder gar Auslaufmodell geworden - sei es nun gezwungenermaßen oder selbst gewählt.

Morsbroich, zu vermieten
Hexenhaus mit Schlossblick!
(kap) - Eigentlich hängen wir keine Mietangebote ans Schwarze Brett im Wartezimmer unserer KunstArztPraxis. Aber bei Mark Dions Hexenhaus machen wir eine Ausnahme: Da waren wir exklusiv beim Inneneinrichten dabei! Das "Witches Cottage" ist Wohnstätte, Skulptur, Vitrine und Forschungsstation zugleich.

Wer kann sich den
Kapitalismus überhaupt noch leisten?
(hei) - Glaubt man den offiziellen Ansagen, dann können große Teile der Gesellschaft ihren Lebensunterhalt angesichts der Inflation nicht mehr bestreiten. Sie sind also auf staatliche Nothilfe angewiesen.

Im Gespräch
Markenzeichen: Dandy
Performer Friedrich Liechtenstein im Gespräch mit Marco Schreyl
(dlfk-audio) - Maßanzug zum akkuraten Vollbart und gold lackierte Fingernägel: Friedrich Liechtenstein ist mittlerweile bundesweit bekannt. Die Geschichte, wie aus dem gescheiterten Hans-Holger Friedrich der glamouröse Performer wurde, ist auch die einer Selbstermächtigung.
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