Spätaffäre

Vorschläge zum Hören, Sehen, Lesen. Wochentags um 17 Uhr

Die einzige Identität

10.02.2014. Zum Lesen: Wie schwer es ist, den Islam zu verlassen. Zum Hören: ein Horrorklassiker mit grausigem Telefonton. Zum Sehen: ein langes Interview mit Jehane Noujaim, deren gefeierter Dokumentarfilm "The Square" über den Tahrir-Platz heute im Forum der Berlinale läuft.

Chaos im Kopf

07.02.2014. Zu sehen gibt es Josef von Sternbergs Stummfilm "The Docks of New York", der heute die Retrospektive der Berlinale eröffnet. Außerdem: Wes Anderson über Hotels, Markus Gabriel und Wolfgang Welsch über die Postmoderne, Tag Gallagher über John Fords "Stagecoach" und Thierry Chervel über den Relaunch der Feuilletonrundschau im Perlentaucher.

Filme für die nächsten 440 Jahre

06.02.2014. Unbedingt sehenswert ist Ashgar Farhadis Drama "Nader und Simin - Eine Trennung", das 2011 den Goldenen Bären gewann. Außerdem: zwei Hörstücke über Alfred Andersch, Myra Cakans Science-Fiction-Hörspiel "Eingeschlossen", Verbesserungsvorschläge zur Filmförderung und verborgene Schätze aus der größten Kloake des Internets.

Vom Fernsehen schon weitgehend verabschiedet

05.02.2014. Zur Einstimmung auf die Berlinale gibt es Kurzfilme aus dem Festivalprogramm der letzten Jahre. Außerdem: Hörbeiträge über die Zivilgesellschaft in Russland und William S. Burroughs, eine fundierte Resignation über die Lage der deutschen Fernsehserie und eine Reportage über Polio in Syrien.

Beweglicher Content

04.02.2014. Arte bringt eine Dokumentation über Putin und die Kunst, außerdem den ersten Dokumentarfilm über die Olympischen Winterspiele überhaupt - von 1928. Zu hören gibt es ein langes Gespräch mit Maximilian Schell aus dem Jahr 2012. Und das NYmag porträtiert den Online-Journalisten Ezra Klein.

Beleidigend sinnloses Ereignis

03.02.2014. Der Bayerische Rundfunk bringt ein Remake von Alfred Anderschs berühmtem Hörspiel "Der Tod des James Dean". Auf  netzkino.de finden wir den Thriller "We Need to Talk About Kevin" mit Tilda Swinton. Warum haben Autorinnen Angst ihr Altern zu thematisieren, fragt Slavenka Drakulic in einem großartigen Essay auf Eurozine.

Leere Reihen gehen gar nicht

31.01.2014. Zu sehen gibt es unter anderem ein Gespräch mit Agnes Heller über Ungarn und Peter Watkins' wütenden Science-Fiction-Film "Strafpark" von 1971; zu hören Jan Jelineks Hörstück "Dialoge zur Anthropologie", zu lesen Sarah Schusters Überlegungen zu Johann Georg Hamann. Und Susan-Sontag-Biograf Benjamin Moser erzählt im New Yorker, was Email-Archive heute können.

Regelmäßig Skandale

30.01.2014. Für die Ohren: Michael Reitz fragt im Deutschlandfunk, wie das Neue in die Welt kommt. Um die Ohren: Horst Meier plädiert im Merkur für Abschaffung von Geheimdiensten wegen erwiesener Ineffizienz. Für die Augen: ein Porträt über William S. Burroughs in der Mediathek von Arte.

Biegen Sie links ab

29.01.2014. Die Businessweek enthüllt in einer längeren Reportage das Geheimnis von Tor. Und n+1 geht in Afrika tanzen. In der Mediathek von Arte kann man Tsui Harks Film "Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen" noch in voller Länger sehen. Für die Hörer unter unserern Lesern und Sehern gibt es einen Essay zur Frage "Was ist deutsch" und Joaquin Phoenix.

Fest der Korruption

28.01.2014. Im Magazin der New York Times schildert Stephen Lee Myers, wie die Winterspiele in Sotchi die Ökonomie der Freunde Putins befördern. Jörg Buttgereit erzählt in seinem WDR-Hörspiel "Das Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjäng". Und von PBS gibt es die Doku "The Power of Song" in memoriam Pete Seeger.