Die Modedesignerin
Vivienne Westwood wird heute 80 Jahre alt. Mit ihrem gemeinsam mit Malcolm McLaren geführten Londoner Laden "World's End" verpasste sie
Punk einst seinen ikonischen Look zwischen Fetisch-Club und modern-archaischem Primitivismus. "Wilder ging es nicht, frivoler auch nicht, und chaotischer und opulenter geht es bis heute nicht",
schreibt Rose-Maria Gropp in der
FAZ mit Blick auf diese frühen Tage. Dass Westwood 2006
von der Queen geadelt wurde, ist als Wende anzusehen,
schreiben in der
Berliner Zeitung Philip Dethlefs und Christian Schlüter, für die sie eine der "wichtigsten Modemacherinnen unserer Zeit" ist: "Während Dame Vivienne im Herzen immer noch Punk ist, gehört ihre Mode
längst zum Establishment. Prinzessin Eugenie heiratete 2011 in einem Westwood-Kleid. ... Berühmt wurde sie durch ihre kontraststark zusammengesetzten Kombinationen von historischer Bekleidung, seltenem Textilgewebe und Webmustern. Dabei herrscht eine gewissen Vorliebe für
schottische Karos vor." Wie man auch in ihren aktuellen Entwürfen wieder sehen kann:
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"Sie holte das
Korsett zurück, eine weiche, stützende Variante mit Reißverschluss, damit Frauen sie selbst öffnen können, arbeitete die berühmte Watteau-Falte, die man auf den Gemälden des französischen Malers oft sieht, in eine Jacke ein",
erklärt Grit Thönissen im
Tagesspiegel: "
In Satinmassen schwelgend, ließ sie ihre Models auf schwindelerregend hohen Plateau-High-Heels wie Fregatten über den Laufsteg schwanken, als sich die meisten anderen Designer in Paris dem Minimalismus verschrieben hatten. Da blieb sie ihrer Punkattitüde treu, immer das zu machen, was
gegen den Strich geht." Es lohnt sich übrigens, auf ihrem
Instagram-
Account ein bisschen zu wildern - ein wahres Füllhorn an wildem Anarchismus.