Stichwort

Mexiko

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Efeu 24.09.2021 […] Auch in Mexiko dürfen die Theater wieder öffnen, wenn auch nur mit einer Auslastung bis 30 Prozent, etwa 300 Veranstaltungsorte stehen vor dem Aus, schreibt Gaston Alzate, der in der nachtkritik in einem lesenswerten Theaterbrief aus Mexiko erzählt, wie die Regierung "von der prekären Situation der indigenen Bevölkerung, der Migrant:innen ohne Papiere, von den Femiziden und den bis August 2021 insgesamt […] insgesamt 54.000 Corona-Toten abzulenken" versucht. Aber Mexikos Frauen zettelten einen "beispiellosen Aufstand" an, "der sich in verschiedenen theatralischen Formen gegen patriarchale Gewalt richtete. Diese politischen Darbietungen orientierten sich an den Strategien emanzipatorischer Frauenbewegungen, die sich gegen die Gesellschaftsordnung stellten, wie etwa die britischen Suffragetten zu Beginn des […]
9punkt 12.08.2021 […] Kaiserreich hinein." "Wird es unser Jahrhundert endlich schaffen, eine umfassende Entkolonialisierung zu leisten?", fragt Michi Strausfeld in einem Artikel in der NZZ, in dem sie an die Kolonialzeit Mexikos erinnert: "Obwohl Lateinamerika bereits vor zweihundert Jahren seine Unabhängigkeit errang, bleiben viele Narben der drei Jahrhunderte währenden Kolonialherrschaft: eine hierarchische Gesellschaft […] Ungerechte administrative Strukturen, riesige Latifundien und Bodenschätze im Privat- oder ausländischen Besitz zementierten eine enorme Einkommensungleichheit, eine der höchsten der Welt. (…) 2021 feiert Mexiko also seine 200-jährige Unabhängigkeit und erinnert zugleich an den Fall von Tenochtitlán. Die Regierung von Präsident López Obrador weist nachdrücklich darauf hin, dass die Alte Welt eine Schuld zu […]
9punkt 01.06.2021 […] Stausberg einen Einblick in die Situation in Mexiko, das im Juni einem Wahlmarathon entgegensieht. Ob die Partei des linken Präsidenten Präsident Manuel López Obrador (Amlo genannt) profitieren wird, ist nicht abgemacht, denn der regiere immer mehr wie ein Autokrat: "Geradezu archaische Vorstellungen hat Amlo bei der Energiepolitik. Während das sonnenreiche Mexiko mit seinen Tausenden Kilometern Küste zum […] aber für 600 Millionen Dollar will er noch die andere Hälfte von Royal Dutch Shell kaufen - und da sind die eine Milliarde Schulden des Unternehmens noch nicht eingerechnet. Müssten sich da nicht Mexikos Grüne zu Wort melden? Doch die sind eine Koalition eingegangen mit Amlos Morena, halten also lieber still. Auch international führen solche Entscheidungen nicht zu einem Aufschrei. Das verwundert, […]
9punkt 30.03.2021 […] In Mexiko ist die Zahl der Corona-Toten über Nacht um 120.000 angewachsen, berichtet die FAZ heute: "Der ungewöhnlichen Nachricht gingen Zweifel von Fachleuten voraus. Die hatten schon seit Beginn der Pandemie gemutmaßt, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer in Mexiko aufgrund fehlender Tests wahrscheinlich viel höher sei als offiziell angegeben. Die Fachleute sollten recht behalten, wie das G […] jetzt zugeben musste. Demnach starben in Wirklichkeit mindestens 322.000 Mexikaner im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - und damit gut 60 Prozent mehr als die bisher bestätigten 201.000 Fälle." Mexiko ist damit das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten - noch vor Brasilien. In Ghana werden Frauen,die ihrer Familie lästig sind, gern als "Hexen" denunziert. Ihnen bleibt dann oft nur noch die Flucht […]
Magazinrundschau 25.02.2021 […] 73.000 Menschen gelten in Mexiko als vermisst, viele davon mutmaßlich entführte oder ermordete Frauen. Mexiko ist für Frauen einer der gefährlichsten Orte der Welt außerhalb von Kriegszonen. Meaghan Beatley porträtiert vor diesem Hintergrund die Journalistin Frida Guerrera, die nach allem, was man liest, fast schon als Superheldin durchgehen muss: Sie recherchiert zu den verschwundenen Frauen, hat […] zum Teil auch, weil die Polizei regelmäßig daran scheitert. 'Sie sind unfähig', erzählt sie mir. Die Journalistin Lydiette Carrión, die mehr als sechs Jahre lang dazu recherchierte, wie der Staat von Mexiko Untersuchungen von Morden an Frauen handhabt, hat herausgefunden, dass Fälle oft wie Bälle von einem Ermittler zum nächsten gespielt werden, dass Müttern mitunter die Knochen von Opfern gezeigt werden […]
Magazinrundschau 02.04.2020 […] sich die Stadt eine Art furchtbares Rennen mit São Paulo, Chennai und Mexiko-Stadt. In weniger als fünf Jahren werden zwei Drittel der Weltbevölkerung unter Wassermangel leiden, berichtet Rosa Lyster in einer  Kontinente umfassenden Reportage: "Ich dachte immer, dass die Menschen es im übertragenen Sinne meinten, wenn sie sagten, Mexiko City versinke, oder dass diese Tatsache nur für Hydrologen oder Ingenieure […] unzählige Straßen mit schiefen Häusern, Geschichten von wegsackenden Grundschulen, in Itztapalapa wurde eine Kind von einem Senkloch verschluckt. Das sollte nirgendwo passieren, aber wirklich nicht in Mexiko-Stadt, wo es an mehr Tagen im Jahr regnet als in London. Die ursprünglichen Aztekenstadt Tenochtitlan wurde auf einer Insel in der Mitte eines Sees erbaut, umgeben von weiteren Seen. Bevor Cortés begann […] begann sie trockenzulegen und die Stadt für immer verwandelte, war sie so etwas wie ein Süßwasser-Venedig. In Zeiten des Klimawandels kann man das nicht mit aller Sicherheit sagen, aber Mexiko ist nicht Kapstadt. Es regnet dort viel, und der Regen wird direkt in das Abwassersystem kanalisiert. Das Problem ist nicht Wasserknappheit, sondern Missmanagement, schlechte Infrastruktur und Ungleichheit." […]