Gestern wurden Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen
Jacob Appelbaum bekannt, die auf einer Pranger-Website veröffentlicht wurden. Jacob Appelbaum, der aufgrund der Vorwürfe nicht mehr beim Tor-Verschlüsselungsprojekt arbeitet,
wehrt sich sehr entschieden auf Twitter: "Ich glaube, diese
Taktiken eines Rufmords sind für unsere Community extrem schädlich, zumal wenn man ihre hässliche Geschichte in Bezug auf Mitglieder der LGBT-Community kennt. Es schmerzt mich, dass die Community, der ich einen so großen Teil meines Lebens widmete, sich in ein derart
selbstzerstörerisches Betragen hineinsteigert. Trotzdem bin ich gewillt, rechtliche Schritte zu ergreifen, um meinen Ruf gegen diese üblen Nachreden zu verteidigen. ... Um es ganz klar zu sagen: die Anklagen gegen mich wegen sexuellen Fehlverhaltens sind vollkommen falsch."
Auf
Zeit online fasst Patrick Beuth die hässliche Geschichte noch einmal zusammen und hat sich auch die Webseite angesehen, auf der die Vorwürfe erhoben werden: "Ein 'FAQ' unter den Berichten legt nahe, dass die Verfasser aus verschiedenen Gründen
nicht vorhaben,
Strafanzeige zu stellen oder ihre Identität offenzulegen. Ob und inwieweit ihre Vorwürfe der Wahrheit entsprechen oder frei erfunden sind, lässt sich nicht feststellen."Übrigens sind nicht nur die Kläger anonym, "auch derjenige, der die
Webseite eingerichtet hat, nutzt einen Anonymisierungsdienst, um seine Identität zu verschleiern",
berichtet in der
SZ Johannes Boie.