Im Internet gibt es "
Bots" und Programme, die sich gegen sie wehren. Beide arbeiten mit
künstlicher Intelligenz. Es wird aber immer schwieriger, die Bots zu erkennen, schreibt Andrian Kreye in der
SZ, der mit Tilman Pfeiffervon der Cybersecurity-
Firma fraud0.com gesprochen hat. "'Früher haben sich Bots noch benommen wie Bots', sagt Pfeiffer. Sie haben eine Webseite zum Beispiel in einer geraden Linie
von oben nach unten durchsucht. 'Inzwischen werden sie immer menschenähnlicher.' Sie bewegen sich nicht mehr in geraden Linien, klicken
scheinbar wahllos, legen Waren in Warenkörbe."
Wie Bots von
Ländern wie China eingesetzt werden, zeigt beispielhaft ein Artikel Patrick Howell O'Neills aus der
MIT Technology Review, den
heise.de auf deutsch publiziert. Eine chinesische Online-Gruppe mit dem Codenamen "Dragonbridge" versuchte, mit "micro-targeted Tweets"
amerikanische Umweltgruppen zu beeinflussen, gegen das Bergbauunternehmen Lynas vorzugehen, das in Texas
seltene Erden abbauen will. China hat sich in den letzten Jahren mit teilweise sehr dubiosen Methoden fast ein Monopol auf diese Rohstoffe gesichert. "Die Dragonbridge-Akteure gaben vor, aus Texas zu stammen, und posteten in einer bereits bestehenden Anti-Lynas-Facebook-Gruppe Besorgnis über die Umweltauswirkungen des Abbaus und der Verarbeitung. Die Gruppe versuchte,
Proteste zu schüren, eine Taktik, die sie auch in den ersten Tagen der Coronavirus-Pandemie angewandt hatte." Schon in der Coronakrise hatte die Gruppe die Verschwörungstheorie verbreitet, das Coronavirus stamme
aus den USA. Allerdings scheinen beide Kampagnen
recht grobschlächtig fabriziert gewesen sein - Google konnte sie schnell aus dem Verkehr nehmen.