
Tom Parfitt
erzählt eine Geschichte aus dem
Krieg Russlands in Inguschetien. "Unter den erste-Klasse-Passagieren, die am Nachmittag des 31. August von Moskau kommend auf dem Magas-Flughafen in Inguschetien landeten, saßen zwei grauhaarige Männer in Anzügen. Das Paar vermied jeden Blickkontakt. Einer war
Murat Zyazikov, 50, ein früherer KGB-Offizier und jetzt Präsident von Inguschetien, der kleinen muslimischen Republik, die im südlichen Russland an Tschetschenien grenzt. Der andere war
Magomed Yevloyev, 36, ein offener Kritiker der brutalen russischen Herrschaft in Inguschetien, Gründer der Webseite
ingushetiya.ru und
Zyazikovs Nemesis. Die Schicksale des regierenden Bürokraten und des Regierungskritikers, die so eng miteinander verbunden waren, sollten sich jetzt trennen. Als das Flugzeug gelandet war, wurde Zyazikv in einen wartenden Mercedes geschoben und fuhr weg. Yevloyev währenddessen wurde von einem Team bewaffneter Polizisten erwartet. Sie zwängten den Protestierenden in einen Wagen und fuhren davon. 20 Minuten später hatten man Yevloyev
in die Schläfe geschossen. Sein fast lebloser Körper wurde vor ein Krankenhaus geworfen, wo er Stunden später starb. Beamte in Moskau und Inguschetiens Polizei behaupten, Yevloyevs Tod sei auf einen Schuss zurückzuführen, der sich versehentlich gelöst habe, als versehentlich ausgelösten Schuss zurückzuführen, als Yevloyev nach der Waffe eines Offiziers gegriffen habe. Aber in Inguschetien sind zu viele unbewaffnete Menschen wegen 'bewaffnetem Widerstand' gestorben, um das noch glauben zu können."
Clemency Burton-Hill
porträtiert den amerikanischen
Dramatiker Christopher Shinn, dessen Stücke, in denen es ausnahmslos um die USA geht, meist in London zuerst gespielt werden. Shinns neuster Streich
"Now Or Later" handelt von der
Präsidentenwahl. Als der demokratische Kandidat John Rowe, "seine Familie und sein Team sich in einem Hotel versammeln, um die Geschehnisse zu verfolgen, läuft alles zunächst wie geschmiert.
Er nimmt Ohio, Florida scheint unausweichlich. 'Vielleicht ist einigen Leuten ja schon zum Feiern zumute', flötet seine Frau. Ein Augenblick perfekter dramaturgischer Ironie. Denn jetzt passiert etwas Unerwartetes. Ein verschwommenes Foto vom Sohn des Kandidaten John junior auf einer Unifeier taucht im Internet auf. Bald gibt es ein Video dazu. In wenigen Augenblicken beginnen die kontroversen Bilder durch die
Blogosphäre und das Universum der sozialen Netzwerke zu fliegen, so wie es tatsächlich der Fall sein würde. Im Hotel bricht Panik aus."