Auch der in Polen in höchsten Ehren gehaltene Papst
Johannes Paul II. wusste von sexuellem Missbrauch in der Kirche,
schreibt Gabriele Lesser in der
taz: "Im
Buch 'Maxima Culpa - Johannes Paul II. wusste davon' deckte der niederländische Polen-Korrespondent
Ekke Overbeek vor rund drei Wochen auf, dass der spätere Papst in seiner Zeit als Krakauer Erzbischof vom sexuellem Kindesmissbrauch durch Priester in mindestens drei Fällen wusste. Statt aber die Sexualstraftäter in der Soutane der Staatsanwaltschaft zu übergeben oder zumindest aus der Seelsorge abzuziehen, habe Wojtyła die Priester lediglich in eine andere Gemeinde versetzt, in einem Fall sogar nach Österreich. Parallel zum Buch von Overbeek strahlte der Privatsender
TVN24 die
Dokumentation '
Franciszkanska 3' von Marcin Gutowski zum gleichen Thema aus." Auch in Polen hat das Ansehen der Katholischen Kirche im Kontext der Missbrauchsaffären, aber auch wegen de Nähe zur Pis-Partei gelitten,
erzählt Lesser in einem zweiten Artikel.
Ronya Othmann kann es in ihrer
FAS-Kolumne nicht fassen, dass Ratsversammlungen von Städten immer noch so naiv sind wie die von
Wuppertal, wo eine
Ditib-Moschee gebaut werden soll. Sie wiederholt es nochmal für Anfänger: "Die Religionsattachés in den türkischen Konsulaten beaufsichtigen die Moscheegemeinden. Und die setzten schon mal ganze Vorstände von Stadtteilmoscheen ab, wenn sie nicht auf Linie sind. Der Bundesvorstand von Ditib wird von der
Religionsbehörde Diyanet bestimmt, das ist in der Satzung des Vereins festgeschrieben. Wollte man sich wirklich von Ankara lösen, müsste man zuerst
die Satzung ändern."